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Der Filz aus dem die Puppen sind

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Der Filz aus dem die Puppen sind

Das Puppenhausmuseum Basel zeigt eine Sonderausstellung zum Thema Steiff-Filzpuppen. Die Ausstellung besteht aus einem Schaustück, also einer Gruppe von Puppen, die nicht zum Spielen, sondern zum betrachten gemacht wurden. Sie stellen eine Dorfszene dar.

Zu sehen gibts da einen störrischen Esel, der mit Karren und seinem Meister auf einer Brücke steht, tratschende Bäuerinnen am Dorfbrunnen, einen Feuerwehrmann, der einen kleinen Brand löscht, einen Schulmeister, der mit seinen Schülern den Biologieunterricht im Freien abhält und vieles mehr, was zu einem ländlichen Idyll dazugehört. Die meisten dieser Puppen gehören zu dem Schaustück der Firma Steiff mit dem Titel Die Mühle im Grund aus dem Jahr 1926.

Puppen zum Knuddeln

An dem Schaustück kann man einiges über die Geschichte der Puppenmacherei und insbesondere der Firma Steiff erfahren. Besaßen Puppen bisher in der Regel Köpfe aus Porzellan, warb die Firma Steiff schon 1894 für ihr Sortiment, dessen Puppen mit Körper und Kleidung aus Filz bestanden und deren Köpfe unzerbrechlich waren. Die Puppen galten sogar als waschbar.

Puppen mit echten Gesichtern

1903 kam die Bezeichnung Charakterpuppe auf. Das lag daran, dass die Steiffschen Stoffpuppen richtige Menschengesichter mit individuellen, charakterlichen Zügen besaßen und nicht, wie die Porzellanpuppen alle den gleichen Gesichtsausdruck hatten. Kleidung und Unterwäsche dieser Puppen konnte man an- und ausziehen, was sie für Kinder noch interessanter machte.

Witzige Typen in Puppenform

1910 entstanden die Karikaturpuppen. Mit ihnen wurden bestimmte Dorf- oder Stadttypen auf witzige Weise in Puppenform nachgestellt, z. B. der Dorfmusikant oder Schulmeister. Auch Erwachsene werden nun von den Puppen zum Schmunzeln angeregt und an eigene Erlebnisse erinnert.

Die in Basel ausgestellte Figurengruppe gehört zu diesen Karikaturpuppen. Viel zu entdecken gibt es deshalb auch sicher für euch bei den rund 70 alten Filzpuppen.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 10. Oktober 2004.

Adresse:
Puppenhausmuseum Basel
Steinenvorstadt 1
4051 Basel
Tel: 0041 (0)61 225 95 95

Öffnungszeiten:
Täglich 11-17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr

Eintritt:
CHF 7.- / CHF 5.-
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt, müssen allerdings in Begleitung Erwachsener kommen. Das gesamte Gebäude ist rollstuhlgängig.

Im Internet könnt ihr euch unter www.puppenhausmuseum.ch auch über die Dauerausstellungen des Museums informieren.

Für alle Fans von Steifftieren noch ein Tipp: von 25.-27. Juni 2004 findet das 8. Steiff Festival in Giengen statt. Mehr dazu erfahrt ihr unter http://shop.steiff.de/cgi-bin/steiffDE.storefront/.

Text: LM 04.06.04, Foto: Puppenhausmuseum Basel

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