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Gelingt Italien die Revanche?

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Gelingt Italien die Revanche?

Nach dem enttäuschenden Abschneiden der Italiener bei der WM 2010 in Südafrika, wo man bereits in der Vorrunde ausschied, will der Weltmeister von 2006 in diesem Jahr wieder zurück auf Europas Fußballthron. Gelingt Italien die Revanche?

 Ein bisschen Geschichte


Der italienische Fußballverband (FIGC) wurde 1898 in Turin gegründet und ist seit 1905 Mitglied der FIFA. Bei den ersten beiden der insgesamt 17 WM-Teilnahmen wurde Italien gleich zweimal Weltmeister. Nur zweimal konnte man sich nicht qualifizieren. 1982 gewann man gegen Deutschland im Finale den dritten Titel und 2006 ergatterte Italien den vierten. 2010 war für den Titelverteidiger jedoch schon in der Vorrunde Schluss.

Bei Europameisterschaften sieht die Bilanz nicht ganz so glorreich aus. Der bisher einzige Titel stammt aus dem Jahr 1968. Damals gewannen die Italiener gegen Jugoslawien erst im Wiederholungsspiel. 2008 in Österreich und der Schweiz mussten sie sich bereits nach dem Viertelfinale gegen den späteren Europameister Spanien geschlagen geben.


Gianluigi Buffon ist Kapitän und mit 113 Länderspielen Italiens erfahrenster Spieler.



Die Squadra Azzurra

Der Spitzname "Squadra Azzurra" bedeutet sinngemäß "Azurblaue Mannschaft" und rührt von den azurblauen Trikots her, die die Italiener traditionell tragen. Rekordnationalspieler Italiens ist Fabi Cannavaro. Er wurde seit 1997 132 Mal eingesetzt. Rekordtorschütze ist mit 35 Treffern Liugi Riva, der 1968 mit der Mannschaft Europameister wurde.

Insgesamt wurden 30 Spiele zwischen Deutschland und Italien ausgetragen, darunter zwei WM-Halbfinale und das WM-Endspiel 1970. Italien gewann 14 dieser Duelle, neun Mal endeten sie unentschieden und sieben Mal war Deutschland siegreich. Besonders in Erinnerung geblieben ist das WM-Halbfinale 2006, als Italien in der Verlängerung mit 3:1 gewann und später Weltmeister wurde.


Seit 2010 trainiert Cesare Prandelli die Squadra Azzurra.

Der Trainer

Nach den enttäuschenden Ausscheiden der Italiener bei der WM 2010 in der Vorrunde übernahm Cesare Prandelli. Der 54-Jährige gewann in seiner aktiven Zeit mit Juventus Turin drei Meisterschaften. Seine Trainerkarriere führte ihn zum AC Parma, zu AS Rom und zum AC Florenz, wo er zweimal zu Italiens Trainer des Jahres gewählt wurde.

Der Kader

Rückhalt im Tor der Italiener ist Kapitän Gianluigi Buffon. Der 34-Jährige von Juventus Turin ist der erfahrenste Spieler der Italiener und zählt zu den besten Keepern der Welt. Schon seit Jahrzehnten hat Italien zurecht den Ruf, sehr defensiv zu spielen und ein unangenehmer Gegner zu sein, was sich bis heute gehalten hat.

Giuseppe Rossi spielt in Spanien bei Villareal und soll im Sturm für Tore sorgen.



Das Mittelfeld wird von Daniele de Rossi von AS Rom zusammengehalten. Auch Riccardo Montolivo (AC Florenz) und Alberto Aquilani (AC Mailand) sollen im Kreativzentrum die Bälle verteilen. Im Sturm soll Giuseppe Rossi von spanischen FC Villareal für Torgefahr sorgen. Er wird unterstützt von Antonio Cassano (AC Mailand) und Alberto Gilardino (Genua).

Gelingt Italien die Revanche?

Die Italiener haben natürlich nicht mehr den überragenden Kader von 2010 mit Cannavaro oder Totti. Dennoch haben sie viel Qualität in ihren Reihen. Die Gruppe C mit Spanien, Irland und Kroatien sollten sie deshalb überstehen können und hinter Titelverteidiger Spanien ins Viertelfinale einziehen. Viel weiter als bis dahin wird es für die Squadra Azzurra aber wahrscheinlich nicht reichen.


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Text: Jan Wrede, Fotos: Flagge: (pd), Logo: Italian Football Federation ®, Prandelli: Wetto (cc-by-sa 2.5), Buffon: Ricardo Vicario (cc-by-sa 3.0), Rossi: Laia (cc-by-sa 2.0)

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt