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Die Spannung steigt: Die Viertelfinalpartien

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Die Spannung steigt: Die Viertelfinalpartien

Acht Mannschaften haben es geschafft und spielen nun im Viertelfinale um den Einzug ins Halbfinale. Am 30. Juni 2006 stehen zwei Spiele auf dem Programm: Deutschland - Argentinien (17.00 Uhr, Berlin) und Italien - Ukraine (21.00 Uhr, Hamburg) Am 01. Juli treffen aufeinander: England - Portugal (17.00 Uhr, Gelsenkirchen) und Brasilien - Frankreich (21.00 Uhr, Frankfurt a.M.) Hier eine kleine Rück- und Vorschau:

Es wird spannend und für viele sind die Spiele kaum zu tippen. Hier bekommt ihr ein paar Infos zu den vier Partien der besten Acht bei dieser WM:



Deutschland - Argentinien

Für viele das erhoffte Endspiel, doch leider treffen die beiden Mannschaften nun schon im Viertelfinale aufeinander. Während vor der WM nicht allzu viele auf Deutschland als Endspielteilnehmer tippten, gilt Klinsmann's Truppe nach ihren tollen Leistungen nun als einer der Favoriten auf den Titel. Argentienen gehörte schon vor der WM zu den Titelaspiranten. Ungeschlagen und mit viel Selbstbewusstsein versucht das deutsche Team endlich einen der namhaften Mannschaften zu besiegen. Ein Vorhaben, das den Deutschen schon seit 18 Spielen gegen große Mannschaften nicht mehr gelungen ist.

Jürgen Klinsmann setzt auf seine Stammelf. Kein Wunder, nach der spielerisch und taktisch tollen Leistung beim 2:0 gegen Schweden. Wenn die Mannschaft mit Jens Lehmann im Tor wieder so konzentriert, konditiosstark, ideenreich, flexibel und selbstbewusst aus der Kabine kommt, hat sie tatsächlich auch Argentinien nicht zu fürchten. Bei den Deutschen sind alle fit und nur Torsten Frings ist mit einer Gelben Karte vorbelastet.

Auch bei der argentinischen Mannschaft stehen alle Spieler zur Verfügung. Nur die Abwehrspieler Juan Pablo Sorin und Gabriel Heinze haben schon eine Gelbe Karte auf ihrem Konto. Die Argentinier, die sich in Herzogenaurach auf das Spiel in Berlin vorbereiten, setzen weiterhin auf ihren schnellen Angriff. Und sie sind fest überzeugt davon, dass sie das erste Tor machen können - und damit schon eine Entscheidung herbeiführen. Das Spiel wird übrigens vom slowkaischen Unparteiischen Lubos Michel gepfiffen.

Spannend wird es allemal ab 17.00 Uhr in Berlin. Und ganz sicher stehen die euphorischen Fans wieder hinter ihrer deutschen Mannschaft - vielleicht ein ganz großer Vorteil?



Italien - Ukraine

Beide Mannschaften haben sich bei ihrem Achtelfinale nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Die Italiener siegten gegen den Außenseiter Australien in der Nachspielzeit durch einen fragwürdigen Elfmeter mit 1:0. Die Urkainer schafften es gegen harmlose Schweizer selbst in der Verlängerung nicht ein Tor zu erzielen und kamen nach dem kläglichen Elfmeterschießen der Eidgenossen mit 3:0 weiter. Doch nun werden die Karten neu gemischt.

Bei den Italienern müssen zwei Spieler wegen Platzverweises zuschauen: Mittelfeldspieler Daniel de Rossi und Abwehrhüne Marco Materazzi. Außerdem fehlt Abwehrspieler Alessandro Nesta wegen einer Leistenverletzung. Auch die Ukrainer müssen auf zwei Spieler verzichten: Stürmer Andrey Voronin und Abwehrspieler Dmytrp Chigrynsykiy fehlen wegen Oberschenkelproblemen. Während die Ukrainer aber ohne Gelbe Karten in das Spiel gehen, müssen bei den Italienern Gianluca Zambrotta, Ivan Gattuso und Fabio Grosso aufpassen, da sie schon Gelb vorbelastet sind.

Will die Ukraine den abwehrstarken Italienern etwas entgegensetzen, werden sie sich gewaltig steigern müssen. Allen voran der ukrainische Topstar Andriy Shevchenko, der sein Geld in der italienischen Liga verdient und den Gegner hervorragend kennt. Aber "Sheva" allein, zumal so wie er bisher gespielt hat, wird den Italienern nicht gefährlich werden können. Man darf gespannt sein, ob die Italiener wieder aus der sicheren Abwehr heraus auf Konter warten oder selbst das Heft in die Hand nehmen. Auf jeden Fall sind sie die Favoriten in dieser Partie, die in Hamburg ausgetragen wird.



England - Portugal

Im Achtelfinale schalteten die Englländer nach mäßigem Spiel die Ecuadorianer mit 1:0 aus. David Beckham machte bei über 40 Grad Celsius in Suttgart das entscheidende Tor. Danach musste er sich vor lauter Anstrengung übergeben.

Auch wenn die englische Presse kaum ein gutes Haar an dem englischen Spielmacher ließ. Bisher zeigt die Bilanz, dass ohne den Flanken- und Freistoßspezialisten kaum ein Tor zustande kommt. Im Sturm müssen die Engländer weiterhin auf Michael Owen verzichten, der einen Kreuzbandriss erlitten hat.  Gelb haben die Abwehrspieler John Terry, Jamie Carragher und Torhüter Paul Robinson im letzten Spiel gesehen. Für England ist Portugal so etwas wie ein Angstgegner. Vor allem haben sie auch schlechte Erinnerungen an Portugals brasilianischen Trainer Luiz Felipe Scolari. Denn bei der WM 2002 flogen die Engländer im Viertelfinale gegen Brasilien aus dem Turnier und das wurde damals von Scolari trainiert.

Doch die Portugiesen müssen noch für das katastrophal unfaire Achtelfinale gegen Holland büßen, das sie mit 1:0 gewannen. Sturmwirbel Cristiano Ronaldo muss wahrscheinlich wegen einer Verletzung am Oberschenkel, nach einem bösen Stollentritt eines Holländers noch pausieren. Je Rot sahen der portugiesische Mittelfstratege Deco und Costinha für ihre übertriebenen Fouls. Und auch den Zuschauern werden noch viele Szenen zwischen brutaler Härte, unfairem Spiel und Schauspielerei in Erinnerung geblieben sein. Bei diesem Spiel haben sich beide Mannschaften viele Sympathien verspielt.

Doch auch hier gilt: Gegen England werden die Karten neu gemischt. Mal sehen, wer dieses Mal die Nase vorn hat. Auf jeden Fall bleibt zu wünschen, dass sich die Mannschaften ihrer Stärken erinnern und es dadurch ein ansehnliches und spannendes Spiel wird. Und vielleicht gelingt ja Wayne Rooney sein erstes WM-Tor oder Pauleta zeigt, was er drauf hat, am Samstag um 17.00 Uhr in Gelsenkirchen.



Brasilien - Frankreich

Auch der amtierende Weltmeister hat sich bei seinem Achtelfinalspiel gegen Ghanas trotz des klaren 3:0 Sieges nicht besonders ausgezeichnet. Die Ghanaer konnten einfach ihre Chancen nicht verwerten und ließen sich immer wieder auskontern - da ließ sich der Weltmeister nicht zwei Mal bitten. Doch die Qualität des Spiels war schlecht. Viele Fehler, ein müdes Trainingsgekicke brachte Ronaldinho und Co am Ende eine Runde weiter. Schade für die Fans, die nur manchmal die überragende technische Qualität der Mannschaft aufblitzen sahen. Im Schongang die nächste Runde erreicht - kann man sich da auf die nächste Aufgabe so vorbereiten, dass man sie auch meistert?

Die Franzosen nehmen die Brasilianer, die mit ihrer Stammelf antreten können und kein Spieler verletzt ist, ganz sicher ernst. Schließlich schlugen sie die Südamerikaner im WM-Endspiel 1998 mit 3:0. Und der zweifache Torschütze und Kapitän der Franzosen Zinedine Zidane möchte das bevorstehende Ende seiner Karriere sicherlich noch einmal mit 2 Toren gegen Brasilien krönen.

Die Franzosen schalteten in einem guten Spiel die Spanier mit 3:1 im Achtelfinale aus. Und man hatte das Gefühl, dass dieser Sieg der Mannschaft um den umstrittenen Trainer Raymond Domenech unglaublich Auftrieb gegeben hat. Kaum einer hatte von der als überaltert bezeichneten Truppe viel erwartet. Doch die Mannschaft hat viel technisches Potential und eine hervorragende Abwehr. An einem Willy Sagnol, der im Achtelfinale hervorragend spielte, kann sich auch ein Ronaldo die Zähne ausbeißen und der brasilianische Stürmer würde natürlich nichts lieber tun, als seinen WM-Rekord von 15 Toren noch ein wenig in die Höhe zu treiben.

Am 01. Juli um 21.00 Uhr beginnt das Spiel und nach dem Abpiff werden wir wissen, wer am Ende im Halbfinale steht! Wir hoffen, die besten vier des Turniers!

-ab-30.06.2006 Text / Fotos.

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