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Halt - Bewegung! So funktioniert Stop-Motion

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Halt - Bewegung! So funktioniert Stop-Motion

Der Puppentrickfilm hat eine fast hundertjährige Geschichte. Damals wie heute begeistern solche Trickfilme Jung und Alt. Das Deutsche Filmmuseum zeigte dazu 2005 die Höhepunkte und ließ die Besucher im Werkstattbereich des Museums bei der Entstehung eines Trickfilms zusehen.

Was ist ein Stop-Motion-Film?

Damit wir einen Film ruckfrei wahrnehmen, müssen pro Sekunde 24 Bilder gezeigt werden. Das Gehirn glaubt dann, eine flüssige Bewegung zu sehen. Bei Zeichentrick und Stop-Motion-Filmen wird jedes dieser Bilder extra aufgenommen. Die Figuren werden jeweils um ein kleines Stück weiterbewegt und ein neues Bild gemacht. So entsteht die Illusion der Bewegung.

In diesem Trickbild erkennt man, dass sich die Position der Puppe von Bild zu Bild leicht verändert. Die Puppe wurde extra für die Ausstellung angefertigt. Im Werkstattbereich des Museums könnt ihr euch selbst als Animateur versuchen. © Deutsches Filmmuseum

Ein Zeichentrickfilm findet nur in zwei Dimensionen, in einer Ebene statt. Die besondere Atmosphäre eines Puppentrickfilms kommt durch die Dreidimensionalität zu Stande. Figuren in einem Stop-Motion-Film können Gelenkpuppen sein oder sie sind aus Knetgummi hergestellt.

Dragon, der kleine blaue Drache aus den Frankfurter Clayart-Studios. Wie ein echter Film braucht auch ein Trickfilm Beleuchtung und Kulissen. © 2004 Cité-Amerique - scopas medien AG - Image plus

Wie bei einem echten Film gibt es ein Bühnenbild, also eine Szenerie, in der der Film spielt. Natürlich ist alles ein wenig kleiner als in einem Hollywood-Studio. Ein Puppentrickfilm kann auch auf einem Küchentisch entstehen.

Seit wann gibt es die Stop-Motion-Filme?

Schon kurz nach der Einführung des Films kam man auf die Idee, auf diese Weise Trickfilme zu machen. Einer der frühesten und wohl bekanntesten ist der Film "King Kong" von Willis O´Brien aus dem Jahr 1932.

Was sind berühmte Puppentrickfiguren?

"King Kong" ist eine der berühmtesten. Und das "Sandmännchen" dürften auch die meisten von euch kennen. Schon seit 1959 schickt es die Kinder in den Schlaf - seit der Wende 1989 bundesweit.

Eine Kombination aus echtem und Trickfilm ist zum Beispiel die Serie "Luzi, der Schrecken der Straße". Zwei kleine Knetgummimännchen spielen zusammen mit einem Mädchen die Hauptrollen. "Luzi..." ist ein Beispiel für Claymation, die Animation von Knetfiguren.

Anders dagegen "Pan Tau". Der Zauberer mit dem Hut wird in den Tricksequenzen von einer Gelenkpuppe dargestellt. Ebenso sind die Monster aus den japanischen Godzillafilmen Gelenkpuppen.

Spanner & Trousers aus der TV-Serie "Creature Comforts". Die beiden stammen aus dem Studio, in dem auch Wallace und Gromit das Licht der Welt erblickten. © Aardman Animation Ltd.

Gibt es auch heute noch Puppentrickfilme?

Auch heute werden noch Stop-Motion-Filme produziert. Zum Beispiel "Hennen rennen" oder die "Wallace und Gromit"-Filme aus den Aardman-Studios. Aber auch in großen Hollywoodproduktionen wie "Terminator" oder "Jurassic Park" kam die Stop-Motion-Technik zum Einsatz.

MATRIX-Held Keanu Reeves ist im Deutschen Filmmuseum zu sehen - allerdings als Karikatur aus der MTV-Serie "Celebrity Deathmatch". © MTV Animation Ltd.

Auf MTV gibt es das "Celebrity Deathmatch", bei dem Prominente aus Knetgummi gegeneinander antreten, ein weiteres Beispiel für Claymation.

In den letzten Jahren hat sich dank des Internets ein neues Hobby verbreitet, die so genannten "Brickfilms". Das sind Stop-Motion-Filme, bei denen alles aus Lego-Steinen besteht. Im Internet findet ihr viele Tools ("Hilfsprogramme"), mit denen ihr selbst Trick- und Brickfilme erstellen könnt.
  
Links:

Die Homepage des Deutschen Filmmuseums

Bei http://www.stopmotionfilm.de findet jedes Jahr ein Trickfilmwettbewerb statt. Außerdem könnt ihr die (kurzen) Filme der letzten Jahre anschauen.

Auf http://www.trickfilmwelt.de findet ihr ausführliche Informationen zu vielen Trickfilmserien

Hier findet ihr Anleitungen, wie ihr selbst "Brickfilme" machen könnt.

Text: -jj-/6.7.2005; Bilder mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Filmmuseums FfM; Sandmännchen © rbb Rundfunk Berlin Brandenburg;

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt