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Das Nürnberger Selbstbildnis Rembrandts

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Das Nürnberger Selbstbildnis Rembrandts

Das Nürnberger Selbstportrait ist eines der frühesten gemalten Selbstbildnisse Rembrandts.

Derzeit geht die Wissenschaft davon aus, dass sich Rembrandt 1629 selbst gemalt hat. Es ist eines der ersten Bilder, auf denen Rembrandt fast frontal den Betrachter ansieht. In diesem Bild versucht Rembrandt seine charakteristischen Züge wiederzugeben.

In der Ausstellung sind auch zahlreiche Kopf-Skizzen zu sehen. Diese Studienköpfe dienten als Lehr- oder Lernstücke. Schüler übten nach einem Modell oder nach dem Vorbild ihrer Lehrer. Und sie lernten damit Licht und Schatten zu zeichnen und einzusetzen.

Rembrandt ließ seine Schüler auch unterschiedliche Materialien zeichnen, um ihre Fertigkeiten zu perfektionieren. Verschiedenste Stoffe, Haut und ihre Falten, Perlen, Haare oder glänzendes Metall - alles sollte naturgetreu gemalt werden.

Das Nürnberger Selbstportrait ist allerdings anders als solche Studien: durch den direkten Blick auf den Betrachter und die gezielte Kostümierung. Seine Kleidung, seine Frisur - mit einer so genannten Liebeslocke, dem letzten Schrei der adeligen Mode - zeigen seinen gesellschaftlichen Anspruch.

Forscher interpretieren dieses Bild auch so: Rembrandt wollte sich auf dem Markt einen Namen machen. So ein Selbstbildnis war im 17. Jahrhundert eine Art Werbeplakat: jeder konnte sehen, wie der Maler Rembrandt eigentlich wirklich aussah - und erkannte ihn danach sofort. So wurde man schneller berühmt.

Mit dem Selbstportrait zeigt Rembrandt, dass er etwas von sich hält, er demonstriert sein jugendliches Selbstbewusstsein. Dazu passt auch sein Kostüm. Vielleicht zeigt es auch, dass Rembrandt eitel und hochmütig war - aber das ist schon wieder eine Spekulation, die wahrscheinlich nur seine Zeitgenossen beurteilen können.

Ihr seht: Vermutungen und Tatsachen sind manchmal schwer auseinander zu halten.

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