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Berlin: Pergamon-Museum wird 100

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Berlin: Pergamon-Museum wird 100

Eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Baukunst feiert einen runden Geburtstag: Das Berliner Pergamon-Museum. Am 18. Dezember 1901 wurde der Musentempel feierlich vom deutschen Kaiserpaar eingeweiht. Heute befindet sich die berühmte Ausstellung längst in einem größeren Neubau, ganz in der Nähe der früheren Ausstellungsräume - auf der so genannten Museumsinsel der Hauptstadt.

Die Geschichte des bedeutenden Museums begann vor über hundert Jahren. Angefangen hatte alles damit, dass im Auftrag der Berliner Museen ab 1878 umfangreiche Ausgrabungen in Vorderasien durchgeführt wurden. Mit Erfolg. Die deutschen Archäologen fanden vor allem in der antiken Stadt Pergamon (in der heutigen Türkei gelegen) überwältigende Schätze aus dem Altertum. Und die wollte man natürlich auch zeigen.

Ausgrabungen von unschätzbarem Wert

Deshalb musste so schnell wie möglich ein neues Museum her. Zwischen 1897 und 1899 entstand ein schlichter Sandsteinbau, der eher wie ein Pavillon aussah als ein Museum. Er wurde von Anfang an als Übergangslösung betrachtet. Denn das Schmuckstück der Sammlung, der den Göttern Zeus und Athene gewidmete Pergamonaltar aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus, konnte hier nur zum Teil ausgestellt werden. Vor allem für die imposante Freitreppe war nicht genügend Platz.

Neubau wegen Platzmangel

Erschwerend kam hinzu, dass die Ausgrabungen in Vorderasien auch weiterhin erfolgreich verliefen. Deshalb sprengten die nach Berlin gebrachten Fundstücke bald jeden räumlichen Rahmen. Schon 1908 musste das Museum wieder für die Öffentlichkeit geschlossen werden. Die meisten Ausstellungsgegenstände wanderten vorübergehend ins Depot. Nur der wichtigste Teil des Pergamonaltars wurde bis zur Eröffnung des Neubaus am 2. Oktober 1930 im Alten Museum ausgestellt.

Weltkulturerbe "Museumsinsel"

Mit jährlich 600.000 Besuchern ist das Pergamon-Museum heute eines der meistbesuchten Staatlichen Museen der Hauptstadt und Pflichtprogramm für jeden Berlin-Touristen. Hauptanziehungspunkt ist nach wie vor der Pergamonaltar. Aber auch das Stadttor der kleinasiatischen Stadt Milet, das 1903 ausgegraben wurde, gehört zu den wichtigsten Attraktionen der Sammlung. 1999 wurde der Berliner Museumsinsel mit ihren insgesamt 16 Sammlungen eine besondere Ehre zuteil. Sie gehört seitdem zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Nic 17.12.2001 / Foto: Online-Tour Berlin

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