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James Dean - Hollywoods sensibler Rebell

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James Dean - Hollywoods sensibler Rebell

Er war Hollywoods junger Rebell und brachte die Mädchen in den 50er Jahren reihenweise um den Verstand: James Dean. Als er im Alter von nur 24 Jahren in seinem Sportwagen tödlich verunglückte, hatte er gerade einmal drei Filme abgedreht. Dennoch ist er bis heute eine Ikone geblieben, die, was ihren Starkult betrifft, vielleicht noch mit Marilyn Monroe zu vergleichen ist.


Schon zu Lebzeiten war James Byron Dean - geboren am 8. Februar 1931 - das Idol der jungen Generation. Auf der Leinwand wie im wahren Leben verkörperte er die Revolte der Jugend gegen die bestehenden Werte der Erwachsenen. Über den Tod ihres Filmhelden waren viele Fans so erschüttert, dass sie sich selbst reihenweise das Leben nahmen.

Sensibel und talentiert

James Dean galt als außergewöhnlicher Schauspieler, sensibel, extrem talentiert und auch noch überaus attraktiv. Mehrfach hatte sich der Sohn eines Zahntechnikers erfolglos um Rollen in Hollywood beworben. Doch um im Filmgeschäft Fuß zu fassen, musste er den Umweg über die Bühne gehen. Das passende Handwerkszeug eignete sich Dean in einer Schauspielschule in Los Angeles sowie am berühmten Actor`s Studio von Lee Strasberg in New York an. Bereits als Jugendlicher hatte er den Preis als "Bester Schauspielschüler" des Staates Indiana gewonnen.


Vom Broadway nach Hollywood

Als Hauptdarsteller eines Broadway-Theaterstücks wurde James Dean dann von Regisseur Elia Kazan entdeckt, der den jungen Wilden vom Fleck weg für seine Verfilmung des Roman-Klassikers "Jenseits von Eden" engagierte. Schon dieser erste Kinoauftritt als junger, aufbegehrender Farmerssohn Cal, der sich vergeblich nach der Liebe seines Vaters sehnt, darin aber nicht gegen seinen angepassten Bruder bestehen kann, brachte James Dean Weltruhm ein.

Das Idol einer Generation

Mit "Denn sie wissen nicht was sie tun" wurde James Dean endgültig zur Kultfigur. In der Rolle des jungen Jim Stark, der fürchtet, einmal so spießig zu werden wie sein Vater, schlägt er immer wieder über die Stränge. Bis heute wird der Schauspieler mit dem Streifen von Nicolas Ray am meisten identifiziert, denn er verkörpert darin die Nöte jeder jungen Generation: die Suche nach Anerkennung und Liebe, ständiger Ärger mit den Eltern und natürlich Liebeskummer.


Zwei Oscar-Nominierungen

In seinem letzten Film "Giganten", der kurz vor seinem tragischen Unfall abgedreht wurde, zeigt James Dean noch einmal die ganze Palette seines schauspielerischen Könnens. Zurecht wird er für die Darstellung eines rebellischen Emporkömmlings in der Ölbranche für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert, übrigens ebenso für "Giganten".

Stierkampf bis Autorennen

James Dean war neben der Schauspielerei überaus vielseitig interessiert. Er lernte boxen, fechten, tanzen, singen, nahm Klavier- und Gitarrenunterricht und ließ sich im Tennis und sogar im Stierkampf ausbilden. Seine ganz große Leidenschaft waren allerdings schnelle Autos, mit denen er sogar selbst an Rennen teilnahm. Die Fahrt in seinem silbergrauer Porsche Spider sollte James Dean dann auch an jenem 30. September 1955 zum Verhängnis werden.

Leben auf der Überholspur

Zugegeben - James Dean führte ein Leben auf der Überholspur. Er galt als sprunghaft, neurotisch und unberechenbar. Doch heute weiß man, dass er nicht wegen überhöhter Geschwindigkeit verunglückte, obwohl das immer wieder behauptet wird. James Dean konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, als ihm ein entgegenkommender Wagen die Vorfahrt nahm. Er rammte den PKW frontal und brach sich dabei das Genick. Sein Tod löste unter den Fans eine Massenhysterie aus.


Fotos sind Kult

Viele von euch haben vielleicht nie einen Film mit James Deans gesehen. Fotos und Plakate kennt ihr aber bestimmt. Die haben wir dem Fotografen Dennis Stock zu verdanken. Der reiste mit dem ruhelosen Rebellen zu den Orten, die ihn am meisten prägten: New York, Hollywood und seine Geburtstadt Fairmont/Indiana. In dieser Zeit entstanden die beeindruckenden, überwiegend schwarz-weißen Bilder, die bis heute untrennbar mit dem Mythos James Dean verbunden sind.

Nic - akt. 9.2.2011 / Abbildungen: Axel Arens: James Dean - Photographien, Schirmer/Mosel; DVD: Denn sie wissen nicht was sie tun; DVD Jenseits von Eden; Jens Stock: James Dean. Bilder einer Legende. Knesebeck

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