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Max Ernst

Berühmte Personen

Max Ernst

Mit seiner Vielseitigkeit und seiner nahezu unerschöpflichen, skurrilen Fantasie gab Max Ernst der modernen Kunst entscheidende Impulse.

Seine Kunst war immer auch eine Reaktion auf die politischen Geschehnisse der Zeit. In beklemmender Weise bringen viele seiner Bilder die Welt des Unbewussten zum Ausdruck.

Max Ernst wurde am 2. April 1891 als Sohn des Taubstummenlehrers Philipp Ernst und dessen Frau Luise in Brühl bei Köln geboren. Durch seinen Vater lernte er schon früh die Malerei kennen.

Nach dem Abitur studierte er in Bonn vier Jahre lang Psychologie, Philosophie und Kunstgeschichte. In dieser Zeit lernte er den expressionistischen Maler August Macke kennen und beschloss, selbst Maler zu werden.

Die Grauen des Ersten Weltkrieges erlebte er hautnah als Soldat in Frankreich und Polen mit. Während eines Fronturlaubs lernte er dadaistische Künstler kennen. Er war begeistert von der Gruppe.

Nach Kriegsende kehrte er nach Köln zurück und gründete dort mit anderen Künstlern die Kölner Dada-Gruppe. Es entstanden u.a. zahlreiche Foto- und Zeitungscollagen.

1922 hatte er von der Spießigkeit der Deutschen genug und ging nach Paris. Dort schloss er sich den Surrealisten an. Er entwickelte die surrealistischen Arbeitstechniken "Frottage" und "Grattage".

Bei seinen Skulpturen wurde er u.a von den Masken der Hopi-Indianer inspiriert. Diese hatte er bei einem Besuch in Arizona kennen gelernt.

Bei einer Ausstellung der Nationalsozialisten in München zeigte man 1937 zwei seiner Bilder als Beispiele für entartete Kunst. Von den Nationalsozialisten als entartete Kunst bezeichnete Werke wurden aus den Museen entfernt und zum Teil öffentlich verbrannt. Die Künstler erhielten Ausstellungs-, manche auch Arbeitsverbot.

Auch in Frankreich wurde Max Ernst als feindlicher Ausländer verfolgt. 1941 wanderte er in die USA aus.

Später kehrte er nach Paris zurück. Dort starb er in der Nacht zu seinem 85. Geburtstag, am 1. April 1976.

BB - 02.04.01

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