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1954: Das Deutsche Fernsehen geht auf Sendung

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1954: Das Deutsche Fernsehen geht auf Sendung

Nachdem das deutsche Fernsehen bereits am 25. Dezember 1952 auf Sendung gegangen war, begann am 1. November 1954 das Gemeinschaftsprogramm "Deutsches Fernsehen". Grundvoraussetzung war, dass alle beteiligten Regionalsender (NWDR, BR, hr, SDR, SWF, SFB) an die Richtfunkstrecke angeschlossen und so miteinander verbunden worden waren.

Das Fernsehen war kein junges Medium mehr, als es 1952 auch in Deutschland regelmäßig verfügbar wurde. Schon 1926 gab es Fernsehen. Am 26. 3. 1926 strahlte der Sender Berlin-Witzleben zum ersten Mal in Europa hervorragend empfangbare Signale aus. Die Nationalsozialisten missbrauchten das Fernsehen für ihre Propaganda. Ab 1935 wurde dreimal pro Woche ein 90-minütiges Programm ausgestrahlt. In öffentlichen Fernsehstuben konnten die Bürger das Angebot wahrnehmen.

Das Deutsche Fernsehen

Der Verwaltungsrat des NWDR beschloss 1948 einen Fernsehversuchsbetrieb einzurichten. Nach dem erfolgreichen Auftakt zu Weihnachten wurde am zweiten Sendetag erstmals die Tagesschau ausgestrahlt, die in Deutschland bis heute bekannteste Nachrichtensendung.

 Am 27. März 1953 schlossen die sechs westdeutschen Sender (NWDR, BR, HR, RB, SDR, SWF) einen Fernsehvertrag über die Ausstrahlung eines gemeinsamen Programmes ab. 1954: Die ARD (Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands) war geboren. Serien wie Stahlnetz (Bild) wurden bundesweit ausgestrahlt.

Ab 1956 auch im Osten


Ab 1956 wurde auch in Ostdeutschland gesendet: Von Ostberlin aus begann der Deutsche Fernsehfunk (DFF) mit seinem regulären Sendebetrieb. Das Fernsehen der DDR stellte erst 1990 den Betrieb ein. Mit dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB) und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) kam es zur ARD.

Zehn Jahre lang gab es nur ein einziges Fernsehprogramm. Erst 1963 sollte sich das ändern, als am 1. April das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) den Betrieb aufnahm.

1967 wurden die bislang schwarzweißen Bilder langsam farbig. Die einzelnen ARD-Anstalten richteten ihre dritten Programme ein, die nur regional ausgestrahlt werden sollten. Doch Kabel und Satellit vergrößerten bald die Programmvielfalt.

Das Kabelpilotprojekt

Am 1. Januar 1984 zog mit dem Start des Kabelpilotprojektes in Ludwigshafen das Privatfernsehen in bundesdeutsche Wohnzimmer ein. Per Satellit sind außerdem hunderte von Programmen aus aller Welt zu empfangen.

Mit dem Start des terrestrischen Digitalfernsehens in Berlin begann im Sommer 2002 ein neuer Abschnitt des Fernsehens. Auf zahllosen Kanälen bietet es nach wie vor Nachrichten, Sport und Unterhaltung für jung und alt. Das Fernsehen hat sich zum zentralen Informations- und Unterhaltungsmedium unserer Gesellschaft entwickelt.

RR 28. 10. 2004 / Bilder: ARD

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