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Arnold Schönbergs 50. Todestag

Berühmte Personen

Arnold Schönbergs 50. Todestag

Von guter Musik lassen wir uns alle gerne verzaubern. Über die großen Komponisten dahinter wissen wir oft nur wenig. Arnold Schönberg, der geniale österreichischer Musiker, ist einer von denen, die man auf alle Fälle kennen sollte.

Schönberg, der 1874 in Wien geboren wurde, lernte bereits mit acht Jahren Violine, später auch Cello spielen. Schon damals begann er erste Stücke zu komponieren. Seine Liebe zur Musik und Komposition ging soweit, dass er sich ständig selbst neue musikalische Techniken beibrachte.

Obwohl er nach dem Gymnasium eine Banklehre antrat, ließ ihn die Musik nicht los. Er ging nach Berlin und wurde Lehrer am Konservatorium für Musik. Allerdings trieb es ihn bald wieder zurück in die Heimat, nach Wien. Dort arbeitete er vor allem als Hauslehrer und entwickelte das atonale Zwölftonsystem.

Das brachte ihm weltweite Anerkennung. In den Jahren 1933 bis 1944 war Schönberg sogar Professor für Musik an der Universität von Los Angeles.

Die Zwölftontechnik

Die Zwölftontechnik auch Dodekaphonie genannt, ist eine Kompositionstechnik mit nur 12 aufeinander bezogenen Tönen. Das ist eine Reihentechnik mit den zwölf Tonstufen der so genannten chromatischen Skala, dabei werden Halbtonschritte verwendet. Die chromatische Tonleiter ist also nur in Halbtonschritte unterteilt. Dabei werden alle zwölf Tonstufen als glech wichtig eingestuft. Jeder Komposition liegt eine Reihe zugrunde, in der alle 12 Töne vorkommen und keiner der Töne wiederholt werden darf.

Mit der Dodekaphonie ordnete Schönberg seine musikalischen Gedanken beim Komponieren. Seine Musik wird auch atonale Musik genannt. Sie verzichtet auf das traditionelle Zusammenspiel von Harmonien und Tonstufen. Dadurch klingt sie für das ungeübte Ohr zunächst experimentell und ungewohnt. Es geht bei dieser Musik nicht um eine Melodie im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr um den Klang der Töne selbst.

Text:IRI - 11.7.01. Foto: Arnold Schönberg Center Wien

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