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Die Fußballmacht: der DFB

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Die Fußballmacht: der DFB

Seit der Gründung des DFB 1900 in Leipzig ist der DFB ständig angewachsen. Heute ist er der größte Fachverband im deutschen Sportbund, mit rund 6,27 Millionen Mitgliedern. Dabei war der Anfang des Fußballs in Deutschland gar nicht so einfach.

Wie kam Fußball nach Deutschland?

Ende des 19. Jahrhunderts verbreitete sich Fußball von England ausgehend durch Geschäftsleute, Matrosen und Studenten auch auf das europäischen Festland. Die Schweiz, Spanien aber auch Österreich und Ungarn kamen dazu und auch in Deutschland gründeten sich die ersten Vereine, so 1888 der Fußballclub Germania 1888 in Berlin.

Turner gegen Fußball

Vor allem bei Schülern war Fußball beliebt. Doch sie hatten mit dem Widerstand ihrer Turnlehrer zu kämpfen, die im "rauen und hässlichen" Fußball nur eine "Fußlümmelei" sahen. So war der Fußball an den Schulen zunächst auch noch verboten. Doch dank der Begeisterung von hohen Persönlichkeiten, wie Kronprinz Wilhelm, wurde Fußball immer beliebter, zumal er ab 1910 auch Teil der militärischen Grundausbildung wurde.

Die Gründung des DFB

Im Jahr 1900 wurde er in Leipzig in der Gaststätte "Mariengarten" von 86 Vereinen gegründet. Drei Jahre nach der Gründung wurde schon das erste Endspiel um die deutsche Meisterschaft ausgetragen und es gewann der VfB Leipzig und wurde damit erster offizieller Deutscher Fußballmeister. Fußball gewann immer mehr an Beliebtheit und der DFB wurde immer größer und auch wichtiger.

Aufgaben des DFB

Der DFB organisiert heute einen geregelten Spielbetrieb, macht Spielpläne für die einzelnen Ligen, vom Kinder- und Jugendbereich bis zu den Senioren. Im Jahr 2000 wurde auch der Ligaverband gegründet, der unter dem Dach des DFBs die Verantwortung für die Lizenzligen wie die Bundesliga oder 2. Bundesliga übernimmt. Damit sollte der Profifußball, stärker vom Amateurbereich getrennt werden.

Der DFB bildet die Schiedsrichter aus und stellt sie bereit. Er kümmert sich um die richtige Aus- und Fortbildung von Trainern und Betreuern. Außerdem verwaltet der DFB die Spielerpässe - ohne Spielerpass darf kein Spieler in einem Verein aktiv sein. Er gibt die Bestimmungen vor, nach denen ein Spieler zu einem anderen Verein wechseln darf, bestimmt wie viele Nicht-EU Ausländer in einer Profi-Mannschaft spielen dürfen, welche Strafen es für bestimmte Vergehen gibt, wie die Regeln ausgelegt werden - dies immer auch in Absprache mit der FIFA und der UEFA. Er organisiert den Ligen- und den DFB-Pokal. Er redet auch mit beim Bau von Sportstätten und deren Verwaltung.Der erste große internationale Erfolg des DFB: Der WM-Titel 1954 für die deutsche Nationalmannschaft.

Außerdem kümmert sich der DFB um die nationalen Mannschaften, von den Auswahlteams der Bundesländer bis zu den nach Alter gestaffelten Nationalauswahl-Teams, egal ob männlich oder weiblich sowie um die Talentförderung von jungen Spielern. Er bestimmt auch den Nationaltrainer, die Betreuer und so weiter für die Frauen- und die Männer- Nationalmannschaft und organisiert Länderspiele, Reisen, Trainingslager und Turniere oder Turnierbeteiligungen.

An der Spitze des DFB steht immer ein - oder auch zwei Präsidenten. Derzeit sind dies Gerhard Mayer-Vorfelder, der ehemalige Präsident des VfB Stuttgart und Dr. Theo Zwanziger.

Wie groß ist der DFB heute?

26 010 Vereine und insgesamt rund 6,27 Millionen Mitglieder (2004) zählt der Deutsche Fußball Bund, kurz DFB. Damit ist der Verband deutscher Fußballvereine der größte Fachverband im deutschen Sportbund und einer der größten Mitglieder im Fußball- Weltverband, der FIFA.

Gegliedert ist der Verband, der seinen Sitz in Frankfurt am Main hat, in fünf Regionalverbände (Süd, West, Nord, FRV Südwest und Nordost) mit 21 Landesverbänden (Süd besteht zum Beispiel aus den Landesverbänden Bayern, Württemberg, Baden, Südbaden und Hessen) in denen die über 26 000 Mannschaften spielen, von der Bundesliga bis zu den kleinsten, den Bambini. 75511 Schiedsrichter leiten die Partien in den unterschiedlichen Ligen und Altersgruppen. Der Landesverband mit den meisten Mitgliedern ist Bayern, der kleinste ist Bremen.

Die erfolgrieche Frauen- Nationalmannschaft 2003

Frauen und Fußball

Interessant ist, dass die Zahl der jugendlichen Fußballer und Fußballerinnen gestiegen ist. Über 2 Millionen Jungen und Mädchen unter 18 Jahren kickten 2004 in einem Verein. Und was schätzt ihr, wie viele Frauen sich dem Fußball verschrieben haben? 857 220 weibliche Mitglieder hat der DFB, Tendenz steigend. Kein Wunder, denn die weltmeisterliche Leistung der Fußball-Frauen-Nationalmannschaft hat wohl gerade Mädchen vom Fußball begeistert und sie zum Einsteigen animiert.

Hier geht es zur Homepage des DFB: www.dfb.de. Dort findet ihr auch News zu den Nationalmannschaften, Interessantes über Talentförderung und Trainingsprogramme und mehr über die WM 06.

-ab-26.01.05 Text / Fotos: Screenshot der DFB-Homepage.

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