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1953: Die Deutsche Welle geht auf Sendung

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1953: Die Deutsche Welle geht auf Sendung

Am 3. Mai 1953 ging die Deutsche Welle auf Sendung. 8 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges sollte der Auslandssender der Bundesrepublik der Welt ein neues Deutschlandbild vermitteln.

Anfang der Fünfziger Jahre war das Bild Deutschlands in der Welt noch stark vom Albtraum der Nazi-Herrschaft und dem Grauen des 2. Weltkrieges geprägt. Der Kalte Krieg hatte gerade begonnen und die Grenze zwischen Ost- und Westmächten verlief mitten durch Deutschland. Während in der Sowjetzone am Arbeiter- und Bauernstaat gebaut wurde, entwickelte sich der westliche Wiederaufbau zum Wirtschaftswunder.

Ein Sender um Deutschland wieder populärer zu machen

Schon 1952 beschloss die Bundesregierung zusammen mit den Rundfunkanstalten der ARD ein Kurzwellen-Radioprogramm auszustrahlen, das so der offizielle Text die Aufgabe hat ein politisches, wirtschaftliches und kulturelles Bild vom heutigen Deutschland zu liefern.

Sendestart: 3. Mai ´53

Der erste Sendetag am 3. Mai 1953 begann mit einer Ansprache des Bundespräsidenten. Darin formulierte Theodor Heuß den Auftrag des neuen Auslandssenders: "Die Deutsche Welle hat hier eine ganz einfache Aufgabe, nämlich zu entkrampfen, indem sie von Deutschland berichtet, Musik, Kunst und Wissenschaft vermittelt, ein Bild der sozialen, der wirtschaftlichen Entwicklung gibt."

Nach dem Bundespräsidenten wurde Beethovens "Eroica" in voller Länge gespielt. Es folgten Melodien der "Vier Sträuße", der Wiener-Walzer-Dynastie, dann Mailieder und in der Sendereihe "Wie wir leben" das "Städtebild Berlin". In der dritten Stunde schloss das Programm mit Nachrichten und einem Kommentar.

Im ersten Jahr war es noch ein Programm von Deutschen für Deutsche. Erst am 3. Oktober 1954 starten die ersten Fremdsprachenprogramme, und die Deutsche Welle konnte langsam ihren Sendeauftrag verwirklichen.

Deutsche Welle als Geheimquelle

Vor allem hinter dem Eisernen Vorhang bewährte sich die Deutsche Welle bald als eine Informationsquelle, die den Menschen unzensierte Nachrichten bot.

Die Hörerbindung zeigte sich schon im ersten Jahr an den Zuschriften. 1953 waren es 450 Briefe, 1998 über eine halbe Million.

Drei Jahre nach dem Fall der Mauer gab es nicht nur Funk, sondern auch bewegte Bilder: 1992 startete das Deutsche Welle-Fernsehen, das heute weltweit in deutsch, englisch und spanisch über Satelliten sowie über einige lokale Fernsehstationen empfangen werden kann.

Heute gehört die Deutsche Welle zu den vier großen Auslandssendern der Welt mit Radio-Programmen in 35 Sprachen und Fernsehen rund um die Uhr.

Hier geht es zum Online-Projekt der Deutschen Welle "Campus Germany".

RR 28. Apr. 2003/ Foto: Logo Deutsche Welle

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