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Dauergast bei der WM: Mexiko

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Dauergast bei der WM: Mexiko

Bereits zum 14. Mal sind die Mexikaner bei der Fußballweltmeisterschaft dabei. 2006 gelang ihnen der Einzug ins Achtelfinale, wo sie gegen Argentinien in der Verlängerung ausschieden. Wie weit kommen sie 2010?

Fußball in Mexiko


Seit 1923 haben die Mexikaner eine Fußballnationalmannschaft. Den Dachverband FEMEXFUT gibt es seit 1927. Seit 1930 hat Mexiko schon 13 Mal an Weltmeisterschaften teilgenommen. Aber erst 1970 gelang es der Mannschaft über die Vorrunde hinaus zu kommen. Seit 1994 standen sie immer im Achtelfinale.

Das Logo des mexikanischen Fußballverbandes.

2006 in Deutschland scheiterten sie dort in der Verlängerung an Argentinien mit 1:2. Vor allem im Gold Cup, dem Pokal des karibischen, nord-, und mittelamerikanischen Fußballverbands CONCACAF sind die Mexikaner erfolgreich. Achtmal haben sie ihn schon gewonnen, zuletzt 2009. 1999 konnten sie außerdem den Confed-Cup für sich entscheiden.


El Tri


Die mexikanische Nationalmannschaft trägt den Spitznamen El Tri. Tri ist eine Abkürzung für Tricolore, also die Flagge von Mexiko, die aus drei Farben (grün, weiß, rot) besteht. Die meisten Einsätze in der Nationalmannschaft hat Claudio Suárez, der von 1992 bis 2006 178 Mal spielte. Mit 47 Treffern ist Jared Borgetti erfolgreichster Torschütze der Mexikaner.

Mexiko spielte insgesamt schon zehnmal gegen die deutsche Nationalelf. Nur einmal (im Jahre 1985) war die mexikanische Auswahl erfolgreich. Fünfmal gewann Deutschland. Drei deutsche Siege gab es während Fußballweltmeisterschaften. Das letzte Aufeinandertreffen fand 2005 bei Confed-Cup im Spiel um Platz drei statt, als Deutschland in der Verlängerung 3:4 gewann.


Der Trainer


Trainer der Mexikaner ist in seiner zweiten Amtszeit Javier Aguirre Onaindía. El Vasko (der Baske), wie er wegen seiner baskischen Abstammung auch genannt wird, trainierte das Nationalteam bereits 2002 bei der WM in Japan und Südkorea und führte das Team 2009 zum Gold-Cup-Gewinn. Weitere Stationen seiner Trainerlaufbahn waren Osasuna und Atletico Madrid.


Rafael Marquéz ist Kapitän und spielt beim FC Barcelona.



Der Kader


Die meisten Spieler sind in Mexiko unter Vertrag, wie Stürmer Javier Balcazar. Der Kapitän der Mannschaft ist Innenverteidiger Rafael Marquéz vom FC Barcelona. Auch sein Mannschaftskollege Jonathan dos Santos und Andrés Guardado (La Coruna) verdienen ihr Geld in der spanischen Primera Division.

Die Stürmer Carlos Vela (FC Arsenal) und Guillermo Franco (West Ham) spielen in England. Auch ein deutscher Legionär ist im Kader: Abwehrspieler Ricardo Osorio spielt in der Bundesliga beim VfB Stuttgart.


Rafael Marquéz ist Kapitän und spielt beim FC Barcelona.

Wieder nur Achtelfinale?


Die Stärke der Mexikaner liegt in der Defensive. Sie können auf eine recht stabile Abwehr vertrauen. Das ist auch nötig, denn im Angriff liegt ihre Schwäche. So gut wie nie erzielen sie mehr als zwei Tore. Gegen Weltklasse-Mannschaften, wie Argentinien ist es schwer, ohne gefährliche Offensiv-Waffe zu bestehen.

Die Mexikaner treffen in der Gruppe A auf Frankreich, Uruguay und Gastgeber Südafrika. Während die Franzosen das Achtelfinal-Ticket ohne Probleme lösen sollten, gibt es dahinter ein knappes Rennen um Platz zwei. Die Mexikaner haben gute Chancen, es für sich zu entscheiden. Allerdings werden sie im Achtelfinale wahrscheinlich wieder auf Argentinien treffen. Damit wird wohl zum fünften Mal in Folge an dieser Stelle Schluss sein.


31.05.2010 // Text: Jan Wrede; Bilder: Flagge: Zscout370 (pd), Logo: Lokomotive74 (®), Marquez: Darz Mol (cc-by-sa 2.5), Dos Santos: Muntari (pd)

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