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Jodie Foster: Hollywoods cleveres Multitalent

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Jodie Foster: Hollywoods cleveres Multitalent

Ehrgeizig, ehrgeiziger - Jodie Foster! Der Erfolg als exzellente Schauspielerin ist Hollywoods Vorzeige-Intellektueller schon lange nicht mehr genug. Seit einigen Jahren arbeitet die Absolventin der Elite-Universität Yale auch erfolgreich als Produzentin und Regisseurin und ist nebenbei stolze Mutter von zwei Söhnen. Hut ab vor einem echten Multitalent.


Jodie, wie Alicia Christian Foster, seit jeher von ihren Geschwistern genannt wird, ist quasi am Filmset aufgewachsen. Wie viele andere Kinderstars in Los Angeles geboren (19. Nov 1962), wirkte sie bereits im Alter von drei Jahren in ihrem ersten Werbespot mit. Dank dem eisernen Management ihrer karrierebewussten Mutter Brandy folgten bald weitere TV-Auftritte des talentierten Mädchens.

Ein Filmdebüt mit Folgen

Ihre erste ernsthafte Filmrolle brachte Teenager Jodie auf Anhieb eine Oscar-Nominierung ein. Damals brillierte die Vierzehnjährige als frühreife Prostituierte in Martin Scorseses Drama Taxi Driver (1976). Jodie Fosters Kinodebüt sollte fünf Jahre später noch einmal für Schlagzeilen sorgen. 1981 verübte ein fanatischer Fan ein Attentat auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan nach eigener Aussage, weil er dem angebeteten Star aus seinem Lieblingsfilm imponieren wollte.

No press please!

Damals stürzte sich die Presse auf Jodie. Als sie schließlich sogar Morddrohungen erhielt, zog sich die junge Literaturstudentin völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Diese schlimme Erfahrung hat Jodie Foster bis heute gelehrt, ihre Intimsphäre nach außen völlig abzuschirmen. Ob sich die bewusst alleinerziehende Mutter tatsächlich zu Frauen hingezogen fühlt und ihre beiden Kinder das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung sind? Darüber kann die Klatschpresse nur spekulieren. Jodie Foster selbst gibt zu derartigen Gerüchten keine Stellungnahme ab.

Talent siegt vor Schönheit

Ende der 80er Jahre feierte Superhirn Jodie ein aufsehenerregendes Leinwand-Comeback. Für die überzeugende Darstellung eines Vergewaltigungsopfers in Angeklagt erntete die 140-IQ-Frau gleich mehrere Preise, unter anderem den Golden Globe und den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle. Dabei wäre ihr der Part fast durch die Lappen gegangen. Der Produzent hielt Jodie für zu dick, um die Rolle der Sara Tobias glaubwürdig zu spielen. Erst als Kollegin Kelly McGillis drohte, aus dem Projekt auszusteigen, bekam Foster den Zuschlag.

Clever kommt weiter

Ihre bislang einprägsamste und intensivste Leistung als FBI-Agentin Clarice Starling in dem Kultschocker Das Schweigen der Lämmer wurde erneut mit den beiden wichtigsten amerikanischen Filmpreisen belohnt. Wieder einmal hatte Jodie Foster bewiesen, dass die zweite Wahl eigentlich die erste ist. Denn ursprünglich wollte Regisseur Jonathan Demme die Hauptrolle mit Blondine Michelle Pfeiffer besetzen.

Vor und hinter der Kamera

In den 90ern verfolgte Jodie Foster ihre Karriere unermüdlich weiter und testete sich in alle möglichen Richtungen aus. 1992 gründete die Schauspielerin ihre eigene Produktionsfirma und legte mit Das Wunderkind Tate ein eindrucksvolles Regiedebüt hin. Seit dem ist sie immer wieder abwechselnd vor und hinter der Kamera tätig. Zuletzt überzeugte die Selfmade-Frau in dem nervenaufreibenden Psychothriller Panic room. In ihrem neuesten Film "Flightplan" geht es erneut spannend zu, diesmal hoch über den Wolken in einem Jumbo-Jet.

Nic - 19.11.2002 / Buchcover: Egmont vgs Verlag

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