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100 Jahre Schalke 04 - wir gratulieren!

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100 Jahre Schalke 04 - wir gratulieren!

Schalke - Das ist eigentlich ein Vorort von Gelsenkirchen, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen. Aber Schalke, das steht heute für Schalke 04, einen Fußballverein mit Tradition. In Schalke lebten die Menschen, wie in vielen Städten des Ruhrgebiets, hauptsächlich vom Bergbau und den Zechen. In der Zeche Hugo bauten die Bergleute seit 1873 Kohle ab. Im April 2000, nach langem Kampf der Zechenarbeiter für ihre Arbeitsplätze, wurde das Bergwerk Ewald-Hugo still gelegt. Damit hatte die lange Tradition des Bergbaus für die Bevölkerung dieser Region ein Ende Schalke 04 ist aus dieser Tradition entstanden.

Die Gründung des Vereins

Am 4. Mai 1904 beschloss eine Gruppe 14- bis 15-jähriger jugendlicher Zechenarbeiter den Sportclub Westfalia 1904 zu gründen: Willy Gies, Josef Ferse, Viktor Kroguhl, Johann Kessel, Heinrich Kullmann, Adolf Oetzelmann, Josef Seimetz und Willy van den Berg. Alle waren so genannte Knappen. So nennt man Bergleute, die eine dreijährige Lehre abgeschlossen haben. Deshalb sprechen die Fans bei den Schalkern auch immer von den Knappen.

Da die Vereinsgründer eigentlich noch zu jung waren, wurden sie zunächst vom Spielerverband nicht aufgenommen. Um offiziell in den Ligen mitspielen zu dürfen, schloss sich der Verein 1912 mit dem Turnverein 1877 Schalke. Im Jahr 1924 trennten sich die Kicker wieder von den Turnern und nannten sich fortan FC Schalke 04. Seit damals sind die Vereinsfarben blau und weiß.

Der Schalker Kreisel

1928 wechselte der Verein in sein Stadion. Ganz im Zeichen der Bergleute nannten sie ihr Stadion die Glückauf Kampfbahn. Glückauf das ist der Gruß der Bergleute. Nun begann auch die Zeit einer legendären Schalker Mannschaft, die mit ihrer Spielweise, dem so genannten Schalker Kreisel in den 30er Jahren für Furore sorgten. Diese Mannschaft spielte einen eleganten Kombinationsfußball. Ausdauernd und mit guter Technik wurde der Ball im Flachpass von einem Spieler zum anderen geschickt so lange, bis der Gegner mürbe war und ein eigener Spieler in eine aussichtsreiche Torschuss-Position kam. Führungsspieler war Ernst Kuzorra, gelernter Knappe, Sohn eines Bergmanns. Gemeinsam mit dem Kapitän der Elf, Fritz Szepan, wird Kuzorra schon in seiner aktiven Zeit zur Fußball-Legende.

Schalke im Dritten Reich

Schalke dominierte bald nicht nur den Fußball im Revier, sondern im ganzen Westen und schließlich in ganz Deutschland. Das Hitler Regime nutzte den Erfolg und die Begeisterung der Schalker für ihre eigenen Werbezwecke. Zwischen 1933 und 1942 zog die Mannschaft neun Mal ins Finale um die Deutsche Meisterschaft ein. 1934 gewann sie mit einem 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg die erste von insgesamt sieben Meisterschaften. (1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942 und 1958). Ein Mythos war geboren, denn Schalke 04 war die erste richtig erfolgreiche Arbeitermannschaft in Deutschland. Doch nach dem 2. Weltkrieg fiel es dem Verein schwer an diese Erfolge anzuknüpfen.

Schalke in der "neuen" Bundesliga

Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde, gehörte Schalke 04 natürlich auch zu den 16 Vereinen, die ab nun die Deutsche Meisterschaft unter sich ausspielen sollten. Doch bei Schalke lief es lange nicht mehr so rund und sie spielten immer wieder um den Abstieg. In der Saison 1964/65 waren sie sogar tatsächlich abgestiegen, doch der Deutsche Fußball-Bund stockte die Liga auf 18 Vereine auf und Schalke blieb erstklassig.

Ende der 60er Jahre hatte man zwar außergewöhnliche Spieler wie den legendären Dribbler und Rechtsaußen Reinhard Stan Libuda, doch erst 1972 konnte wieder ein Pokal geholt werden: Nach der Vizemeisterschaft in diesem Jahr, holte man zum zweiten Mal nach 1937 den DFB-Pokal.

Saison 1970/71: der Bundesligaskandal

Statt durch sportliche Erfolge sorgte Schalke allerdings Anfang der Siebziger Jahre durch einen Skandal für Schlagzeilen. Es kam heraus, dass die Schalker Spieler vor der Partie gegen Arminia Bielefeld rund 2400 Mark versprochen bekamen und dafür das BL-Spiel verloren Schiebung und Betrug! Ein langer, widersprüchlicher Prozess begann. Am Ende der Saison 1972/73 wurden 13 Spieler gesperrt: Burdenski, Galbierz, Fichtel, Pohlschmidt, Rüssmann, Sobiray, Lütkebohmert, van Haaren, Libuda, Klaus Fischer (s. Foto), Wittkamp, Pirkner und Wüst.

Fahrstuhl - Schalke

Glück hatte Schalkes Top-Torjäger Klaus Fischer. Er war zu zwei Jahren Sperre verurteilt worden, kickte aber schon am 1. Oktober 1973 wieder gegen den Ball. Allerdings brach durch die Sperren und Strafen die ehemalige Mannschaft fast komplett auseinander und am Ende wären die Schalker fast noch absgestiegen. Insgesamt begann Mitte der 70er ein sportlicher Abstieg der Mannschaft, die in den 80er Jahren gleich drei mal in die zweite Liga abstieg (1981, 1983 und 1988). Zweimal gelang der sofortige Wiederaufstieg, beim dritten Mal blieben die Schalker drei Jahre zweitklassig. Dass der Verein dennoch auf seine Fans bauen konnte, merkte man als 1973 das neue Parkstadion die altehrwürdige Glückauf- Kampfbahn ablöste, denn auch in der zweiten Liga konnte der Verein mit einem vollen Haus rechnen.

Ab den 90ern: wieder erste Klasse!

1991 kehrten die Schalker in die 1. BL zurück und seither wird kontinuierlich am Erfolg gefeilt. Wenn auch so manch dubioser Präsident schon an der Spitze des Vereins stand Schalke verwandelte sich auch dank Manager Rudi Assauer immer mehr in ein modernes Wirtschaftsunternehmen, das natürlich auch erfolgreich sein muss. 1997 gelang dann erstmals auch wieder ein ganz großer Coup im Europapokalwettbewerb: Schalke holte sich mit Trainer Huub Stevens den heiß umkämpften Sieg im UEFA-Pokal gegen die vermeintlichen Favoriten von Inter Mailand!

In der neuen Arena AufSchalke wird seit August 2001gespielt - doch vorher war der....

....19. Mai 2001

Schalke 04 stand kurz vor dem Gewinn der 8. Deutschen Meisterschaft alles war vor dem letzten Spieltag angerichtet und die Schalker ließen sich nicht zweimal bitten: Sie gewannen ihr Spiel gegen Unterhaching mit 5:3. Sie hatten alles ihnen mögliche getan. Nun schauten sie auf die Ergebnisse in den anderen Stadien. Während ihr Spiel schon abgepfiffen war, sahen sie auf einem Monitor, dass Bayern München gegen den HSV durch ein Tor von Sergej Barbarez in der 90. Minute mit 0:1 hinten lag. Bei diesem Ergebnis wäre Schalke Meister. Die Mannschaft, Rudi Assauer, Trainer Huub Stevens und über 60.000 Schalker Fans feierten ihre Mannschaft schon als Meister, als ein indirekter Freistoß durch Patrick Andersson in der 94. Minute dem FC Bayern München das Unentschieden und damit die Deutsche Meisterschaft bescherte. Die Schalker waren wieder einmal geschlagen und wieder einmal Meister der Herzen, wie sie von der Presse genannt wurden.

Durch den zweiten Tabellenplatz spielte Schalke 04 nun aber erstmals UEFA Champions League und die Mannschaft gewann zweimal in Folge den DFB-Pokal.

Die Schalker Mannschaft 03/04

Schalke im Jubiläumsjahr

Seit August 2001 spielt Schalke 04 in einem supermodernen Multifunktionsstadion mit über 60.000 Zuschauerplätzen: der Arena AufSchalke, die für 191 Millionen Euro gebaut wurde. Hier soll an erfolgreiche Zeiten angeknüpft werden. Und in den nächsten Monaten, da wird erstmal richtig gefeiert:
Dazu wurde eine riesige und sehr spannende Vereinschronik verfasst mit dem Titel: 100 Schalker Jahre, 100 Schalker Geschichten: Das Buch zum Jubiläum" ist zum Preis von 29,95 im S04-Shop erhältlich.
Zum Jubiläum wurde extra das Musical nullvier geschrieben und am 08. Mai wird in der Arena AufSchalke so richtig gefeiert wir gratulieren und wünschen tolle Feierlichkeiten und natürlich sportliche Erfolge in der Zukunft!

Glückauf!

Links:
Offizielle Schalker Homepage: www.schalke04.de.

Offizielle Seite zum 100. Schalker Jubiläum: www.100schalkerjahre.de.

Spannende Seite zur Zeche Hugo:www.zeche-hugo.com mit einem tollen Gewinnspiel zum 100järhigen Jubiläum des Fußballvereins.

-ab-04.05.04 Text / Fotos mit freundlicher Genehmigung des FC Schalke 04.

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt