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Max Frischs 95. Geburtstag

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Max Frischs 95. Geburtstag

Max Frisch wurde am 15. Mai 1911 in Zürich geboren. Die Familie war von Armut bedroht, da der Vater als Architekt nach dem 1. Weltkrieg arbeitslos war. Als Kind begeisterte sich Max Frisch für Fußball und etwas später fürs Theater.


Seine Eindrücke nach dem Besuch einer Theateraufführung von Schillers Stück Die Räuber schildert Frisch folgendermaßen: Sie wirkte so, dass ich nicht begriff, wieso Menschen, Erwachsene, die genug Taschengeld haben und keine Schulaufgaben, nicht jeden Abend im Theater verbringen.

Als er zum ersten Mal ein Stück sah, in dem Leute mit alltäglichen Kleider auf der Bühne saßen wurde ihm bewusst, dass man auch heutzutage Stücke schreiben könnte.

So begann er schon als Jugendlicher, Theaterstücke zu schreiben. Eines sandte er an Max Reinhard, den berühmten Direktor des Deutschen Theaters in Berlin. Dieser nahm es sehr wohlwollend auf und ermutigt ihn, weitere Stücke zu schreiben, doch Frischs Vater erlaubte es nicht.

Nachdem sein Vater 1932 gestorben war, arbeitete Frisch als Journalist und brach sein Germanistik-Studium ab. Schließlich entscheidet er sich aber doch, wie sein Vater, Architekt zu werden. Er studiert Architektur von 1936 bis 1940. Dazwischen leistet er Kriegsdienst.

Erst nach dem Krieg beginnt er, sich auch als Schriftsteller mit politischen Themen auseinander zu setzen. Vorher war er der Ansicht gewesen, dass Kultur und Politik nichts miteinander zu tun haben.


Einige seiner berühmtesten Werke sind:
Biedermann und die Brandstifter (Hörspiel 1953, als Theaterstück 1957)
Stiller (Roman, 1954)
Homo Faber (1957)
Andorra (1958)
Wilhelm Tell für die Schule (1971)

In diesen Werken beschäftigt sich Frisch mit folgenden Themen:
Finden der eigenen Identität: wer bin ich? (Stiller)
Antisemitismus, Ausgrenzung von Menschen, die anders sind (Andorra)
Gefahren von Feigheit und Anpassung (Biedermann)

Max Frisch starb am 4. April 1991.
Mehr über das Leben und die Werke von Max Frisch erfahrt ihr hier.

LM - 15.05.01 / 11.05.06. Fotos: Suhrkamp Verlag

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