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Kunst und Musik der Aborigines

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Kunst und Musik der Aborigines

Die Aborigines kennen keine Schrift. Sie geben vielmehr ihr Wissen, ihre Mythen, Traditionen, ihre Gesetze und ihren Glauben in Form von Tänzen und Liedern, Zeichnungen oder Geschichten weiter.

Kunst

Kulturzeugnisse der Aborigines sind heute in ganz Australien zu finden. Man stößt auf Ritzungen oder Malereien an Felsen, die zum Teil bis zu 20000 Jahren alt sind. Durch Höhlen- und Felsenmalereien, Schnitzwerke, Sandbilder, die Verzierungen von Waffen und Geräten erfährt man viel über die Welt der australischen Ureinwohner.

Typisch bei der Darstellung von Figuren ist der Röntgenstil: Personen und Tiere werden als transparente Körper mit Organen und Skelett gezeigt. Weitere Motive sind Tierdarstellungen, Jagdszenen oder geographische Muster. Die verwendeten Farben sind meist Schwarz (Holzkohlenstaub), Weiß (Tonerde), Gelb und Rot (Ockererde).

Den Aborigines kam es nicht so sehr auf die Fertigstellung eines individuellen Kunstwerkes an. Statt dessen stand der rituelle Akt des Malens selbst im Mittelpunkt. So wurden viele Malereien und Kunstobjekte jährlich in Zeremonien nachgearbeitet und erneuert.

Auch das Eintreffen der Weißen haben die Aborigines künstlerisch verarbeitet: So fand man neuere Felszeichnungen, auf denen Waffen, Schiffe oder weiße Menschen abgebildet waren.



Digeridoos

Tanz und Musik

Auch Musik und Tanz der australischen Ureinwohner haben rituellen Charakter. Die Geschichten der Traumzeit wurden nur mündlich, häufig durch Gesang weitergegeben. Gesungen und getanzt wurde auch bei Geburten, Todesfällen oder rituellen Handlungen. Der Kulttanz der Aborigines heißt coroboree.

Für einen Europäer klingen die Melodien der Aborigines monoton. Das liegt vor allem an ihren Instrumenten. Das einzige Blasinstrument ist das Didgeridoo. Ein Didgeridoo besteht aus einem von Termiten ausgehöhlten Eukalyptusstamm. Für die Verzierung und Bemalung verwenden die Musiker viel Zeit und Mühe. Das Didgeridoo erzeugt hohl klingende, lange Töne. Diese variiert der Spieler durch seine Atemtechnik und seine Lippenbewegungen.

Als Rhythmusinstrumente dienen Schlaghölzer, die aneinander oder gegen das Didjeridoo geschlagen werden.

Das Schwirrholz wird bei festlichen Anlässen an einer Schnur über dem Kopf geschwungen. Dabei entsteht ein heulender Ton.

Heute haben künstlerische Tätigkeiten der Aborigines weitgehend ihre mythologische Funktion verloren. Wie die Malereien dienen auch die Gesangs- und Tanzdarbietungen meist der Unterhaltung von Touristen.

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