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Gustav Klimt: Ein Maler, der die Frauen künstlerisch verewigte

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Gustav Klimt: Ein Maler, der die Frauen künstlerisch verewigte

Gustav Klimt wird 1862 in Wien geboren. Im Alter von fünfzehn Jahren tritt er in die Wiener Kunstgewerbeschule ein. Eigentlich soll er Zeichenlehrer werden, doch einer seiner Lehrer erkennt sein Talent.

Klimts künstlerische Entwicklung

In seiner Anfangsphase als Maler arbeitet Gustav Klimt mit seinem Bruder Ernst sowie Franz Matsch eng in einer Ateliergemeinschaft zusammen. Sie kreieren Bühnenvorhänge, dekorative Wände und Deckengemälde. Vor allem die Theaterarchitekten Fellner und Helmer erteilen ihnen Aufträge. Sie arbeiten für das Burgtheater und im Kunsthistorischen Museum in Wien.
Bild: Adele Bloch Bauer

1893 beginnt Gustav Klimt, alleine zu arbeiten. Noch vor der Jahrhundertwende entwickelt er seinen unnachahmlichen Stil.

Klimt und die Frauen


Um 1900 erschafft er mit seinen ornamentalen Frauenportraits einen neuen Bildtypus. Byzantinische Muster werden die Grundlage der formelhaften Klimt Ornamente, die er mit Gold, Silber und leuchtenden Farben aufwendig gestaltet.

Die Frauen besetzen nun das Zentrum seiner Kunst. Seine Portraits reichen von historistischen über allegorische und mythologische zu erotischen und klassischen Frauenbildnissen. Wie Judith I (siehe das Foto) zeigt, erhebt Klimt Frauen zu Ikonen.

Klimt und seine Eigenarten

Neben den Frauen liebt Gustav Klimt vor allem Katzen und Blumen. Er besitzt bis zu acht Stubentiger auf einmal und pflegt einen kleinen Blumengarten, den er direkt neben seinem Atelier angelegt hat.

Außerdem mag Klimt gutes Essen und Geselligkeit. Er verspeist bis zu drei Portionen auf einmal. Seine Abende verbringt er gerne in Künstlerkneipen und beim Kegeln.

Klimt zieht sich zurück

Anfang des 20. Jahrhunderts zieht sich der Maler weitgehend vom öffentlichen Leben zurück und arbeitet nun fast nur noch für private Kunden. Der Staat kauft allerdings weiterhin Werke von ihm.

Klimt fördert den Nachwuchs

Im Jahr 1907 kommt der junge Egon Schiele erstmals in Klimts Atelier. Ein Jahr später unterstützt er Oskar Kokoschka und die Expressionisten, die erstmals ihre Werke in Wien ausstellen. Klimts Spätwerk sind Gemälde mit abstrakten und expressionistischen Elementen. Er stirbt am 6. Februar 1918, im Alter von nur 56 Jahren.

-sw- 12.7.02 Abbildungen: Ausstellungskatalog

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