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Ronaldinho - der mit dem Ball tanzt

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Ronaldinho - der mit dem Ball tanzt

Als kleiner Brasilianer hatte er die Wahl zwischen Sambaschule und Fußballplatz. Er hat sich fürs Kicken entschieden und seitdem gehört sein Herz dem runden Leder. Ronaldinho gilt als einer der begnadetsten Spieler, die es jemals gegeben hat. Schon jetzt sind sich Experten einig, dass er der zum Fußballgott des 21. Jahrhunderts werden wird.



Ronaldinho - eigentlich: Ronaldo de Assis Moreira ist ein Zauberer auf dem Rasen, ein torgefährlicher Dribbelkönig mit enormem Ballgefühl und Riesentalent. Und ein sympathischer dazu. Sein breites Lachen, bei dem seine lustigen Hasenzähne zum Vorschein kommen, ist mittlerweile zum Markenzeichen geworden.  Er scheint fast dauerhaft gut gelaunt zu sein. Und das ist auch kein Wunder, wenn man nicht nur der beste Fußballer des Planeten ist, sondern auch noch einen geschätzten Marktwert von 70 Millionen Euro hat.



Zwei Mal Weltfußballer

Mit 26 Jahren hat Ronaldinho eigentlich schon alles erreicht, wovon ein Profi nur so träumen kann. Mit dem brasilianischen Nationalteam  wurde er 2002 Weltmeister und 2005 Sieger beim Confederation-Cup. 2004 folgte dann der Ritterschlag für Ronaldinho: Weltfußballer des Jahres, die wichtigste  Auszeichnung, die es für einen Einzelspieler gibt.

 
Samba vor jedem Spiel

Doch auf seinen Lorbeeren ruhte sich der Brasilianer, der sich vor jedem Spiel in der Umkleidekabine mit Sambaklängen einheizt, nicht aus. Im Gegenteil: 2005/2006 legte der Mittelfeldspieler die beste Saison seiner Karriere hin, wurde erneut Weltfußballer und mit dem FC Barcelona Meister und Sieger der Champions League. Sein Vertrag wurde gleich bis 2010 zu  erhöhten Bezügen verlängert.  

Schon der Bruder war Berufskicker

Was Ronaldinho anpackt, macht er mehr als 100prozentig. Das hatte er sich schon als kleiner Junge geschworen, als er noch mit seiner Familie in einer einfachen Holzhütte in Porto Alegre im Süden Brasiliens wohnte. Dort wurde er am 21. März 1980 in einfachen Verhältnissen geboren. Erst als sein neun Jahre älterer Bruder Roberto als Berufskicker erfolgreich wurde, ging es auch der Familie besser. Sie zog in eine bessere Wohngegend, in ein Haus mit Schwimmbecken. Tragischerweise ertrank genau in diesem Pool der Vater als Ronaldinho acht Jahre alt war. 

Riesentalent 

Schon früh stand für den Halbwaisen fest, dass er seinem Bruder, der mittlerweile sein Manager ist, in Sachen Fußball nacheifern wollte. Auf der Straße hatte er schließlich schon zu genüge gekickt. Und als der Kleine erstmals zum Training anrückte, staunten selbst die  von Talenten verwöhnten brasilianischen Coaches nicht schlecht: dem Jungen brauchte man eigentlich gar nicht mehr viel beibringen. Er konnte schon alles!

Für 25 Millionen zu Barcelona

Mit dem Einstieg ins Profigeschäft begann 1997 der kometenhafte Aufstieg des Ronaldinho. Schon in seinem ersten Jahr wurde er bei der U-17-Weltmeisterschaft Titelgewinner und Torschützenkönig. Vier Jahre blieb er bei dem Verein seiner Heimatstadt Gremio Porto Alegre bis er 2001 bei Paris Saint-Germain anheuerte. Hier bekam der junge Brasilianer allerdings keinen Fuß auf den Boden. Erst nach seinem Wechsel zum FC Barcelona, der ihn  2003 für 25 Millionen Euro nach Spanien holte, konnte er voll aufspielen. 

Spieltrieb

Ronaldinho, der Vater eines kleinen Sohnes ist, führt ein echtes Luxusleben, hat mehrere Autos und eine Villa bei Barcelona. Bei einer Rekordgage und lukrativen Werbeverträgen kann er sich das auch leisten. Trotzdem ist der Brasilianer auf dem Teppich geblieben. Er ist bescheiden, immer bemüht um seine Fans und nach wie vor mit Freude und Leidenschaft bei der Sache. Er spielt einfach so gerne, dass er selbst in seiner Freizeit den Ball nicht ruhen lassen kann. Ronaldinho kickt mit Vorliebe am Strand oder wenn es gar nicht anders geht - auf der Playstation.

Der "Gaucho"

Sein bisheriger Auftritt bei der WM hat gezeigt, dass er seinen Kollegen und Namensvetter Ronaldo endgültig überrundet hat. In Ronaldinho, der in Brasilien zur Unterscheidung vom anderen großen Superstar den Beinamen Gaucho trägt, liegt die Hoffnung eines ganzen Volkes. Würde er nach seinen Wünschen pro Spiel ein Tor schießen und eines vorbereiten und am Ende wieder den Weltmeistertitel ins eigene Land holen, würde er in seiner Heimat endgültig zum Held der Nation.

Nic 21.6.2006 / Foto: FC Barcelona

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