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Günther Jauch: Der TV-Tausendsassa wird 55

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Günther Jauch: Der TV-Tausendsassa wird 55

Günther Jauch wurde im Juli 1956 an einem Freitag, den 13. geboren. Als Pechvogel kann man den Millionenmann von RTL aber nicht gerade bezeichnen. Mittlerweile ist der Tausendsassa des deutschen Fernsehens derart beliebt, dass ihn die Mehrzahl der Bundesbürger laut einer Umfrage sogar gerne als Kanzler sehen würden.

Jauch, der aus einer Hamburger Kaufmannsfamilie stammt, kam in Münster als Sohn des bekannten Journalisten Dr. Ernst-Alfred Jauch zur Welt. Den hoch gebildeten Vater hat er stets als sein großes Vorbild beschrieben.

Aufgewachsen ist der berühmte Showmaster dann in Berlin, wo er am altsprachlichen Gymnasium sein Abitur mit einem Schnitt von 3,1 ablegte.

Die mäßige Note hinderte ihn aber nicht daran, in den nächsten Jahrzehnten eine wahre Traumkarriere hinzulegen, die 1976 beim Bayerischen Rundfunk begann.

Zunächst holte sich Günther Jauch sein berufliches Rüstzeug an der Münchner Journalistenschule, die er mit 19 als jüngster Schüler aller Zeiten abschloss. Danach studierte er einige Semester an der Ludwig-Maximilian-Universität Politik und Neuere Geschichte.

Weil er aber ein lukratives Angebot als Hörfunkmitarbeiter bekam, kehrte Jauch dem Hörsaal bald den Rücken. Nach zwei Jahren als freier Mitarbeiter und Sportmoderator bei RIAS Berlin, wechselte Deutschlands TV-Liebling in die Sportredaktion des BR.         

Ähnlich wie sein Freund und Weggefährte Thomas Gottschalk, mit dem Jauch 1985 bis 1989 die B3 Radioshow (wochentags von 14 bis 16 Uhr Gottschalk, von 16 bis 17:30 Jauch) moderierte, traf er mit seiner locker-unverbrauchten Art den Nerv der Zeit.

Bekannt wurde das Duo vor allem durch seine gegenseitigen Sticheleien, die immer kurz vor 16 Uhr stattfanden, wenn Jauch schon ins Studio kam, um den Kollegen abzulösen. Die Sendung besitzt bei Radiohörern von damals noch heute Kultstatus. 

Mit 29 wechselte Günther Jauch ins TV-Geschäft und moderierte zunächst die beliebte Diskussionsrunde für Jugendliche Live aus dem Alabama im Bayerischen Fernsehen.

Bei der Funkausstellung 1987 in Berlin wurde der Münsteraner mit dem spitzbübischen Grinsen, der wieder im Doppelpack mit Tommy auftrat, erstmals einem größeren Publikum bekannt. Ein Jahr später war er schon Gastgeber des Aktuellen Sportstudios und präsentierte die Show Menschen im ZDF.

1990 folgte der Wechsel zu RTL. Inzwischen ist der wandlungsfähige Journalist zu einer Gallionsfigur des Senders geworden. Er moderiert nicht nur erfolgreich Stern TV, sondern Vierschanzentournee der Skispringer und die Fußball-Championsleague. Auch bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 war die Allzweckwaffe von RTL als Gastgeber im WM-Studio Einsatz.

Spontaneität, tiefgründiger Wortwitz und ein flottes Mundwerk sind schon immer die ganz großen Trumpfkarten von Günther Jauch. Als Real Madrid 1998 gegen Borussia Dortmund im Championsleague-Finale spielte, zog Jauch moderationstechnisch alle Register seines Könnens.

Gemeinsam mit Marcel Reif überbrückte er 76 Minuten bis zum Spielbeginn, weil aufgrund von Publikumstumulten ein Tor umgestürzt war (O-Ton Jauch: Für alle, die sich erst jetzt zugeschaltet haben das erste Tor ist bereits gefallen). Das bescherte Traumquoten, die höher waren als später während des Spiels selbst.

Auch wenn Jauch als Quizmaster in den Ring steigt, können sich Pilawa & Co. warm anziehen. Die gewöhnliche Ratesendung wird durch seine schlagfertige und charmante Art zum TV-Ereignis, dass bis zu zwölf Millionen Menschen drei Mal die Woche vor den Bildschirm lockt.

2001 wurde Günther Jauch mit dem Grimme-Preis für sein Lebenswerk geehrt. Darüber hinaus hat der smarte 55jährige sämtliche Fernsehpreise gewonnen, die man sich nur erträumen kann. 2000 gründete er auch seine eigene Produktionsfirma i & u TV.   

Wenn Günther Jauch mal nicht gerade im TV zu sehen ist, lebt er mit seiner Gattin Thea, zwei leiblichen Kindern sowie zwei Adoptivtöchtern aus Russland in seiner Potsdamer Villa.

Für seine Wahlheimat setzt sich Jauch, der sich selbst als Wossi bezeichnet, mit allen Kräften ein. Das Geld, das er mit Werbung verdient, spendet er ausschließlich für wohltätige Zwecke. So hat er zum Beispiel maßgeblich dazu beigetragen, dass das Potsdamer Stadtschloss renoviert werden konnte.

Nic 12.07.2006 / Fotos: www.i-und-u.tv         

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