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Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft

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Die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft

Die Fantasywelle in Hollywood reißt nicht ab: Nach Herr der Ringe und Narnia erobert am 1. März mit Die Brücke nach Terabithia ein weiterer Fantasyklassiker die Leinwand. In dem in Neuseeland gedrehten Kinoabenteuer trefft ihr nicht nur zauberhafte Fabelwesen und nehmt an der traditionellen Schlacht Gut gegen Böse teil, ihr erlebt auch die ganz große Freundschaft zwischen den Kindern Leslie und Jess.

Jess ist in der Schule und der Familie ein totaler Außenseiter. Um wenigstens im Sport Anerkennung zu finden, trainiert er wie ein Besessener. Doch seine neue Mitschülerin Leslie macht ihm einen gehörigen Strick durch die Rechnung. Sie tritt im Wettrennen der Jungen an und gewinnt auch noch! Obwohl Jess zu Beginn sauer ist, der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.



Zwei Außenseiter 

Denn auch Leslie ist Außenseiterin. Weil sie anders ist als die anderen, ausgeflippte Klamotten trägt, zu Hause keinen Fernseher hat, dafür aber umso fantasievollere Geschichten zu erzählen weiß, wird sie schnell als Spinnerin abgestempelt. Für Jess, der sich heimlich für Kunst und Malerei interessiert, öffnet die neue Kameradin allerdings die Tür zu einer ihm bisher verschlossenen Welt.

Auf nach Terabithia!

Bei gemeinsamen Streifzügen jenseits des Fluss erfinden die beiden ihre eigene magische Welt, fernab von Schulstress, Kleinstadtmief und Problemen mit den Eltern: Terabithia! Natürlich herrschen die beiden Freunde als König und Königin über das Reich, müssen gegen monsterähnliche Kreaturen kämpfen und ersinnen Pläne, wie sie ungeliebten Mitschülern das Handwerk legen können.



Ein tragischer Unfall

Doch das kindliche Glück wird zerstört, als sich Leslie ausnahmsweise einmal allein auf nach Terabithia macht. Als Jess von seinem Museumsbesuch mit seiner Kunst- und Musiklehrerin zurückgekehrt, muss er erfahren, dass seine Freundin beim Sturz in den Fluss tödlich verunglückt ist. Für Jess bricht eine Welt zusammen. Doch trotz tieferTrauer gelingt es ihm irgendwann, so viel Kraft und Mut aus seiner Freundschaft zu Leslie zu schöpfen, dass er für seine kleine Schwester und andere Kinder eine sagenhafte Brücke in das Land Terabithia  baut.

Die Autorin: Katherine Paterson


Die Autorin des Fantasyklassikers Katherine Paterson hat mit ihrem Buch selbst einen tragischen Schicksalsschlag in der eigenen Familie verarbeitet. Um ihrem Sohn zu helfen, dessen Freundin von Blitz erschlagen worden war, ersann sie ein zauberhaftes Reich voller Fabelwesen, in dem die beiden Hauptfiguren eine wunderbare Zeit voller Abenteuer verleben. Ihr Sohn sollte 30 Jahre nach Erscheinen des Werks auch das Drehbuch zum Film schreiben.



Vielfach preisgekrönt

Die Brücke nach Terabithia ist gerade im englischen Sprachraum sehr beliebt und wird auch häufig im Schulunterricht eingesetzt. Bereits 1985 wurde das Werk einmal als TV-Mehrteiler verfilmt. Die erste Auflage erschien 1978 und wurde mehrfach preisgekrönt. In Deutschland bekam Katherine Paterson schon so bedeutende Auszeichnungen wie die Hans-Christian-Andersen-Medaille und den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis.

Nic - 28.2.2007 / Fotos: Constantin Film


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