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Elisabeth Taylor: Vom Kinderstar zur Filmdiva

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Elisabeth Taylor: Vom Kinderstar zur Filmdiva

Ein Phänomen: Obwohl ihr letzter Auftritt in einem ernst zu nehmenden Film über 35 Jahre zurück liegt, genießt Elizabeth Taylor noch immer fast den gleichen Starruhm wie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den sechziger Jahren.

Damals wurde Liz Taylor für "Telefon Butterfield 8" (1960) und "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" (1966) mit den Oscars als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Ehrgeizige Pläne

Als Tochter amerikanischer Eltern wurde Liz Taylor am 27. Februar 1932 in London geboren. Sobald sie laufen konnte, bekam sie Ballettunterricht. Bereits mit 3 Jahren trat sie mit ihrer Ballettgruppe für der königlichen Familie auf. Die Eltern wollten aus ihrer Tochter unbedingt eine Primaballerina machen, doch dann kam der Zweite Weltkrieg. Die Familie zog nach Los Angeles.


Vom Kinderstar zur schönsten Frau der Welt

Mit zehn stand die kleine Elizabeth in einem "Lassie"-Film zum ersten Mal vor einer Kamera. Mit 15 wurde sie in in einer Zeitschrift als "schönste Frau der Welt" gefeiert.

Den Durchbruch schaffte dann die 18jährige als Filmtochter von Spencer Tracy in "Vater der Braut", wo sie eine selbstbewusste junge Frau spielte. Mit diesem Film wurde sie über Nacht zum Idol aller Teenager.

Ernstzunehmende Schauspielkunst

Echtes Können zeigte Elizabeth Taylor an der Seite von James Dean in "Giganten" (1955) und neben Paul Newman in "Die Katze auf dem heißen Blechdach" (1958).

Bei ihrem wohl bekanntesten Streifen, dem Monumentalfilm "Cleopatra" (1963) sorgte sie vor allem wegen ihrer Gage von einer Million Dollar für Aufsehen. Das war die höchste Gage, die eine Schauspielerin jemals bekommen hatte.

Die große Liebe

Während der Dreharbeiten zu Cleopatra lernte die Taylor ihren zukünftigen Mann, den Schauspieler Richard Burton kennen. Die beiden begannen eine heiße Affäre und heirateten schließlich.

In den 60er Jahren drehte das Paar fast ausschließlich zusammen, insgesamt acht Filme. Einer dieser Filme, Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, brachte Liz Taylor ihren zweiten Oscar ein.

Taylor/Burton führten über zehn Jahre lang die Schlagzeilen der Regenbogenpresse an. Die Alkoholexzesse der beiden führten zu heftigen Handgreiflichkeiten und herzergreifenden Versöhnungen.

1974 ließen sich die beiden schließlich scheiden. Ein Jahr später heirateten sie ein zweites Mal. Diesmal hielt die Ehe nur zwei Jahre.

Acht Hochzeiten und ein Todesfall

Liz Taylor war insgesamt acht Mal mit sieben Männern verheiratet. Mit 18 stand sie das erste Mal mit dem Hotelerben Nicholas Conrad Hilton vor dem Traualtar.

1952 heiratete sie den britischen Schauspieler Sir Michael Wilding. Diese Ehe dauerte vier Jahre und brachte zwei Söhne hervor.

Ihr dritter Ehemann war der Filmproduzent Mike Todd, mit dem sie Töchterchen Elizabeth hatte. Die Ehe galt als glücklich. Doch 1958 starb Todd bei einem Flugzeugunglück.

Trost sucht sie bei ihrem Trauzeugen Eddie Fisher, von dem sie sich für Richard Burton scheiden liess. Sechster Ehemann wurde der Anwalt und Politiker John Warner Taylor, siebter und bisher letzter Gatte wurde der 20 Jahre jüngere Bauarbeiter Larry Fortensky. Doch auch diese Ehe ist mittlerweile geschieden.

Ikone der Klatschpresse

Obwohl sie kaum noch Filme dreht, und wenn, dann belanglose Massenware, blieb sie ein Liebling der Klatschpresse.

Durch ihr Engagement für die AIDS-Hilfe und ihre Freundschaft mit Pop-Ikone Michael Jackson blieb sie im Gespräch.

Dass ihre Erfahrungen schon lange nicht mehr ihr allein gehören, musste Elizabeth Taylor zuletzt 1995 erfahren, als sie gegen die unautorisierte Verfilmung ihres Lebens durch einen amerikanischen Fernsehsender klagte. Vergeblich, schließlich sei sie eine Person der Zeitgeschichte, befanden die Richter.

-sw- 15.2.02 Foto: Film! Das 20. Jahrhundert. Prestel Verlag, München.

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