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Felix Mendelssohn Bartholdy - ein musikalisches Wunderkind

Berühmte Personen

Felix Mendelssohn Bartholdy - ein musikalisches Wunderkind

Vor 200 Jahren, am 3. Februar 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy geboren. Früh stellte sich heraus, dass er ein Wunderkind war, denn schon im Alter von neun Jahren begann er, als Konzertpianist aufzutreten. Als Dirigent, Komponist und Gründer der ersten Musikhochschule Deutschlands machte er sich einen Namen.

Geboren unter einem berühmten Namen

Am 3. Februar 1809 wurde Felix Mendelssohn Bartholdy als zweites von vier Kindern einer wohlhabenden jüdischen Familie in Hamburg geboren. Sein Vater war Mitinhaber eines großen Berliner Bankhauses, sein Großvater Moses Mendelssohn ein berühmter Philosoph der Aufklärung.

Damals traten viele Juden zum christlichen Glauben über um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Auch Felix' Vater Abraham Mendelssohn ließ seine Kinder taufen und konvertierte selbst später gemeinsam mit seiner Frau zum Christentum. Um diesen Schritt auch äußerlich zu verdeutlichen nahm er den christlichen Namen Bartholdy an, ohne jedoch seinen typisch jüdischen Nachnamen Mendelssohn abzulegen.

Sprechen laufen - musizieren

Von klein auf erhielten er und seine Geschwister Musikunterricht. Ihre Mutter führte sie in die Werke Johann Sebastian Bachs (1685-1750) ein, der zu dieser Zeit von der Öffentlichkeit weitgehend vergessen war.

Eine öffentliche Schule besuchte Felix nie, sondern er erhielt Unterricht von Hauslehrern. Der berühmteste von ihnen war der gefeierte Musikprofessor Carl Friedrich Zelter, der Mendelssohn ab 1817 das Komponieren beibrachte der Junge war da gerade acht Jahre alt.

Rastloses Wunderkind

Als Neunjähriger trat Felix das erste Mal als Konzertpianist auf. Ein Jahr später studierte er bereit Kirchenmusik und begann zu komponieren. Schon innerhalb der ersten zwölf Monate seines Schaffens verfasste er 60 Stücke für Klavier, Violine beziehungsweise Orgel.

Bild: Felix Mendelssohn Bartholdy im Alter von zwölf Jahren.

Im Alter von zwölf Jahren lernte er Johann Wolfgang von Goethe kennen, den er ein paar Tage lang in Weimar zusammen mit seinem Lehrer Zelter besuchte. Im selben Jahr machte er auch die Bekanntschaft mit dem Opernkomponisten Carl Maria von Weber (1786-1826).

1822 verfasste auch Mendelssohn-Bartholdy seine erste Oper Die beiden Neffen oder der Onkel aus Boston, die er an seinem fünfzehnten Geburtstag in seinem Elternhaus gemeinsam mit seinen Geschwistern uraufführte.

In seiner Familie war es nämlich üblich, dass die Kinder unterstützt von Profi-Musikern sonntags Konzerte zu Gehör brachten. Viele der Werke für dieses Privat-Orchester schrieb Felix Mendelssohn-Bartholdy.

In Bachs Fußstapfen

In diesen Jahren unternimmt er auch zahlreiche Konzertreisen durch Frankreich, Italien, England und Schottland. 1826 komponiert er eine Ouvertüre (Eröffnungsstück) zu Shakespeares Sommernachtstraum, mit der er rasch Berühmtheit erlangt. 1829 führt er gegen den Willen seines Lehrers Zelter die gesamte Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach wieder auf, ein gigantisches Unternehmen, an dem ein 158-köpfiger Chor sowie zahlreiche Instrumentalisten beteiligt sind. Das Ergebnis wird begeistert aufgenommen und sorgt dafür, dass die zu dieser Zeit vergessenen Werke Bachs wieder gespielt werden.

Bild: Das Leipziger Gewandthaus

Er wird 1833 städtischer Musikdirektor in Düsseldorf, zwei Jahre später Kapellmeister im Leipziger Gewandhaus wie 100 Jahre vorher sein Vorbild Johann Sebastian Bach. 1843 gründet er hier auch das Konservatorium die erste Musikhochschule Deutschlands. Mittlerweile ist er einer der berühmtesten lebenden Komponisten in Europa. Als gefragter Dirigent reist er viel. Nebenbei komponiert er Hunderte von Werken, von Opern über Sinfonien und Konzerten bis hin zu geistlichen und weltlichen Liedern.

Früher Tod

Bild: Cécile Mendelssohn Bartholdy

Sein kometenhafter Aufstieg hat jedoch einen hohen Preis. Sein Gesundheit ist ernsthaft beeinträchtigt und er hofft sich auf einer weiteren Reise nach England zu erholen. Bei seiner Heimkehr erfährt er, dass seine geliebte Schwester Fanny gestorben ist. Obwohl er sich aus dem öffentlichen Leben zurückzieht erholt er sich nicht wieder und erleidet am 28. Oktober 1847 einen Schlaganfall. Nach einem weiteren Schlaganfall stirbt er am 5. November 1847 im Alter von nur 38 Jahren. Er hinterlässt seine Frau Cécile Charlotte Sophie mit fünf Kindern.

Seine  Musik gehört zur Epoche der Romantik. Mehr über Komponisten, Maler und Autoren dieser Zeit lest ihr in den unten verlinkten Artikeln.  

Text: Liane Manseicher, 02.02.09; Bilder: Gemälde als Zwölfjähriger und als Erwachsener: pd; Leipziger Gewandthaus, Gemälde von Felix Mendelssohn Bartholdy: pd; Gemälde Cécile Charlotte Sophie: pd.

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