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Fête de la Musique

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Fête de la Musique

Die Fête de la Musique verbindet die Menschen in mehr als 340 Städten weltweit, darunter sind 24 Städte und Gemeinden in Deutschland. Der französische Kulturminister Jack Lang hat das Fest 1982 ins Leben gerufen. Inzwischen ist daraus der Internationale Tag der Musik geworden.

Jeder kann mitmachen und es kostet keinen Eintritt, denn alle Musiker treten ohne Honorar auf so die Idee des französischen Kulturministers Jack Lang. Die erste offizielle Fête de la Musique fand am 21. Juni 1982 in Paris statt. Im Laufe der bald drei Jahrzehnte ist das Musikfest immer populärer geworden. Ob Amateur oder Profi, E(rnst) oder U(nterhaltend), zu erleben ist Musik aller Stilrichtungen und Genres, elektronisch verstärkt oder akustisch, open air wie auch indoor, in den Straßen oder on stage.

Europa-Tage der Musik

Die erste deutsche Stadt, die die Idee der Fête de la Musique aufnahm, war München im Jahr 1985. Allerdings wollte man nicht nur an einem Tag musizieren und feiern, und so sind die "Europa-Tage der Musik" entstanden. Vom 18. Juni bis 10. Juli 2011steht Bayern bereits zum 24. Mal ganz im Zeichen dieser Veranstaltung. Mehr als 300 Konzerte stellen Laien und Profis in dieser Zeit unter das Motto Musik schafft Freunde und unterstreichen durch unterschiedliche Musikprogramme und Konzertformen ihrer Verbundenheit zu Europa. Die Veranstaltung ist nicht mehr nur allein auf München beschränkt, sondern findet in ganz Bayern statt. Die zentrale Abschlussveranstaltung der Europa-Tage der Musik 2009 findet in Aschaffenburg statt.
Die eigentliche Fête de la Musique wird in München seit 2007 am 21. Juni von 16 bis 24 Uhr im Institut français gefeiert. Das ausführliche Programm findest du hier.

Spektakel in der Partnerstadt
 
Als Partnerstadt von Paris präsentiert auch Berlin an diesem Tag seine vielfältige und bunte Musikszene, ergänzt um zahlreiche Gastmusiker. Mehr als 250 Musiker haben sich diesmal beworben, u.a. auch aus England, Spanien, Frankreich und Österreich. Berlin ist begehrt und steht für ein hohes Niveau! Mit 87 Bühnen, etwa 600 teilnehmenden Musikformationen, Solisten und DJs, mit spontaner Straßenmusik und erwarteten 100.000 Besuchern ist die Berliner Ausgabe im Jubiläumsjahr zudem die größte Fête de la Musique in Deutschland.

Fête de la Nuit

Die Bundeshauptstadt macht die kürzeste Nacht des Jahres zum Musik-Ereignis. Caféinhaber, Clubbesitzer, Firmen, Vereine, Fach- und Hochschulen, Bezirksämter und Privatpersonen bieten Musikerinnen und Musikern auf 80 Open Air-Bühnen und in 7 Indoor Locations der Fête de la Nuit (ab 22 Uhr) ein Podium. Von Klassik bis Jazz, Pop, Reggae oder Ska , Chormusik, Weltmusik oder Folklore für jeden ist etwas geboten, zum Hören, Sehen, Mitsingen oder Tanzen.

Musik und Politik

Erstmals dabei ist das Auswärtige Amt am Werderschen Markt in Berlin-Mitte. Auf der Bühne des verglasten und somit wetterfesten Lichthofes können Jazz-begeisterte Besucher die Schaltzentrale der bundesdeutschen Außenpolitik einmal in einem anderen Rahmen erleben.
Sand und Musik - das klingt nach Strand, zu finden bei Sandsation, der Sandskulpturen-Ausstellung am Hauptbahnhof. Zwischen den eindrucksvollen Exponaten wird Musik erklingen und alle Besucher in sommerliche Hochstimmung versetzen.

Buntes Kinderprogramm

Wie in vielen anderen Städten gibt es auch in Berlin ein Kinder- und Familienprogramm zur Fête de la Musique. Als erfahrener Partner widmet sich u.a. der Abenteuerspielplatz Kollwitzstr. 37 in Prenzlauer Berg mit der Bühne Fette Musike dieser Zielgruppe. Ein umfangreiches Kinder-Programm bietet auch die Britzer Mühle in Neukölln und nutzt dies zugleich als Benefizaktion für ein Kinder- und Jugendprojekt. Förderband e.V. wiederum gibt den Teenagern mit seiner Jugend-Brunnen-Bühne am Bahnhof Gesundbrunnen ein Podium.

Überall Musik

Die anderen deutschen Städte veranstalten erst seit wenigen Jahren eine Fête de la Musique: Kamenz seit 2001, Görlitz seit 2002, Potsdam seit 2004, Stuttgart und Weingarten seit 2005, Saarbrücken und Weimar seit 2006, Dresden, Greifswald, Leipzig und Halle an der Saale seit 2007, Darmstadt, Essen, Hannover, Homburg, Lübeck, Magdeburg und Meiningen seit 2008. Hanau, Quedlinburg, Rostock und Wolfenbüttel sind in diesem Jahr erstmals dabei.

Text: RR, 15. 6. 2009, Fotos: Guillaume Paumier (Jack Lang) Cc-by-sa-2.5, FDM Berlin: David Heerde (Akkordeonspieler Ulrich Kothlow), Henrike Mayer (Straßenmusik-Schriftzug, Band mit Publikum, Cello mit Kind)

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt