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John Lennon - Musiker, Ikone, Friedensaktivist

Berühmte Personen

John Lennon - Musiker, Ikone, Friedensaktivist

Sänger, Komponist, Filmemacher, Maler, Friedensaktivist - John Lennon steht bei seinen Fans nicht nur der legendären Musik wegen hoch im Kurs. Der "Beatle" aus Liverpool - jahrelang Gallionsfigur der populärsten Band der Musikgeschichte - galt als unglaublich aktiver und kreativer Kopf, machte allerdings auch wegen zahlreicher Drogenexzesse und der skandalträchtigen Beziehung mit Ehefrau Yoko Ono von sich reden.


John Lennon kam am 9. Oktober 1940 zur Welt. Weil seine Mutter 1958 bei einem Autounfall tödlich verunglückte, verbrachte er den Rest seiner Jugend im Haus seiner Tante Mimi. Musikalisch wurde der junge Brite vom Rock'n'Roll geprägt. Vor allem Elvis Presley war sein großes Idol und weckte schließlich auch den Wunsch selbst ein Popstar zu werden.

Die "Beatles" werden geboren

1955 gründete er die Band "The Quarry Men", aus denen 1962 die "Beatles" hervorgingen. Neben John Lennon (Leadgesang, Gitarre, Banjo) gehörten von Anfang an George Harrison (Gitarre, Gesang) und Paul McCartney (Bass, Klavier, Gesang) zur Originalbesetzung. Zwei ehemalige Bandkollegen schieden 1960 aus der Gruppe aus und Schlagzeuger Ringo Starr gesellte sich dazu - die "Beatles" waren geboren.


Ein geniales Komponistenduo

Die Liverpooler Pilzköpfe sorgten nicht nur durch ihren revolutionären Musikstil, sondern auch durch ihr unangepasstes Äußeres für Furore. Sie waren in den 60er Jahren der letzte Schrei bei der Jugend und echte Elternschrecks. John Lennon stach schnell als Führungsfigur der Gruppe heraus, obwohl Paul McCartney den gleichen Anteil am musikalischen Erfolg der Gruppe hatte. Die meisten Songs komponierten Lennon und McCartney gemeinsam.

Zahlreiche Soloprojekte

Während die "Beatles" unangefochten die Hitparade dominierten und ihre Fans bei Konzerten zum Ausrasten brachten, machte John Lennon nebenbei mit einigen Soloprojekten auf sich aufmerksam. Er veröffentlichte Kurzgeschichten, die er selbst illustrierte, spielte eine Nebenrolle in einem Antikriegsfilm und nahm mit seiner künftigen Ehefrau, der japanischen Avantgarde-Künstlerin Yoko Ono, elektronische Musikcollagen auf. Die Ehe mit Yoko Ono, geschlossen 1969 auf Gibraltar, war Lennons zweite. Aus erster Ehe hatte er Sohn Julian, heute selbst Musiker.


Mit Yoko Ono für den Frieden

Zusammen mit Yoko begann für John Lennon eine neue Phase seines Lebens. Die beiden produzierten gemeinsam Musik und Filme, veranstalteten Kunstausstellungen und setzten sich für Liebe und Frieden auf der Welt ein. Berühmt wurden sie für ihre so genannten "Bed-ins", bei denen sie im Bett liegend, umgeben von Blumen, Plakaten und Kameras Interviews gaben und damit ihre Friedensbotschaft wirkungsvoll transportierten. Da sich John Lennon immer mehr seiner Frau und der gemeinsamen Arbeit widmete, bedeutete das langfristig das Aus der "Beatles", die sich 1975 nach längeren Auseinandersetzungen endgültig trennten.

Lange Haare und Nickelbrille

In den 70er Jahren - John Lennon hatte inzwischen lange Haare und Nickelbrille zum Markenzeichen erkoren - startete der Brite noch einmal eine erfolgreiche Solokarriere und brachte Klassiker wie die Friedenshmyne "Imagine" heraus. Wie auch der Mensch John Lennon, so waren auch viele seiner Lieder politisch und machten sich unter anderem für Bürgerrechte und gegen den Krieg stark.


Von verrücktem Fan ermordet

Nach einem kurzen Absturz mit Alkohol- und Drogenexzessen und der zwischenzeitlichen Trennung von seiner Frau 1974 kehrte John Lennon 1975 zu Yoko Ono zurück. Ein Jahr später kam der gemeinsame Sohn Sean auf die Welt. Sein letztes Album produzierte der Ex-Beatle 1980, kurz vor seinem Tod. Am 8. Dezember wurde er in New York vor dem Dakota Building von einem verrückten Fan erschossen - im Alter von nur 40 Jahren. Der Mann hatte ihn um ein Autogramm gebeten, bevor er ihn mit einer Pistole niederstreckte.

Gedenkstätte im Central Park

Noch heute gibt es die so genannten "Strawberry Fields", einen Abschnitt im Central Park, wo Fans zum Gedenken an ihr Idol Blumen und Kerzen ablegen. Auch Yoko Ono sorgt bis heute dafür, dass ihr Mann unvergessen bleibt. Seit John Lennons Tod beschäftigt sie sich damit, sein künstlerisches Schaffen zu erhalten und bisher unveröffentlichtes Material zu verbreiten.

Nic - 05.10.2005 / Abbildungen: Erinnerungen an John Lennon, John Lennon- Die New Yorker Jahre; Paul Saltzmann: Die Beatles in Indien, alles Schwarzkopf und Schwarzkopf, Die Ballade von John und Ono. Das letzte große Interview, Hannibal Verlagsgruppe Koch.

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