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European Songcontest 2004: Max singt für uns in Istanbul

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European Songcontest 2004: Max singt für uns in Istanbul

Germany - 12 points, Deutschland - 12 Punkte! Das würden sich viele deutsche Grand-Prix Fans natürlich wünschen, wenn am 15. Mai das Finale des European Song Contest über die Bühne geht. Für Deutschland am Start: Max Mutzke.

Seit fast 50 Jahren ist der Grand Prix d`Eurovision de la Chanson ein Quotenrenner im TV. Fernsehzuschauer aus ganz Europa fiebern mit, welcher Interpret in diesem Jahr den besten aktuellen Song präsentiert. Am 15. Mai findet die Endausscheidung in Istanbul (Türkei) statt also wie es die Regeln vorsehen in der Heimat des Vorjahressiegers, in diesem Fall Sängerin Sertab. Fernsehsender aus 41 Staaten werden das Großereignis live übertragen.

Alles begann 1956

Die Entstehungsgeschichte der Gesangswettbewerbs geht auf das Jahr 1956 zurück. Damals hatten einige TV-Stationen Europas die Idee, ein europaweites Programm auszustrahlen. Durch die Zusammenarbeit konnte man einerseits billiger produzieren, auf der anderen Seite aber auch ein großes Publikum erreichen. Das erste Ereignis, das Fernsehzuschauer in ganz Europa live mitverfolgen konnten, war 1953 die Krönungszeremonie von Königin Elisabeth I. .

Eurovision

Heute ist die Zusammenarbeit des Netzwerks der Europäischen Rundfunkstationen - Eurovision unerlässlich für den ständigen Austausch von Nachrichten und Programmen. Mit Hilfe von bis zu 30 digitalen Kanälen werden täglich Tausende von Beiträgen für Nachrichtensendungen sowie Kultur- und Sportprogramme (z.B. Olympische Spiele, Fußball-WM) zur Verfügung gestellt.

24 Interpreten am Start

Seit seiner Premiere 1956 in Lugano findet der Grand Prix d`Eurovision großen Anklang bei Zuschauern und Teilnehmern. Im Laufe der Jahre wurde das Wettbewerbsfeld so groß, dass nur noch 24 Startplätze zur Verfügung gestellt wurden. Zwar ist jeder Mitgliedsstaat des Netzwerks der Europäischen Rundfunkstationen grundsätzlich teilnahmeberechtigt, doch inzwischen müssen die Länder mit den schlechtesten Finalteilnehmern ein Jahr pausieren.

Keine Jury mehr

Die nationale Auswahl des Songs, der schließlich am Grand-Prix-Finale teilnehmen soll, bleibt jedem Land selbst überlassen. Oft findet ein so genanntes Tele-Voting statt, d.h. die Zuschauer wählen per Telefon einen Siegertitel. Auch beim Song Contest selbst entscheidet das Fernsehpublikum seit 1999 über Sieg und Niederlage. In den Jahren zuvor wurden Punkte von einer internationalen Jury verteilt, was oft den Verdacht aufkommen ließ, dass sich befreundete Länder gegenseitig die Punkt zuschieben.

Televoting

Doch auch bei der Abstimmung durch die TV-Zuschauer geht es mit Sicherheit nicht ganz objektiv zu. Erfahrungsgemäß halten insbesondere die Länder des ehemaligen Jugoslawiens und Skandinaviens eng zusammen und vergeben hohe Wertungen an ihre Nachbarstaaten.

Freie Sprachwahl

1999 wurde beim Song Contest Finale in Jerusalem eine weitere entscheidende Änderung eingeführt: die freie Sprachwahl. D.h. die Künstler müssen seitdem nicht mehr zwingend in der eigenen Landessprache singen. Viele Nationen greifen auf diese Möglichkeit zurück und singen ausschließlich auf Englisch, da dies die geläufigste und am meisten verstandene Sprache im europäischen Raum ist. Die kulturelle Vielfalt des Wettbewerbs ist dadurch natürlich etwas verloren gegangen.

Gute Chancen ür Max

Auch in diesem Jahr wird der deutsche Beitrag auf Englisch gesungen. Und die Fans hoffen natürlich auf einen Sieg für Max. Die Chancen stehen nicht schlecht für den 22jährigen mit der Ausnahmestimme. Mit dem Titel Can`t wait until tonight belegte der Schützling von Stefan Raab, der beim Casting in der Sendung tv total entdeckt wurde, wochenlang Platz 1 in den deutschen Charts. Und sollte es tatsächlich für den Sieg reichen: Gemeinsam mit Stefan Raab hat Max bereits die Zugabe in türkischer Sprache vorbereitet.

Deutschland siegte nur einmal

Der letzte und bislang einzige Sieg beim Grand Prix liegt übrigens schon 22 Jahre zurück. 1982 gewann überraschend die 17jährige Sängerin Nicole mit "Ein bisschen Frieden", eine Komposition von Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel, der in diesem Jahr den Titel für Malta produziert hat.

Nic 13.05.2004 / Abbildung: European Song Contest online

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