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WAS IST WAS TV: Amphibien und Reptilien

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WAS IST WAS TV: Amphibien und Reptilien

Amphibien haben sich in ihrer langen Entwicklung mit unglaublichen Fähigkeiten an ihre Lebensumstände angepasst. Sie haben es vor Jahrmillionen geschafft, den Lebensraum Wasser zu verlassen. Als erste Tiere konnten sie sowohl im Wasser, als auch auf dem Land leben. Diese Fähigkeit drückt schon der Name aus. Er stammt aus dem Griechischen und bedeutet in beidem lebend an Land und im Wasser.

Amphibien müssen sich in feuchten Gebieten aufhalten, sonst vertrocknen sie. Immer wieder befeuchten sie ihre dünne Haut mit Schleim. Aber dieser Schutz reicht nicht aus um dauerhaft in der Sonne überleben zu können, da die lebenswichtigen Körperflüssigkeiten hier verdunsten

Amphibien können also nur an Land leben, wenn in der Nähe Wasser ist. Dort legen sie auch ihre geleeartigen Eier ab, die keine feste Schale haben. An Land würden die Eier austrocknen.

Aus diesen Eiern - dem Laich - schlüpfen Larven. So eine Larve entwickelt sich im Wasser bis hin zum fertigen Tier, das an Land leben kann. Diese Verwandlung heißt Metamorphose. Bei Fröschen zum Beispiel schlüpfen aus den Eiern Kaulquappen, die noch durch Kiemen atmen. Später entwickeln sich Lungen und aus der Kaulquappe wird ein kleiner Frosch.

Im Gegensatz zu den Amphibien sind die Reptilien vom Wasser unabhängig. Zu den Reptilien zählen Echsen, Schildkröten, Schlangen und Krokodile(s. Bild). Sie alle haben eine feste Haut, die sie vor dem Austrocknen schützt. Auch ihre Eier haben meist eine harte Schale. Aus den Eiern schlüpfen schon fertig entwickelte Jungtiere.

Reptilien haben sich vor 300 Millionen Jahren aus einer Gruppe der Amphibien entwickelt. Weil sie nicht mehr allein auf das Wasser als Lebensraum angewiesen waren, konnten sie die Landflächen erobern. Die größten Reptilien waren die Dinosaurier. Sie starben aus. Nur die kleineren Reptilien und Amphibien überlebten und konnten sich weiterentwickeln.

Heute sind über 10.000 Arten bekannt. Aber weil die meisten gut versteckt in der Wildnis und im Dschungel leben, gehen Forschern von vielen weiteren Arten aus, die der Mensch noch nie zu sehen bekommen hat.

Viele der bekannten Amphibienarten sind allerdings auch bedroht. Zum einen, weil Schlangen und Krokodile beliebte Beute für Wilderer sind. Auch wenn ihr Abschuss verboten ist, wird ihre Haut noch immer zu teuren Schuhen und Taschen verarbeitet. Zum anderen, weil der Lebensraum dieser Tiere in Gefahr ist. Sümpfe werden ausgetrocknet, der Dschungel gerodet und Bäche kanalisiert. So sind zahlreiche Amphibien und Reptilien vom Aussterben bedroht.

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