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EM 2008: Russland qualifiziert, Schweden raus

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EM 2008: Russland qualifiziert, Schweden raus

Eigentlich ging es um nichts, aber ein bisschen eben um die Ehre. Doch am Ende verlor der amtierende Europameister Griechenland auch das letzte Gruppenspiel gegen Spanien mit 1:2. Spanien tritt nun im Viertelfinale gegen Italien an. Bei Russland gegen Schweden ging es um den Einzug ins Viertelfinale. Die Russen spielten gegen die einfallslosen Skandinavier besser und gewannen die Russen verdient mit 2:0. Im Viertelfinale treffen sie auf die Niederlande.

Gruppe D: 3. Spieltag



Griechenland - Spanien: 1:2


Lange war das Spiel in Salzburg ziemlich glanzlos. Spaniens Trainer Luis Aragones hatte gleich zehn Mann im Vergleich zum vorhergehenden Spiel ausgetauscht. So mussten die Spanier erst ihren Rhythmus finden. Die Griechen blieben lange blass, bis sie vor der Pause das 1:0 erzielten. In der 2. Hälfte hatten sich die Spanier eingespielt, entwickelten mehr Druck und Torgefahr. Am Ende langte es zu einem 2:1 für Spanien und ein glanzloses Aus für den Europameister.


Während die Spanier immer wieder andeuteten, zu welch schnellen Spielzügen sie durchaus in der Lage waren, wurden die Griechen vor allem bei Standards gefährlich. Aus dem Spiel heraus ließen sie jeglichen Spielwitz und Kombinationen vermissen. Nach und nach fand sich die neuformierte spanische Mannschaft besser und kam in der um die 20. Minute auch zu einigen besseren Chancen durch Cesc Fabregas und den sehr gut spielenden Mittelfeldspieler Xabier Alonso, der auch immer wieder mit guten Weitschüssen für Gefahr sorgte.

Dennoch waren es aber die Griechen, die in der 43. Minute das 1:0 erzielten. Georgios Karagounis zirkelte einen Freistoß genau auf den hochgewachsenen Stürmer Angelos Charisteas, der das erste - und dann auch das einzige - Tor der Griechen bei dieser EM per Kopf erzielte.

Auch nach der Pause spielten die Spanier besser und wieder war es Xabier Alonso (Foto), der in der 54. Minute mit seinem Fernschuss knapp am Pfosten scheiterte. Die Spanier wurden jetzt imer stärker und bemühten sich um den Ausgleich. Die Griechen waren zu passiv und mussten so mit ansehen, wie sie mit drei Spielzügen ausgekontert wurden: Cesc Fabregas spielte einen Steilpass auf Daniel Guiza, der legte mit dem Kopf für Ruben de la Red auf und der verwandelte mit einem Volleyschuss mit rechts in der 61. Minute zum 1:1.

In der Folge waren die Spanier besser, konnten aber eingie gute Chancen nicht zum Abschluss bringen. So dauerte es bis zur 89. Minute, bis Sergio Garcia im Strafraum auf Daniel Guiza spielte, der der griechischen Abwehr entwischt war und zum verdienten 2:1 für Spanien einköpfte.

Die Spanier treffen am 22. Juni um 20.45 Uhr im Wiener Ernst-Happel-Stadion nun auf den amtierenden Weltmeister Italien. Griechenland und sein Trainer Otto Rehhagel fahren nach enttäuschenden Gruppenspielen wieder nach Hause.

 


Russland - Schweden: 2:0


Schweden wäre mit einem Unentschieden weiter gewesen, aber die Russen spielten von Beginn an auf Sieg. Die Mannschaft von Trainer Guus Hiddinck konnte wieder auf Stürmer Andrey Arshavin zählen und gewann verdient mit schnellem Fußball gegen träge, einfallslose Schweden mit 2:0.

In Russlands Aufstellung gab es zu dem vorhergehenden Spiel nur eine Änderung in der Startelf, aber die sollte sich bezahlt machen: Stürmer Andrey Arshavin (Foto) durfte nach abgesessener Sperre wieder in den Angriff. Schwedens Trainer Lars Lagerbäck vertraute auf dieselbe Elf wie im Spiel gegen Spanien.

Die Russen spielten von Anfang offensiv, allerdings hielt die schwedische Abwehr zunächst gut dagegen. In der 12. Minute hatten die Schweden nach einem Freistoß durch einen Kopfball von Zlatan Ibrahimovic die erste Chance - es sollte für lange Zeit die letzte gute Szene der Schweden im Angriff bleiben. die Russen erspielten sich mehr und mehr zwingende Torchancen, mit schnellen Pässen in den Lauf der Stürmer. So lag das 1:0 förmlich in der Luft. In der 24. Minute war es schließlich Roman Pavlyuchenko der nach toller Vorarbeit von Abwehrspieler Aleksandr Anyukov den schwedischen Torhüter überwand. 1:0 für Russland.

Im Anschluss hatten die Schweden durch ihren "Altstar" Henrik Larsson die große Chance auszugleichen. Doch der Stürmer traf per Kopf nur das Lattenkreuz. Nun entwickelten sich Torchancen auf beiden Seiten, wobei sich der russische Torhüter Igor Akinfeev kurz vor der Pause noch zweimal beweisen konnte. Mit 1:0 ging es in die Pause.

Geschickt störten die Russen das schwedische Aufbauspiel und konterten. In der 50. Minute war es Yurij Zhirkov, der in den Strafraum auf Andrey Arshavin passte. Der Stürmer verwandelte mit rechts zum 2:0. Mit dieser Führung im Rücken ließen es die Russen nun etwas ruhiger angehen, doch die Schweden hatten nicht mehr genügend Kraft um dem Spiel nochmals eine Wendung zu geben. Immer wieder setzten die Russen schnelle Konter und erspielten sich noch einige sehr gute Chancen - allein sie machten kein Tor mehr.

Hochverdient gewann die Mannschaft von Trainer Guus Hiddinck das Spiel. Im Viertelfinale treffen die Russen nun auf die Niederlande, was vor allem für den Trainer eine besondere Partie sein dürfte, da er gegen seine Landsleute antreten darf. Das Spiel um den Einzug ins Halbfinale findet am 21. Juni um 20.45 in Basel statt.

-ab-19.06.2008 Text / Fotos: Flaggen:wasistwas.de, A. Arshavin + Xabier Alonso: kicker.de, Guus Hiddinck: russischer Fußballverband, Otto Rehhagel: griechischer Fußballverband.

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