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Hergé - der geistige Vater von Tim und Struppi

Berühmte Personen

Hergé - der geistige Vater von Tim und Struppi

Hergé heißt mit bürgerlichem Namen George Remis. Er kommt am 22. Mai 1907 in Belgien zur Welt. Als 1914 der 1. Weltkrieg ausbricht ist er 7 Jahre alt. Er wächst im besetzten Brüssel auf und spielt wie alle Kinder dieser Zeit auf den Straßen.


Die Erlebnisse aus dieser Zeit spiegeln sich später in einigen seiner Abenteuergeschichten wieder.

Erste Bildergeschichten

Schon seine Schulhefte sind übersät mit Zeichnungen. Hergés erste Bildergeschichte handelt von deutschen Spionen.

1924 zeichnet er mit "Les Aventures de Totor" seine erste Bildergeschichten-Serie, in der er im Laufe der nächsten Jahre immer häufiger auf Elemente amerikanischer Zeitungs-Strips zurückgreift. Zum ersten Mal tauchen Sprechblasen in seinen Zeichnungen auf. Totor gilt als Vorläufer von Tim.

Geburtsstunde eines Helden

Am 10. Januar 1929 ist die Geburtsstunde von Tim und Struppi. Der belgische Originaltitel lautet: "Tintin, Reporter du Petit Vingtiéme, au Pays de Soviets".

Aufgrund der großen Popularität, die Tim und Struppi" genießen, werden die Abenteuer des Reporters und seines Foxterriers ab 1930 jeweils als Album herausgegeben.

Der 2. Weltkrieg unterbricht die Arbeit an den Comicgeschichten um den mutigen Reporter und seinen kleinen, weißen Hund. Das "Tim und Struppi"-Abenteuer "Im Reiche des Schwarzen Goldes" läuft noch bis zum 8. Mai 1940 weiter, bleibt dann aber ebenfalls zunächst unvollendet liegen.

Jetzt wirds bunt


Während des Krieges gibt es kaum Papier und so bittet ihn sein Verleger, den Umfang der Alben zu reduzieren, dafür sollen die bisher schwarzweißen Comics in Zukunft farbig gedruckt werden. Hergé musste, um den plötzlich gestiegenen Arbeitsaufwand zu bewerkstelligen, erstmals Assistenten beschäftigen.

Nach dem Krieg werden die Geschichten um Tim und Struppi immer erfolgreicher: Die farbigen "Tim und Struppi"-Alben verkauften sich besser als die schwarzweißen.

Hergé selbst arbeitet an jedem neuen Abenteuer gründlicher als zuvor. Die Recherchen nehmen immer größeren Raum ein. All das führte 1950 zur Gründung des Studios Hergé.

Klare Linien und Farben

Hergé wird mit seinen klaren und schnörkellosen Zeichnungen zum einflussreichsten Comic-Künstler Europas. Er stirbt 1983 an einer schweren Krankheit.

In seinem Testament verfügt Hergé, dass "Tim und Struppi" von keinem anderen Zeichner weitergeführt werden dürfe. Eine letzte, vor seinem Tod nicht mehr fertig gestellte Geschichte mit dem Titel "Tim und die Alpha-Kunst" wird 1986 als Fragment veröffentlicht.

Tim & Struppi

Das abenteuerlustige Gespann kommt auch den vertracktesten Geheimnissen auf die Spur. Es gibt kaum eine Gegend der Erde, in der sie nicht schon gefährliche Situationen zu meistern hatten. Zusammen mit ihren Freunden, dem unentwegt fluchenden Kapitän Haddock und dem zerstreuten Professor Bienlein, haben sie lange vor Neil Armstrong sogar die ersten Schritte auf dem Mond unternommen.

Noch mehr Tim und Struppi

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-sw- 17.05.02 Bilder: Carlsen Verlag © Hergé/Moulinsart 2003

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