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Arnold Schwarzenegger wird 60

Berühmte Personen

Arnold Schwarzenegger wird 60

Vor 60 Jahren, am 30. Juli 1947 wurde Arnold Alois Schwarzenegger in Thal in Österreich geboren. Er machte als Bodybuilder, Filmschauspieler und Politiker Karriere und gehört laut des US-Nachrichtenmagazins Time zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt.

Der gebürtige Österreicher

Arnold Schwarzenegger wurde am 30. Juli 1947 in Thal in Österreich geboren.  Sein Bruder Meinhard war ein Jahr älter als Arnold und starb bereits im Alter von 24 Jahren durch einen Verkehrsunfall. Arnolds Vater war Polizist und muss ein sehr strenger Mann gewesen sein. Bereits als Jugendlicher ging Arnold mit ihm im Streit auseinander. Bis zum Tod des Vaters im Jahr 1972 kam es zu keiner Versöhnung. 

Arnold, der Muskelmann

Seine Karriere begann als Bodybuilder. Schon mit 13 fing er mit dem Hanteltraining an. Als 19-jähriger war er der bis dahin jüngste Mister Universum und gewann in der Folge noch viele Preise für seinen gestählten Körper. Bilder von Schwarzenegger als Bodybuilder hängen bis heute in vielen Fitness-Studios.

Links: Filmplakat zu einem Dokumentarfilm über Schwarzenegger und das Bodybuilding.

Der Schönheitsfehler: Schwarzenegger nahm Anabolika ein, versuchte also seinen Körper mit Hilfe von Doping leistungsfähiger zu machen und seine Muskeln schneller wachsen zu lassen.

Die Nebenwirkungen diese künstlichen Hormone sind verheerend für Herz, Kreislauf und Leber aber auch für die Psyche so werden Menschen, die Anabolika einnehmen leichter aggressiv oder depressiv. Dass der Herzfehler, aufgrund dessen er sich 1997 operieren lassen musste einen Zusammenhang mit dem Doping hat, bestreitet Schwarzenegger.

Hollywood ruft
 
Mit 21 Jahren wanderte Schwarzenegger in die USA aus, wo er zunächst als Immobilienmakler sehr erfolgreich war. Seine ganze Begeisterung galt jedoch dem Kino. Von klein auf war er fasziniert von Heldenfilmen und wollte deshalb auch selbst gern auf der Leinwand zu sehen sein.

1970 bekam er erstmals die Gelegenheit in einem Film mitzuspielen. Er verkörperte die Hauptrolle in dem seichten Streifen Hercules in New York. In den Folgejahren erhielt er weiterer Engagements, in denen er meist Bodybuilder darstellte.
 
Während Arnolds Stimme wegen seines stark österreichischen Akzents zunächst für den amerikanischen Markt noch synchronisiert (= von einem anderen Sprecher gesprochen) werden musste, wurde genau dieser Akzent später sein Markenzeichen.
 
1982 kam mit Conan, der Barbar, in dem es hauptsächlich um Gewalt und Gemetzel geht der Durchbruch für Schwarzenegger. Er redet kaum aber lässt seine Muskeln spielen und das Publikum ist hingerissen.
 
Von nun an war Arnold ein gefragter Schauspieler und wirkte bis 2003 in etwa 30 Filmen mit. Am bekanntesten wurde der erste Teil seiner Science-Fiction-Trilogie Terminator (1984, 1991, 2003). Darin geht es um ein Mischwesen zwischen Mensch und Maschine, das auf Befehl Menschen tötet. Da der Film gewaltverherrlichend ist, gilt er als jugendgefährdend.

Rechts: Filmplakat zum ersten "Terminator".
 
In den meisten seiner Filmen beeindruckte Schwarzenegger vor allem durch sein Aussehen. Eine Tatsache, die ihm acht Nominierungen für die goldene Himbeere als schlechtester Darsteller einbrachten.
 
Der Gouvernator
 
Am 7. Oktober 2003 wurde Schwarzenegger zum Gouverneur des US-amerikanischen Bundesstaates Kalifornien gewählt. Kurz vorher hatte er deshalb seine Schauspielkarriere beendet. Sein Spitzname Gouvernator ist eine Mischung aus Terminator und Gouverneur.

Foto links: Schwarzenegger 2004.

Ein amerikanischer Gouverneur ist vergleichbar mit einem Ministerpräsidenten eines deutschen Bundeslandes (z. B. Roland Koch in Hessen) oder eines österreichischen Landeshauptmanns (z. B. Franz Voves in der Steiermark).

Schwarzenegger gehört genau wie US-Präsident George W. Bush der Republikanischen Partei an. Damit hat er im traditionell demokratischen Kalifornien jedoch keine Mehrheit hinter sich, weshalb er auch auf die Belange seiner politischen Gegner Rücksicht nehmen muss.

Kennzeichnend für Schwarzeneggers Politik sind seine Befürwortung der Todesstrafe, seine rigide Einwanderungspolitik aber auch sein Einsatz fürs Klima und die Senkung der Treibhausgase. 2006 wurde er für eine zweite und letzte Amtszeit wiedergewählt.

Schon länger gibt es Gerüchte, dass Schwarzenegger gern Präsident der USA würde. Doch momentan steht noch eine Hürde im Weg. Laut Gesetz dürfen sich nur in den USA Geborene auf dieses Amt bewerben. Doch er selbst möchte dies Gesetz abschaffen.

Würde ihm dieser Schritt tatsächlich gelingen, wäre er nicht der erste Kinoheld auf dem einflussreichsten Posten der Welt: Auch Filmschauspieler Ronald Reagan startete seine politische Karriere als kalifornischer Gouverneur bevor er von 1981 bis 1989 Präsident der Vereinigten Staaten war.

Foto: Schwarzenegger trifft Ronald Reagan 1984.

Text: lm 25.07.07, Fotos: GFDL.

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