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Raffael Maler der Renaissance

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Raffael Maler der Renaissance

Raffael ist ein meisterhafter Maler der Renaissanceepoche, bis in die Neuzeit galt er als größter Maler aller Zeiten. Auch als Bauleiter des Petersdoms bestärkte er seinen Ruf als herausragender Künstler. Ob Raffael auch einen Nachnamen hat, erfahrt ihr hier ...

Raffael ist auch als Raffael da Urbino, Raffaello Santi oder Raffaello Sanzio bekannt. Er wurde vermutlich am 6. April 1483 in Urbino in Italien geboren. Auch der 28. März wird als Geburtstag angegeben, die Quellen dazu sind nicht eindeutig. Sein Vater war Goldschmied und auch Maler am Hofe des Herzogs von Urbino. Durch ihn kam Raffael vermutlich auch das erste Mal mit der Kunst der Malerei in Berührung.


1491, als Raffael acht Jahre alt war, starb seine Mutter Magia Ciarla. Nur drei Jahre später starb auch sein Vater. Raffael ging nach Perugia und wurde Schüler von Pietro Vanucci, auch als Perugino bekannt. Schon hier zeigte sich das Talent Raffaels, denn er konnte sehr schnell Gemälde im Stile seines Lehrers anfertigen, die nur schwer von Originalen zu unterscheiden waren.


Junger Meister


Schon als junger Künstler galt er als Meister seines Fachs. So wird der 17jährige jedenfalls in einem erhaltenen Vertrag über die Anfertigung eines Altars genannt magister, also Meister. Dieses erste Werk, der so genannte Baronci Altar, ist heute nur noch in Fragmenten erhalten. Ein schweres Erdbeben führte zu dessen Zerstörung. Einzelteile sind heute in verschiedenen Sammlungen zu finden. 1502 folgt ein weiteres Gemälde für eine Kirche, das heute als Londoner Kreuzigung bekannte Stück hängt in der Londoner National Gallery (siehe rechts).


Im Auftrag des Papstes


Raffael wollte sich weiter fortbilden und reiste besonders nach Florenz, um dort alte Meister zu studieren. Ab 1508 war Rom Raffaels zu Hause. Papst Julius II., hatte außerdem noch Michelangelo und einen berühmten Baumeister namens Bramante zusammengebracht. Raffael erhielt die Aufgabe, päpstliche Zimmer in der Vatikanstadt mit seinen Malereien zu schmücken. Heute sind diese Zimmer als Stanzen des Raffael bekannt.


Engel fürs Weihnachtsgeschäft


Um 1512 entstand Raffaels berühmtestes Bild, die sixtinische Madonna. Ein Ausschnitt daraus, die verschmitzt dreinblickenden Putten, sind aus dem Weihnachtsgeschäft und einigen Postern bekannt. Nach dem Tod des Baumeisters Bramante wurde Raffael 1514 dessen Nachfolger. Er leitete den Baubeginn der neuen Peterskirche und vollendete den Hof von San Damaso im Vatikan. Außerdem entwarf er Pläne für Privatgebäude, unter anderem auch für sein eigenes Haus in Borgo Nuovo.


Leben in der Hochrenaissance


Raffael lebte zur Zeit der so genannten Hochrennaissance. Gemeinsam mit Michelangelo und Leonardo da Vinci ist er einer der herausragenden Vertreter dieser Epoche. In der Renaissance wandten sich Künstler und Intellektuellle wieder den Vorbildern aus der Antike zu. Kunst sollte nicht nur das Natürliche darstellen, sondern es besser darstellen, als es sich in der Natur zeigt. Das Dargestellte sollte idealisiert werden.


Raffaels Bilder wurden besonders wegen seiner Aufteilung des zur Verfügung stehenden Platzes, die so genannte Bildkomposition, berühmt. Auch seine Madonnenbilder bezauberten die Menschen damals. Er verwendete die für die Renaissance typischen Stilmittel wie die der Perspektive: Durch Farbwahl und geometrische Konstruktion wird ein räumlicher Eindruck erzielt.


Raffael starb am 6. April 1520 im Alter von nur 37 Jahren.


Text: -jj- 4.4.2008 // Bilder: PD

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