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Lexikon: X-Filme Creative Pool

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Lexikon: X-Filme Creative Pool

X-Filme Creative Pool heißt eine der aufstrebendsten deutschen Filmproduktionsfirmen. Das junge Unternehmen hat in seiner zehnjährigen Geschichte so erfolgreiche Streifen wie "Lola rennt" oder "Good bye, Lenin" produziert - bis heute mehr als 20 Filme.

Im August 1994 eine Zeit, in der der deutsche Film seinen absoluten Tiefpunkt erreicht hatte - war die Geburtsstunde von X-Filme Creative Pool: Drei Regisseure (Tom Tykwer, Wolfgang Becker, Dani Levy) und ein Filmwirtschaftler Stefan Arndt haben die Firma gegründet. Ihr Ziel: Die Kluft zwischen Regisseuren, Autoren und Produzenten zu überwinden. 1994 wurde dann der erste X-Film gedreht, Dani Levys "Stille Nacht". Kurz darauf kam auch noch Maria Köpf ins Produzententeam.

Geschichten, die bewegen

Wichtig für die X Filmer ist es, Filme zu drehen, die in Deutschland spielen oder mit Deutschland zu tun haben. Mit der bis Mitte der 90er Jahre mehr oder minder erfolgreichen Komödienwelle wollten sie nichts zu tun haben. Stattdessen suchten sie nach authentischen Stoffen, Geschichten von heute, die die Menschen bewegen.

Lola rennt bis Hollywood

Zum unerwarteten Kassenschlager wurde 1997 "Lola rennt. In seinem experimentellen Film schickte Tom Tykwer seine Hauptdarstellerin Franka Potente gleich drei Mal im Dauerlauf durch Berlin. Um ihrem Freund Manni aus der Patsche zu helfen, muss sie 10.000 D-Mark auftreiben, und das in nur 20 Minuten. In drei verschiedenen Versionen wird erzählt, was passieren könnte. Immer dann, wenn Lola nicht mit dem Ausgang des Geschehens zufrieden ist, spurtet sie erneut los.

Nach dem weltweiten Erfolg von "Lola rennt" hat X-Filme in Deutschland sicher Fuß gefasst. Tom Tykwer hat ab sofort die Möglichkeit mit großen Hollywoodstars zusammenzuarbeiten. Lola wird sogar für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert. Und seit 1998 heißt die Trophäe beim deutschen Filmpreis Lola. Dennoch können Tykwers nächste Filme ("Heaven", "Der Krieger und die Kaiserin") nicht an den vorherigen kommerziellen Erfolg anknüpfen.

Der Kassenschlager: "Good bye, Lenin"

Erst "Good bye, Lenin" (2003) beschert X-Filme den ganz großen Hit. 6,6 Millionen Besucher erlebten im Kino mit, wie kurz nach der Wende die DDR in einer Drei-Zimmer-Wohnung wieder aufersteht. Ein junger Mann möchte mit dieser Inszenierung seine Mutter, die kurz vor der Wende ins Koma gefallen war, schonen. Die bittere Realität, so glaubt er, würde die bis dahin linientreue Sozialistin nicht verkraften. Im In- und Ausland wurde der Film mit Preisen nur so überhäuft.

Seitdem geht es mit X-Filme steil bergauf. Der Markenname hat sich national und international etabliert. Auch in Zukunft wird die Firma ihrem Konzept treu bleiben und auch kleinere Filme Fördern, jungen Künstlern eine Chance geben und Filme nach dem Motto: Klasse statt Masse machen. Seit 2000 betreibt X-Filme übrigens auch einen eigenen Verleih (X-Verleih).

01.03.2005 / Logo: X Filme Creative Pool

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