Archiv

In unserem Archiv findest du die beliebtesten Texte und Kinderfragen aus 15 Jahren wasistwas.de. Klick rein in deine Lieblingsthemen!

"Die Chroniken von Narnia" - ein neues Fantasy-Spektakel

Berühmte Personen

"Die Chroniken von Narnia" - ein neues Fantasy-Spektakel

Mit "Die Chroniken von Narnia - Der König von Narnia" startet am 8. Dezember eines der größten Fantasy-Kino-Abenteuer aller Zeiten. Das siebenteilige Epos aus der Feder von C.S. Lewis ist in der englischsprachigen Welt ein echter Klassiker. Dass die Geschichte bei uns bislang kaum bekannt war, wird sich wohl in den nächsten Tagen rasch ändern. Sollte der Disney-Streifen ein echter Kassenknüller werden, ist die Verfilmung weiterer Bände geplant.


Um es gleich vorwegzunehmen: "Narnia" ist nicht der neue "Herr der Ringe". Zugegeben - es sind einige Parallelen vorhanden. Das liegt aber wohl vor allem daran, dass sich die Schriftsteller C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien kannten, Kollegen, ja sogar Freunde waren, die sich bei ihrer Arbeit unterstützten und gegenseitig beeinflussten. Beide waren zeitgleich Professoren in Oxford und gehörten einem gemeinsamen Literaturkreis an.


Von Tolkien und Caroll inspiriert

So ist es wohl zu erklären, dass Mittelerde und Narnia ähnliche Einwohner beherbergen: Zwerge, Orks & Co. tauchen auf beiden Seiten auf. Und in beiden Werken gibt es eine große dunkle Bedrohung, die bekämpft werden muss. Aber so ist das ja fast in allen Fantasy-Büchern. Die zweite große Inspirationsquelle für C.S. Lewis war allerdings Lewis Carolls Kinderbuch "Alice im Wunderland". Auch hier gelangt ein Menschenmädchen eher zufällig in eine fantastische Welt, trifft allerhand groteske Gestalten, wird Gefahren ausgesetzt und erlebt mehr als ein aufregendes Abenteuer.


Hinter dem Wandschrank

"Die Chroniken von Narnia" beginnt damit, dass ein Kind durch einen alten Wandschrank den Zugang zu einem geheimnisvollen Land entdeckt. Lucy ist, gemeinsam mit ihren drei Geschwistern auf dem Landgut eines schrulligen Professors untergebracht. Dort sollen sie während des Zweiten Weltkriegs vor Bombenangriffen sicher sein. Zunächst halten Susan, Peter und Edmund die Erzählung ihrer Schwester von einem fernen Land für völligen Unfug. Doch dann folgen sie der Kleinen nach Narnia, dessen Schicksal auf geheimnisvolle Art und Weise in ihrer Hand zu liegen scheint.


Vier Kinder als Hoffnungsträger

Das Land wird von der grausamen weißen Hexe Jadis beherrscht. Sie sogt dafür, dass in Narnia ewiger Winter herrscht, es aber kein Weihnachten gibt. Eine uralte Prophezeiung besagt allerdings, dass zwei Töchter Evas und zwei Söhne Adams die Macht erringen werden. Die Kinder merken nur allzu schnell, wer diese vier Menschen sein sollen. Ihre ganze Hoffnung liegt darin den Löwen Aslan zu finden, den rechtmäßigen Herrscher von Narnia.


Gut kämpft gegen Böse

Zwangsläufig wird auch in "Die Chroniken von Narnia" viel gekämpft. Gut und Böse leisten sich erbarmungslose Schlachten mit Schwert, Pfeil und Bogen. Doch insgesamt ist der ab sechs Jahren freigegebene Film - im Gegensatz zu "Herr der Ringe" - weniger brutal und orientiert sich eindeutig an jüngeren Kinobesuchern. Der kindlichen Helden und der vielen märchenhaften Figuren wegen fühlt man sich manchmal an Wolfgang Petersens "Die unendliche Geschichte" erinnert.


Tolle Tricktechnik

Für "Narnia" haben die digitalen Tricktechniker ganze Arbeit geleistet. Sie sorgen vor der beeindruckenden Naturkulisse Neuseelands für einen wunderschönen Bilderrausch und lassen furchteinflößende Minotauren, Zyklopen, Harpien, sprechende Biber, Wölfe und Füchse lebendig werden. 1500 visuelle Effektaufnahmen sind in den Film eingeflossen. Neben den ausgezeichneten Kinderdarstellern ist vor allem die Leistung von Tilda Swinton hervorzuheben, die in die Rolle der bösen Hexe schlüpft. Hinter einer anmutigen und zarten Gestalt versteckt sie ein hartes, kaltherziges Wesen.


147 Minuten Filmspaß

Ob ihr "Narnia" genau so gut findet wie etwa "Herr der Ringe" oder "Harry Potter" müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Ihr könnt euch jedenfalls auf 147 unterhaltsame Filmminuten und eine mitreißende Geschichte gefasst machen. Neben den tollen Trickeffekten ist auch die Entwicklung der Charaktere spannend. Um sich in der feindlichen Welt zu behaupten, müssen die Geschwister moralische Werte entwickeln und für sie eintreten, Konflikte austragen und langsam in ihre Rolle als Hoffnungsträger hineinwachsen.

Mehr im Netz

Ihr wollt mehr Infos zu Narnia? Dann klickt doch mal hier oder oder hier.

Nic - 07.12.2005 / Fotos: Buena Vista

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt