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Junge Nachwuchspianisten ganz groß

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Junge Nachwuchspianisten ganz groß

51 junge Pianistinnen und Pianisten aus 18 verschiedenen Ländern haben sich für den Wettbewerb angemeldet. Organisiert wird der Wettbewerb von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und dem Musikgymnasium Belvedere. Dort finden auch die Konzerte statt.

Franz Liszt: Seine Lehrer

Franz Liszt wurde am 22.10.1811 in Raiding im Burgenland, das damals zu Ungarn gehörte, geboren. Schon früh erkannte man sein ungeheueres Talent. Im Alter von acht Jahren galt Liszt als ein Wunderkind, das mit eigenen Kompositionen glänzte. Um ihn zu fördern, zog die Familie 1822 nach Wien. Dort wurde er vom Pianisten, Komponisten und Klavierlehrer Carl Czerny unterrichtet. Der italienische Komponist Antonio Salieri, der lange Zeit ein erbitterter und neidischer Gegner Mozarts war, war sein Lehrer in der Komposition. Salieri hatte so bedeutende Schüler wie Schubert, Beethoven und Hummel.

Ein Jahr später zog Liszt weiter - nach Paris. Sein Vater organisierte Konzertreisen für das "Wunderkind" und nebenbei bekam Liszt Unterricht. Liszt ließ sich in Paris von der literarischen Romantik anstecken. Zu seinen Freunden zählten Musiker und Komponisten wie Fréderic Chopin und Hector Berlioz. Als Liszt 16 Jahre alt war, starb sein Vater und der junge Mann musste für sich und seine Mutter sorgen. Er spielte eine Konzerttournee nach der anderen.

Franz Liszt: Der Virtuose

Auch Beethoven war begeistert von Liszt. Der galt als der damals größte Klavier-Virtuose. Unter Virtuosität versteht man, wenn ein Künstler nicht nur technisch brillant ist, sondern auch das angemessene Gefühl mit seiner Arbeit vermitteln kann. Wenn also ein Musiker nicht nur sauber und technisch korrekt die Noten und sein Instrument spielt, sondern einer Komposition durch sein Spiel ein eigenes Leben und Gefühle einhauchen kann.

Dann verliebte sich Liszt in eine verheiratete Adelige - zur damaligen Zeit ein riesiger Skandal! Die beiden flohen nach Genf. Sie lebten bis 1844 zusammen und hatten drei gemeinsame Kinder: Blandine, Cosima, die spätere Frau Richard Wagners, und Daniel.

In dieser Zeit war Liszt am Höhepunkt seiner Karriere als Pianist. Seine Konzerte waren ein einziger Triumphzug und sein Klavierspiel wurde als einzigartig und virtuos meisterlich gelobt. In dieser Zeit begann er auch Werke Beethovens, wie Sinfonien, zu spielen und immer häufiger auch eigene Kompositionen ins Programm zu nehmen.

Liszt in Weimar

1848 wurde ihm die Stelle als Hofkapellmeister in Weimar angeboten, die Liszt annahm. Er gab seine ständigen Tourneen auf und wurde in Weimar sesshaft, wo er bis 1861 lebte und arbeitete. Hier entstanden die großen Orchesterwerke und er widmete sich der Aufführung zeitgenössischer Kompositionen. Seine Werke gelten noch heute als Grundlage dafür, dass die Sinfonie im 20. Jahrhundert immer weiterentwickelt wurde.

Dann ging er auf Reisen. Er folgte einer russischen Fürstin nach Rom, reiste nach Weimar und auch Budapest. Nun schrieb er immer mehr geistliche Werke und Oratorien, Messen und ein Requiem. 1886 starb Liszt in Bayreuth.

Der 1. Internationale FRANZ LISZT Wettbewerb

Zum ersten Mal findet nun bis zum 01. März der Internationale Franz Liszt Wettbewerb für junge Nachwuchspianisten statt. Sie alle möchten in die Fußstapfen des großen Pianisten und Komponisten treten. In der Altersgruppe zwischen 10 und 13 Jahren gibt es 20 Teilnehmer, zwischen 14 und 16 Jahren sind 31 Teilnehmer am Piano zu hören. Sie alle kommen aus den unterschiedlichsten Ländern wie China, Japan, Russland, Thailand und Deutschland, aus Litauen, Jordanien, Usbekistan, den baltischen und vielen weiteren Staaten.

Die Fachjury erwartet einen Wettbewerb auf sehr hohem Niveau, denn viele der jungen Klavierspieler können schon auf zahlreiche internationale Wettbewerbserfolge verweisen. Außerdem haben elf der jugendlichen Teilnehmer schon eigene Kompositionen vorzuweisen!

Beweisen müssen die Pianisten ihr Können an einem Wettbewerbsrepertoire, das altersgemäß ausgewählt wurde und neben einem Schwerpunkt auf dem Klavierwerk Franz Liszts die traditionellen Stilepochen einbezieht. Als Besonderheit wird in der zweiten Runde beider Alterskategorien entweder eine eigene kleinere Klavierkomposition bzw. Improvisation oder aber der Vortrag eines Kammermusikwerks gemeinsam mit einem Streicher oder Bläserschüler des Musikgymnasiums verlangt.

Beide Wettbewerbsrunden und das Preisträgerkonzert am 1. März 2005 finden im Großen Saal des Musikgymnasiums Belvedere statt und Zuhörer sind herzlich willkommen!

Links:
Homepage der Hochschule Franz Liszt in Weimar.
Klavierstücke von Franz Liszt zum Anhören.
Mehr über das Leben Franz Listzs und seine Kompositionen und Werke

-ab-24.02.05 Text / Fotos: Porträt Franz Liszt: http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Liszt; Piano und Metronom: CD Corbis, Musical Instruments.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt