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Polen: Gastgeber der EM 2012

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Polen: Gastgeber der EM 2012

Bei der EM vor vier Jahren schafften es die Polen wieder einmal nicht über die Vorrunde hinaus. Beim Gruppenspiel gegen Deutschland erzielte Lukas Podolski zwei Treffer und besiegelte die 2:0 Niederlage Polens. Doch in diesem Jahr sind die Polen Gastgeber und wollen ihren Heimvorteil nutzen.

Das Logo des polnischen Fußballverbands PZPL.

Bewegte Geschichte


Kurz nach der Gründung der polnischen Republik wurde 1919 der polnische Fußballverband (PZPN) gegründet. Das erste Länderspiel verlor man 1921 gegen Ungarn 0:1. Doch die glorreiche Zeit sollte noch kommen. Insgesamt nahm eine Auswahl aus Polen sieben Mal bei Endrunden von Fußballweltmeisterschaften teil. Die größten Erfolge wurden 1974 und 1982 erreicht, als man es jeweils auf den dritten Platz schaffte. Bei den letzten WM-Turnieren 2002 und 2006 kam man allerdings nicht über die Vorrunde hinaus.

Die 70er gelten als die erfolgreichste Zeit der polnischen Mannschaft, als sie zu den besten Teams der Welt gehörten. Den größten Erfolg hatten die Polen allerdings bei Olympischen Spielen. 1972 und 1992 gewann die polnische Auswahl die Goldmedaille. Bei Europameisterschaften war man bisher noch nie dabei, nicht einmal in den 70ern konnte man sich qualifizieren. 2012 ist somit die erste Teilnahme.


Jakub "Kuba" Blaszczykowski spielt bei Borussia Dortmund im Mittelfeld und ist Kapitän der polnischen Auswahl.



Gegen Deutschland noch nie gewonnen


Eigentlich haben die Polen genug Qualität, um sich regelmäßig für bedeutende Turniere zu qualifizieren. Allerdings gab es immer wieder Rückschläge und Niederlagen gegen vermeintlich schwächere Gegner. Deshalb liegt Polen derzeit nur auf FIFA-Rang 75. 


Bisher fanden zwischen Polen und Deutschland 18 Spiele statt. Polen konnte kein einziges dieser Duelle gewinnen, erreichte nur sechs Mal ein Unentschieden. Das spannendste Duell der beiden Nachbarn gab es bei der WM 2006. Im Vorrundenspiel in Dortmund gelang Oliver Neuville in der Nachspielzeit der Siegtreffer zum 1:0. Damit war Polen ausgeschieden.


Franciszek Smuda sitzt seit 2009 auf der polnischen Trainerbank.

Der Trainer



Seit 2009 ist Franciszek Smuda Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Am Ende seiner aktiven Karriere spielte er auch in Deutschland. Als Trainer war er vor allem in seiner Heimat unterwegs und gewann mit Lodz und Wisla Krakau die polnische Meisterschaft. Seit zweieinhalb Jahren hat er nun die Polen auf die Heim-EM vorbereitet.


Das Borussen-Trio


Die Polen haben einen ziemlich ausgeglichenen Kader mit vielen Spielern, die bei guten europäischen Klubs unter Vertrag stehen. Rückhalt der Mannschaft ist Torhüter Wojciech Szczesny, der normalerweise bei Arsenal London zwischen den Pfosten steht.

Robert Lewandowski ist der torgefährlichste Angreifer der Polen.



Besonders auffällig sind Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek, Kapitän Jakub Blaszczykowski und Stürmer Lewandowski, die allesamt beim Deutschen Meister Borussia Dortmund unter Vertrag sind und dort im Stammkader spielen. Lewandowski ist mit derzeit 17 Treffern erfolgreichster Schütze der Borussen. Die drei bilden ein eingespieltes Team und bilden die Achse der polnischen Manschaft.

Endlich die Vorrunde überstehen

Die Polen treffen in der Gruppe A auf Griechenland, Russland und Tschechien. Keine leichte Aufgabe, doch in dieser Gruppe kann jeder jeden schlagen. Wenn die Polen also eine gute Mannschaftsleistung bringen, sind Siege gegen diese Teams durchaus möglich. Außerdem werden sie ihren Heimvorteil nutzen wollen, um endlich einmal die K.O.-Phase zu erreichen.


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Text: Jan Wrede, Bilder: Flagge: Mareklug, Wanted (pd), Logo: Polish Football Association, Blaszczykowski & Smuda: Roger Goraczniak (cc-by-sa 3.0), Lewandowski: Christopher Neundorf (C)

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt