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Cristiano Ronaldo: Der Mädchenschwarm aus Portugal

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Cristiano Ronaldo: Der Mädchenschwarm aus Portugal

Cristiano Ronaldo gehört zweifelsohne zu den größten jungen Talenten des Weltfußballs. Bei der WM wollte der Mädchenschwarm aus Portugal erstmals einen großen Titel holen und die Schmach des verlorenen Finales bei der Europameisterschaft 2004 gegen Griechenland wieder wettmachen, aber dann scheiterten die Portugiesen im Halbfinale an Frankreich. Deshalb steht nun bei der EM 2008 ein Titel an! In seiner Heimat gilt der 23-jährige auf jeden Fall als der legitime Erbe von Portugals Fußballstar Luis Figo.



Trotz der Namensverwandtschaft zu dem brasilianischen Kicker Ronaldo hat der junge Portugiese, der mit vollem Namen Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro heißt, andere Vorbilder: Er lässt sich in erster Linie von Diego Maradona, Luis Figo und Thierry Henry inspirieren. Seinen Namen verdankt er übrigens dem amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan, den seine Eltern sehr bewunderten.

Auf Madeira geboren

Geboren wurde Cristiano Ronaldo am 5. Februar 1985 auf der Insel Madeira. In seinen ersten Fußballerjahren wurde er von seinen Mitspielern wegen seines Inselakzents häufig gehänselt. Doch so mancher überhebliche Kollege verstummte schnell angesichts des außergewöhnlichen Talents, das der Nachwuchskicker bei Sporting Lissabon mit ins Training brachte.
 
Ausgefuchst und vielseitig


Heute gilt er trotz seines Alters schon als extrem vielseitig und ausgefuchst. Für seine Dribbelkünste, seine atemberaubende Schnelligkeit und seinen schier unerschöpflichen Fundus an Tricks liebt ihn Nationaltrainer Scolari. Noch wertvoller ist der gutaussehende Jungstar dadurch, dass er gleichermaßen effektiv auf dem linken und rechten Flügel einzusetzen ist. Und wenn Cristiano Ronaldo vor dem Tor auftaucht, gibt es oft kein Halten mehr. Er ist vor allem bekannt dafür, Freistöße extrem sicher zu verwandeln.

Vom Fleck weg engagiert


Die Begabung des jungen Kickers ist auch dem englischen Top-Klub Manchester United nicht lange verborgen geblieben. Nach einem Spiel des britischen Teams gegen Sporting Lissabon engagierte Trainer Alex Ferguson den Mittelfeldspieler gewissermaßen vom Fleck weg für 17,5 Millionen Euro. Es geht die Legende, dass die englische Mannschaft nach der Partie in der Kabine von nichts anderem sprach als von Cristiano Ronaldo. Einige Spieler sollen den Coach sogar bedrängt haben, den damals 18jährigen zu engagieren.

Die 17 auf dem Trikot


Schon mit 12 Jahren galt Cristiano Ronaldo als außergewöhnliches Talent. Er wurde beim Hauptstadt-Klub Sporting unter Vertrag genommen und glänzte bereits als U-18- und U-21-Spieler im Nationalteam. Bei den Profis debütierte er bei internationalen Einsätzen bereits mit 17 Jahren. Aus diesem Grund hat er in der portugiesischen Nationalmannschaft auch die Nummer 17. Bei Manchester trägt er die von David Beckham "geerbte" 7 auf dem Trikot. 

Vorschusslorbeeren


Kaum ein junger Spieler ist in den letzten Jahren so mit Vorschusslorbeeren überhäuft worden wie Cristiano Ronaldo. Deshalb ist es für ihn, auch nicht immer einfach mit dem ihm auferlegten Druck fertig zu werden. Bei der WM konnte er dennoch einen starken Eindruck hinterlassen. Und bei ManU hat er in der Saison 2007/2008 getroffen wie kein anderer.


Einzelkämpfer


Manchmal wegen seiner spektakulären Einzelaktionen und Übersteiger kritisiert, konnte er dank seiner Spielstärke und kompromisslosen Torgefährlichkeit auch die englischen Fußballfans begeistern. 41 Pflichttreffer erzielte Cristiano Ronaldo in dieser Saison - und das in der englischen Liga, die als die stärkste der Welt gilt! So wurde er 2007 und 2008 zu Englands Fußballer des Jahres gewählt. Mit seiner Mannschaft erreichte er auch das Champions League Endspiel gegen den ständigen Rivalen, FC Chelsea.

Knapp am tragischen Helden vorbei

Und in diesem Spiel wäre er fast zum tragischen Helden geworden: Zunächst brachte er sein Team in der 26. Minute durch einen Kopfball in Führung. Als es aber nach Ende der regulären Spielzeit und der Verlängerung noch immer 1:1 stand - Frank Lampard hatte für den FC Chelsea ausgeglichen - verschoss Cristiano Ronaldo seinen Elfmeter und brachte damit seine Mannschaft fast auf die Verliererstraße. Erst als John Terry und Anelka für den FC Chelsea ebenfalls verschossen und alle anderen ManU-Spieler ihre Elfer verwandelten, konnte Ronaldo den verloren geglaubten Sieg noch feiern - er konnte es kaum fassen und weinte wie ein kleines Kind! Doch nun kann Cristiano Ronaldo auch als amtierender Champions League-Sieger zur EM fahren. Und dort möchte er, nach diesem hervorragenden Jahr mit der Nationalmannschaft seinen größten Erfolg im portugiesischen Team feiern und den Titel holen!


20.5.2008 schell - ab / Foto: www.christianoronaldo.com und www.manutd.com

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