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Die Schiedsrichter der WM

Berühmte Personen

Die Schiedsrichter der WM

22 Schiedsrichter und ihre Assistenten sind während der WM-Endrunde im Einsatz. Dazu kommen fünf Reserve- Schiedsrichter, die gegebenenfalls einspringen können. Die 22 Schiedsrichter kommen aus 21 Ländern. Nur Mexiko stellt bei dieser WM zwei Schiedsrichter.

Interessant ist, dass auch so genannte Fußballzwerge, deren Nationalmannschaften bisher international kaum oder gar nicht in Erscheinung getreten sind, bei der WM mit Schiedsrichtern vertreten sind. So zum Beispiel Benin, Jamaica oder Singapur.

Alle Schiedsrichter wurden von der FIFA nach strengen Kriterien ausgewählt. Ihre Leistung wurde über Jahre beobachtet, sie mussten Fortbildungen und körperliche Fitnesstests überstehen um am Ende bei der Endrunde dabei sein zu dürfen.

Wie viel Unparteiische gibt es pro Spiel?

Bei jedem Spiel ernennt die FIFA einen Schiedsrichter, zwei Schiedsrichter-Assistenten, einen vierten Offiziellen (Schiedsrichter) sowie einen fünften Offiziellen (Schiedsrichter-Assistenten). Der vierte und der fünfte Offizielle sind an der Seitenauslinie zugange, in der Nähe der Trainerbänke und so genannten Coaching Zones, also den markierten Bereichen am Spielfeldrand, in denen sich die Trainer bewegen dürfen.

Diese Offiziellen dürfen nicht aus dem gleichen Land kommen, wie die Mannschaften die spielen. Sie dürfen aber auch nicht in der Gruppe pfeifen, in denen ihre Nationalmannschaft spielt. Also Dr. Markus Merk, der deutsche Schiedsrichter, darf sicher kein Spiel der Gruppe A und schon gar nicht ein Spiel mit deutscher Beteiligung pfeifen.

Verletzt sich ein Schiedsrichter kurzfristig vor oder im Spiel, springt für ihn der vierte Offizielle ein.

Regeländerung zur WM

Auf eine Regeländerung sollen die Schiedsrichter besonders achten: Nach einem Pfiff dürfen die Spieler eigentlich den Ball nicht mehr wegschlagen oder sperren. Auch wenn man ihn im Tor untergebracht hat und ihn schnell aus den Maschen holt, gibt das ab jetzt eine Gelbe Karte und zwar wegen Spielverzögerung. Diese neue Regel wird sicher noch für Aufregung während der WM sorgen!

Für Spieler, die gerne ihre Ellbogen zum Einsatz bringen, kann die WM schnell gelaufen sein. Denn wer seinen Gegenspieler mit dem Ellbogen checkt, der muss mit einer Roten Karte rechnen.

Wer vortäuscht gefoult worden zu sein und ein Foul simuliert also eine Schwalbe macht der muss mit Gelb rechnen, egal wo er sich auf dem Platz befindet, also auch in der Abwehr.

Neu: Headsets

Zum ersten Mal bei einer WM tragen die Schiedsrichter ein Mikrophon und sind per Sender direkt mit ihren Assistenten verbunden. So soll die Kommunikation und Verbindung zwischen den Assistenten an der Linie und dem Schiedsrichter auf dem Spielfeld besser und schneller funktionieren.

Mit dabei: Dr. Markus Merk und der Schweizer Massimo Busacca.

37 Jahre alt ist der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca, der mit seinen Assistenten Francesco Buragina und Matthias Arnet mit von der Partie ist. Massimo Busacca spricht fünf Sprachen fließend, was bei solch einem internationalen Großereignis sicher von Vorteil ist. Seit 1999 pfeift Busacca international für die FIFA und war bisher bei den internationalen Jugendwettbewerben im Einsatz, wie der U-16 oder U-18 Europameisterschaft oder der FIFA Jugend-Weltmeisterschaft 2003.

Für Deutschland an der Pfeife: der bewährte Dr. Markus Merk. Nach den Europameisterschaften 2002 und 2004 und der Weltmeisterschaft 2002 ist der 44-jährige auch bei der WM im eigenen Land wieder im Einsatz. Markus Merk, der Doktor kommt von seinem Zahnarztberuf, verlässt sich auch bei dieser WM auf seine Assistenten Jan-Hendrik Salver und Christian Schräer.

Was bekommt ein Schiedsrichter?

Jeder Schiedsrichter und jeder Assistent erhält von der FIFA rund 33 000 Euro plus 100 Dollar Spesen am Tag. Das ist viel Geld, doch die Schiedsrichter tragen mit ihrer Arbeit auch viel zum Ge- oder Misslingen der WM bei. Eine besondere Ehre ist es natürlich für einen Unparteiischen bei den entscheidenden Finalspielen auf dem Platz zu stehen. Ob ihnen das gelingt, hängt von ihrer Leistung während der Endrunde und von den Mannschaften ab, die die Partien gegeneinander austragen. Denn natürlich darf Dr. Markus Merk nicht das Endspiel pfeifen, wenn Deutschland ins Finale kommt genauso wenig wie Massimo Busacca das Spiel leiten darf, wenn die Schweiz das Finale erreicht.

Alle Schiedsrichter, Schiedsrichter-Assistenten, vierten und fünften Offiziellen des Endspiels und des Spiels um Platz drei bekommen von der FIFA eine Auszeichnung.

-ab-08.06.2006 Text / Fotos: Archiv wasistwas.de / Dr. Merk: ab;

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