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DFB-Pokalkrimis im Berliner Olympiastadion

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DFB-Pokalkrimis im Berliner Olympiastadion

Schon 1935 wurde in Deutschland bei den Männern neben der deutschen Meisterschaft, die in Ligen ausgespielt wird, auch der Vereinspokal oder DFB-Pokal eingeführt. Seit 1981 spielen auch die Frauen um die Trophäe. Neben dem Meistertitel ist der Gewinn des DFB-Pokals das höchste nationale Ziel für eine Mannschaft. Die siegreichen Vereine 2005 im Berliner Olympia-Stadion hießen Turbine Potsdam und Bayern München - und das sollte auch 2006 so sein.

Um ihn dreht sich alles: den DFB-Pokal der Männer

"Der Pokal hat seinen eigenen Gesetze"

Das ist ein Spruch, den man vor allem dann hört, wenn im DFB-Pokal mal wieder eine Amateurmannschaft oder eine Mannschaft aus einer unteren Liga einen Erstligisten geschlagen hat. 2005/2006 gelang eine solche Überraschungsserie dem FC Sankt Pauli. Der Traditionsverein spielt mittlerweile in der Regionalliga, schaltete aber im Pokal Erst- und Zweitligisten wie Wacker Burghausen, den Vfl Bochum, Hertha BSC Berlin und Werder Bremen aus. Im Halbfinale scheiterte die Hamburger Mannschaft schließlich vor ausverkauftem Haus am Titelverteidiger, dem FC Bayern München.

Wer spielt um den Pokal?

Im DFB-Pokal der Männer treten die 18 Erstligisten, die 18 Zweitligisten der vergangenen Saison sowie 28 Amateurmannschaften an, die sich aufgrund bestimmter Leistungen qualifiziert haben. So bietet der DFB-Pokal auch guten Amateurvereinen die Möglichkeit gegen Bayern München, Werder Bremen oder Schalke 04 zu spielen - und diese einmalige Chance für Furore zu sorgen, lassen sich manche Mannschaften nicht entgehen! Spielt ein Amateurteam gegen eine Mannschaft aus der 1. oder 2. Liga, so haben die Amateure immer Heimrecht und das bringt natürlich Geld in die Kassen und eine Menge Zuschauer.

2004 holte sich Werder Bremen das Double mit Pokal und Meisterschaft. 2005 und 2006 schaffte dies der FC Bayern München mit einem 2:1 gegen die Schalker und einem 1:0 gegen Frankfurt.

Ziehung der Männer-Paarungen

Bei der Auslosung zur ersten Hauptrunde kommen die 18 Erstligisten und 18 Zweitligisten in einen Topf. Die qualifizierten Amateurmannschaften in den zweiten Topf. Aus jedem Topf wird jeweils eine Mannschaft gezogen und diese Paarungen treten gegeneinander an. In der zweiten Runde wird nochmals aus zwei Töpfen gelost, wieder getrennt zwischen Profis und Amateuren. Ab dem Achtelfinale, wenn nur noch 16 Mannschaften im Wettbewerb stehen, kommen alle in einen Lostopf. Und auch hier hat das Amateurteam Heimrecht, wenn es gegen höherklassige spielt. Ansonsten hat immer die Mannschaft Heimrecht, die zuerst gezogen wurde. Das verhält sich im Viertel- und im Halbfinale genauso.

Das Frauen-Finale - fast schon ein altbewährtes Duo!



Die Mannschaft von Turbine Potsdam 2005.

Turbine Potsdam wiederholte 2005 eine Woche nach dem Sieg im UEFA-Cup ihren Erfolg im DFB-Pokal der Frauen. Durch einen 3:0-Sieg im Finale verhinderte der Cup- Verteidiger das fünfte Double für Meister 1. FFC Frankfurt. Und auch 2006 kam es wieder zum Zweikampf FFC - Turbine, ein echter Klassiker im Frauenfußball! Und wieder hatten die "Turbinen" die Nase vorn. Mit 2:0 holten sich die Potsdamer Fußballerinnen zum dritten Mal in Folge den Pokal.

Spielmodus bei den Frauen

Bei den Frauen spielen die Mannschaften der 1. und 2. Liga und die Pokalsieger der 21 Landesverbände. Die Pokalspiele der Frauen werden in vier Runden ausgetragen und auch hier werden die Paarungen ausgelost und die Mannschaft, die zuerst gezogen wurde, hat Heimrecht. Die beiden ersten Runden werden in getrennt regionalen Gruppen ausgespielt. Wie bei den Männern wird zunächst aus zwei Töpfen gelost. In dem einen sind die Bundesligamannschaften, im anderen die Amateur-Teams. Spielt eine Amateurmannschaft gegen Bundesligisten, haben die Amateure Heimrecht.

Steht es in einer Partie, egal ob bei Männern oder Frauen, nach der regulären Spielzeit unentschieden, so wird das Spiel um 2 mal 15 Minuten verlängert. Ist dann noch immer kein weiteres Tor gefallen, gibt es Elfmeterschießen.

Das neu umgebaute Berliner Olympiastadion.

"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin..."

Das ist der Spruch für alle Fans und Vereine, die schließlich am Ende eines DFB- Pokal- Wettbewerbs das Finale erreicht haben, egal ob Männer oder Frauen. Denn seit über 20 Jahren, seit 1985, finden die Endspiele immer im Berliner Olympiastadion statt.

Der Pokal der Männer

Der DFB-Pokal ist 52 Zentimeter hoch, 6,25 Kilogramm schwer und besteht aus feuer-vergoldetem Silber und 250 Gramm Feingold. Er fasst acht Liter. Verziert wurde die Trophäe mit kostbaren Steinen, mit Turmalinen, zwölf Bergkristallen und 18 Nephriten. Aus grünem Nephrit ist auch das DFB-Wappen, das den Pokal schmückt. 1962 löste dieser Pokal seine Vorgänger ab. Damals wurde der Kölner Künstler Wilhelm Nagel engagiert einen neuen Pokal zu gestalten, der zeitgemäß sein sollte. Im Sockel des Pokals werden die Sieger eingraviert.

Anpfiff

Im Endspiel 2005/06 trafen am 29. Mai um 20.00 Uhr der Aufsteiger in die 1. Bundesliga, Eintracht Frankfurt, auf den amtierenden Rekordmeister und Pokalsieger Bayern München. 1 Tor langte den Bayern gegen eine mutig aufspielende Eintracht, die das Spiel bis zum Schluss offen gestaltete. Bayern holte bisher 13 Mal den Pott und hält damit auch einsam die Spitze. Eintracht Frankfurt ging bisher 1974, 1975, 1981 und 1988 als Sieger vom Platz.

Der Pokal der Frauen

Seit 1981 spielen auch die Frauen um einen DFB-Pokal. 1994 gestaltete der Designer Adolf Kunesch eine neue Trophäe, die 45 Zentimeter hoch und drei Kilogramm schwer ist. Sie fasst vier Liter und besteht aus zwei ineinandergreifenden Halbschalen, auf der die Aufschrift "Vereinspokal Damen" und das Emblem des DFBs zu sehen sind. Auf der rechten Seite verläuft in Kontrast zum Silber ein farbiges Band von neun Schmucksteinplatten, grünblau gemustert, aus Chrysocoll. Innen ist der Pokal feinvergoldet. Die Namen der Gewinner werden jeweils auf der Rückseite eingraviert.

2004/05 hat der UEFA- Women´s Cupsieger und amtierende DFB-Pokalsieger 1. FFC Turbine Potsdam seinen Titel erfolgreich verteidigt. Gegner war der amtierende Deutsche Meister 1. FFC Frankfurt, der den Pokal auch schon fünf Mal in Folge mit nach Hause nahm, von 1999 bis 2003. Und auch 2005/06 trafen die beiden erfolgreichsten deutschen Frauen-Teams wieder aufeinander. Um 16.30 Uhr wurde das Spiel des 1. FFC Turbine Potsdam gegen den 1. FFC Frankfurt angepfiffen. Und obwohl die Frankfurterinnen einige Chancen herausspielten - am Ende gewann Turbine mit 2:0.
Links:
www.dfb.de.

-ab- aktualisiert: 05.05.06 Text / Fotos: DFB-Pokal: www.dfb.de; Werder Bremen: www.werder.de; Turbine-Potsdam: www.ffc-turbine.de; Olympiastadion Berlin: www.herthabsc.de.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt