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Richard Gere: Vom Broadway nach Hollywood

Berühmte Personen

Richard Gere: Vom Broadway nach Hollywood

Mit 55 Jahren steht Richard Gere ganz oben auf der Karriereleiter. Für seine Hauptrolle in dem Musicalfilm Chicago erhielt er 2003 mit dem Golden Globe die Anerkennung, die ihm von Seiten der Filmkritik vielfach versagt geblieben war. Trotz grauer Schläfen gilt der bekennende Buddhist und Freund des Dalai Lama als einer der attraktivsten Schauspieler Hollywoods.


Als Kind zeigte sich Richard vielfach talentiert, spielte begeistert mehrere Instrumente und war ein echter Sportcrack. Dank guter Leistungen erhielt der Junge aus Pennsylvania ein Stipendium und beschloss Philosophie zu studieren. An der Uni verbrachte er die Zeit jedoch mehr auf der Bühne des Studententheaters als in der Bibliothek. Nach zwei Jahren schmiss er das Studium und folgte seiner wahren Berufung: der Schauspielerei.

Musicalstar

Zunächst trat Richard Gere in kleinen Theatern an der amerikanischen Ostküste und in London auf. Von den alternativen Bühnen in New York gelang dem talentierten Sänger, Tänzer und Schauspieler bald der Sprung an den Broadway. Die Rolle des Danny Zuko in dem Musical Grease, die Ende der 70er John Travolta populär machen sollte, war eine Weile sein Steckenpferd.

Sexsymbol

Nach weiteren anspruchsvollen Theaterproduktionen in Manhattan zog es Gere 1975 nach Hollywood. Fünf Jahre dauerte es bis der erfahrene Schauspieler mit Ein Mann für gewisse Stunden seinen Durchbruch auf der Leinwand feiern konnte. Die Rolle des Callboys machte ihn nicht nur populär, sondern stempelte ihn auch zum Sexsymbol ein Image, dass der smarte Star bis heute nicht mehr losgeworden ist.


Noch einen drauf setze Richard Gere 1982 mit Ein Offizier und Gentleman an der Seite von Debra Winger. Die Romanze zwischen einem Flugschüler bei der US-Armee und der Fabrikarbeiterin Paul gilt bis heute als einer der populärsten Liebesfilme der 80er Jahre.

Immer wieder auf die Bühne

Zwischendurch überzeugte Richard Gere auch immer wieder auf der Bühne. Begeisterte Besprechungen und den World Academy Theater Award erhielt der Schauspieler für die New Yorker Production Bent. In dem Schauspiel verkörpert er einen im Konzentrationslager Dachau inhaftierten Homosexuellen, der lieber das Leben seiner Frau opferte, als seine Identität zu verleugnen. Eine Charakterrolle, die ihm so mancher Kritiker nicht zugetraut hätte.

Die kommenden Jahre laufen nur mäßig erfolgreich. Richard Gere dreht u.a.Atemlos, The Cotton Club, Gnadenlos und Trau ihm, er ist ein Cop ein echter Kassenschlager ist nicht dabei. Bis der Schauspieler an der Seite von Julia Roberts 1990 den Hit des Jahres landet: Pretty Woman. Als knallharter Geschäftsmann, der sich für eine Woche eine Prostituierte als Gesellschafterin gönnt, erobert er nicht nur das Herz seiner Filmpartnerin, sondern auch das von Millionen weiblicher Fans in der ganzen Welt.

Überraschungshit: "Pretty Woman"


Damit ist Richard Gere endgültig in den Olymp der ganz großen Hollywoodstars aufgenommen. Und da macht es auch gar nichts, dass er in den kommenden Jahren nicht mehr an den ganz großen Erfolg anknüpfen kann (Sommersby, Der erste Ritter, Die Braut, die sich nicht traut, Untreu etc.). Welche breite Palette er zu bieten hat, zeigt der ehemalige Broadwaystar, Musiker und Komponist 2003 in dem Musicalfilm Chicago. Gemeinsam mit Catherine Zeta-Jone und Renee Zellweger tanzt, singt und spielt er sich in die Herzen der Fans und Kritiker.

Freund des Dalai Lama

Während Richard Gere Anfang der 90er durch seine Kurzehe mit Supermodel Cindy Crawford in Rampenlicht stand, lebt er jetzt mit Schauspielerin Carey Lowell und Söhnchen Homer James Jigme zurückgezogen in Kalifornien und Indien. Patenonkel des Kleinen ist übrigens der Dalai Lama, mit dem der bekennende Buddhist eng befreundet ist. Richard Gere setzt sich seit Jahren für die Befreiung Tibets und die Friedensbewegung ein. Bei der Oscarverleihung sorgte er 1993 für Aufsehen als er öffentlich die Tibet-Politik Chinas kritisierte.

29.08.2004 / Filmplakat: Chicago, DVD: Pretty Woman, Porträt Richard Gere: www.prisma-online.de

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