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EM 2008: Poldi mit zwei Toren, Österreich startet mit Niederlage

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EM 2008: Poldi mit zwei Toren, Österreich startet mit Niederlage

Endlich hatte das Warten ein Ende. Der Start in die EM brachte der deutschen Nationalmannschaft ein positives Erlebnis: Sie gewann nicht nur 2:0, sie zeigte über weite Strecken auch ein schnelles, attraktives Spiel. Gastgeber Österreich musste dagegen eine 0:1 Niederlage gegen Kroatien einstecken. Dabei wäre fast in der letzten Minute noch ein Unentschieden gelungen.

Gruppe B:


Österreich - Kroatien: 0:1
Die Österreicher hatten sich vorgenommen, erst einmal für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Aus einer sicheren Abwehr wollten sie die Kroaten auskontern. Doch dieses Vorhaben war schon nach 4. Minuten dahin, als Ivica Olic im Strafraum gefoult wurde und Luka Modric den gegebenen Elfmeter sicher verwandelte. Wer nun dachte, dass die technisch überlegenen Kroaten die Österreicher an die Wand spielen, der hatte sich getäuscht. Zwar standen die Kroaten hinten sicher, kamen auch selbst nicht wirklich in Gefahr, doch schafften sie es nicht aus ihren Vorteilen und ihren Torchancen auch Zählbares zu erarbeiten.

In den zweiten 45. Minuten versuchte das österreichische Team von Trainer Josef Hickersberger den Anschlusstreffer zu erzielen. Sie wirkten frischer als die Kroaten, aber es fehlte häufig an der nötigen Präzision der Pässe und Schüsse. Die Gastgeber erspielten sich nur wenige gute Torchancen, die besten gegen Ende der Partie. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Roman Kienast die beste aller Chancen, doch er köpfte knapp am Tor vorbei. So holte sich die kroatische Mannschaft von Trainer Slavan Bilic den ersten Sieg, muss sich aber noch gewaltig steigern, wenn sie ihren Ansprüchen als selbsternannter Geheimfavorit gerecht werden will.


Deutschland - Polen: 2:0 - Poldi doppelter Torschütze

Viel wurde über die Aufstellung spekuliert, mit der Bundestrainer Joachim Löw ins Turnier starten wollte. Am Ende entschied er sich für Clemens Fritz und ließ Bastian Schweinsteiger zunächst auf der Bank. Clemens Fritz bewies mit viel Lauffreude und guten Flanken, dass er zurecht zum Einsatz kam.

Sehr offensiv war die Mannschaft ausgerichtet, mit Miroslav Klose und Mario Gomez im Sturm, dahinter Lukas Podolski und Clemens Fritz. Im Mittelfeld sollte Kapitän Michael Ballack die Fäden ziehen, was ihm aber nur in der ersten Halbzeit gelang, in der zweiten verursachte "Il capitano" einige Fehlpässe. Dafür sprang Torsten Frings in die Bresche, verstärkte nach hinten die Abwehr und trieb das Spiel immer wieder nach vorne an. In der Abwehr setzte der Bundestrainer auf Philipp Lahm, der fast an seine Weltmeisterschaftsleistung vor zwei Jahren anknüpfen konnte, sowie auf Per Mertesacker, Christoph Metzelder sowie Marcell Jansen. Im Tor stand Jens Lehmann, der zunächst wieder etwas verunsichert wirkte, mit der Zeit aber zum sicheren Rückhalt der Mannschaft wurde.

Gleich zu Beginn, in der ersten Minute, kamen die Polen durch Jacek Krzynowek zu einer Riesenchance, weil die Innenverteidigung und Lehmann sich nicht einig waren. Doch der Pole, der für den VfL Wolfsburg spielt, war zu überrascht und vergab. Danach wurden die Deutschen immer sicherer und spielten vor allem über Clemens Fritz und Lukas Podolski schnell über die Flügel. Durch einen präzisen Pass von Ballack in die Spitze kamen in der vierten Minute die Deutschen zu ihrer ersten großen Chance. Klose und Gomez gingen allein auf's Tor - verfehlten aber. Doch das Spiel nahm noch weiter an Fahrt auf. In der 20. Minute hebelte schließlich Mario Gomez mit einem Pass auf Klose die Abwehr aus und dieses Mal passte die Nummer 11 genau richtig auf Lukas Podolski, der das 1:0 machte. Zunächst hatte die deutsche Mannschaft alles im Griff, doch das polnische Team von Leo Beenhakker kam immer wieder gefährlich auf's Tor - doch auch die Deutschen wollten noch einen Treffer nachlegen. Zur Pause stand es dennoch 1:0.

In der zweiten Hälfte ließ sich das deutsche Team immer mehr zurückdrängen. Die Polen, deren Kapitän Maciej Zurawski für Roger Guerreiro ausgewechselt worden war, drückten immer mehr. Gerade über die Seite von Marcell Jansen kamen einige gefährliche Flanken in den Strafraum. Schließlich wechselte Löw Bastian Schweinsteiger für den entkräfteten Clemens Fritz ein. Doch auch wenn die Polen die Ballhoheit hatten - die besseren Möglichkeiten hatten die Deutschen etwa durch einen Fernschuss von Michael Ballack in der 70. Alles klar machte dann wieder Lukas Podolski als er in der 72. Minute den Ball ins Tor hämmerte. Zuvor hatte Bastian Schweinsteiger den Ball im Strafraum erobert, auf Klose vorgelegt, der vorbeitrat und so den Weg für "den Hammer" von Podolski freimachte.

Am Ende stand es 2:0, das deutsche Team hat einen guten Start hingelegt, mit einer Schwächephase, aber ohne Gegentor. Das baut sicher vor allem die oft gescholtene Abwehr und Torhüter Jens Lehmann auf.

-ab-09.06.2008 Text / Fotos: Adidas: L. Podolski auf dem Fahrrad, HSV: I. Olic, DFB: C. Fritz, L. Podolski, ÖFB: J. Hickersberger.

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