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Johannes Brahms Leben für eine poetische Musik

Berühmte Personen

Johannes Brahms Leben für eine poetische Musik

Johannes Brahms wurde am 7. Mai 1833 im Hamburger Gängeviertel, heute würde man sagen den Slums, geboren. Er stammt aus einer Bauern- und Handwerkerfamilie. Brahms gilt als pianistisches Wunderkind, das schon mit 10 Jahren die ersten öffentlichen Konzerte gibt. Durch Stundengeben, als Tanzmusiker oder als Theaterpianist muss er schon als Jugendlicher seine Familie ernähren.

Lebenslange Freundschaft und Liebe

Im Jahr 1853 macht Brahms eine schicksalhafte Begegnung. Er lernt die Musiker bzw. Komponisten Robert und Clara Schumann in Düsseldorf kennen. Nach Schumanns Tod, der Brahms bei seiner Karriere entscheidend half, wird aus der Freundschaft zu Clara eine stille Liebe.

Karriere in Wien

Das Jahr 1862 ist für Brahms von entscheidender Bedeutung, er zieht um nach Wien. Brahms hat den Hamburgern nie vergessen, dass diese ihm niemals eine Stelle als Dirigent der Hamburger Philharmonischen Konzerte anvertrauten. Die Wiener hingegen erkennen ziemlich schnell, wer da aus dem Norden Deutschlands zu ihnen gekommen ist. 1863 übertragen sie ihm die Leitung der Wiener Singakademie. Aber Brahms ist nicht für die notwendigen Verwaltungsaufgaben geschaffen. Nach nur einem Konzertwinter bittet er um seinen Rücktritt.

Musikreisen durch Europa

Seine letzten Konzertreisen als Pianist finden von 1865 bis 1868 statt. Sie führen ihn nach Österreich-Ungarn, Schweiz, Holland, Dänemark und in quer durch Deutschland. In der Mitte der siebziger Jahre steht Brahms schließlich auf dem Höhepunkt seines Ruhmes.

Nie mehr Geldsorgen

Seine Werke verkauften sich so gut, dass der Komponist ein ansehnliches Vermögen ansammeln kann, das ihm finanzielle Unabhängigkeit ermöglicht. Johannes Brahms ist nun freischaffender Künstler. Bis in die neunziger Jahre unternimmt er zahlreiche Konzertreisen als Interpret und Dirigent seiner eigenen Werke.

Verlorener Lebenswille

1896 stirbt Clara Schumann. Brahms reist sofort nach Frankfurt, kommt aber zu spät zur Beerdigung. Er ist tief erschüttert über den Tod der über alles geliebten lebenslangen Freundin. Als er nach Wien zurückkehrt, ist er ein gebrochener Mann. Am 3. April 1897 stirbt Johannes Brahms an Leberkrebs. Die feierliche Beisetzung findet am 6. April statt. Er wird auf dem Zentralfriedhof in Wien beerdigt. Dort ruht Brahms in direkter Nähe zu Ludwig van Beethoven und Franz Schubert.

Musik im Netz

Brahms gilt heute als der erste bedeutende Sinfoniker nach Beethoven. Seine Kompositionen umfassen Orchester-, Gesangs-, Kammer-, Klavier- und Orgelmusikwerke, Chorgesänge, Duette und Klavierlieder. Damit ihr euch besser vorstellen könnt, was für Musik Johannes Brahms geschrieben hat, findet ihr hier einige Hörbeispiele.

7.5.03/sw / -jj- Bilder: PD

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