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Tiere sind doch die besseren "Sportler"

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Tiere sind doch die besseren "Sportler"

In London leisten die Athleten in diesen Tagen zum Teil Übermenschliches, um eine der begehrten Medaillen zu erringen. Doch wenn man sich mal die Hochleistungssportler aus dem Reich der Tiere anschaut, verblasst so manches Edelmetall. Die Umweltstiftung WWF hat anlässlich der 30. Olympischen Sommerspiele die Top 5 der tierischen Rekorde aufgestellt:

Raubkatze gegen Rekordhalter

Foto: Der Gepard ist der schnellste Sprinter der Welt.



Der derzeitige Rekordhalter und frischgebackene Olympiasieger im 100- und 200-Meter-Lauf, der Jamaikaner Usain Bolt, bringt es auf eine Geschwindigkeit von umgerechnet rund 39 Stundenkilometern. Für den tierischen Champion ist das nicht mehr als lockeres Warmlaufen: Wenn der Gepard durch die Savanne rast, beschleunigt er in kürzester Zeit auf über 100 km/h. Damit ist die afrikanische Raubkatze unangefochten der schnellste Sprinter im Tierreich.

Riesenkänguru ist Weitsprung-Champion


Mike Powell aus den USA sprang in seinen besten Zeiten fast neun Meter weit und hält damit nach wie vor den menschlichen Rekord. Der einzig wahre Sprungmeister kommt jedoch aus Australien: Das Riesenkänguru kann dank seiner starken Hinterbeine bis zu 13,5 Meter weit hüpfen. Der kräftige Schwanz sorgt dafür, dass das Beuteltier dabei nicht das Gleichgewicht verliert.

Gorilla stemmt 900 Kilogramm

Foto: Gegen diesen Kraftprotz hätte selbst der stärkste Mensch der Welt keine Chance.  


Im Jahr 2000 wuchtete Hossein Rezazadeh 472 Kilogramm in die Höhe Weltrekord! Nicht schlecht, aber gegen einen Gorilla sollte der Iraner besser nicht antreten: Der kann mit stolzen 900 Kilo nämlich fast das Doppelte stemmen. Um die bedrohten Menschenaffen vor dem Aussterben zu bewahren, kümmert sich der WWF in Zentralafrika um den Erhalt und die Ausweitung von Schutzgebieten.
 
 
Jesus-Echse kann über Wasser laufen

Foto: Übers Wasser zu laufen ist die Spezialität des Stirnlappen-Basilisken.

Wenn der Stirnlappenbasilisk die Ruder auspackt, gelten die Gesetze der Physik nicht mehr: Die Eidechse aus der Familie der Leguanartigen bewegt ihre Füße mit solcher Geschwindigkeit, dass sie sogar übers Wasser laufen kann. Diese erstaunliche Fähigkeit brachte dem bis zu 90 Zentimeter langen Tier aus Mittelamerika den Namen Jesus-Echse ein. Da wird jede Ruderstaffel blass vor Neid.
 
Weltmeister im Abhängen

Foto: Das Faultier ist besonders gut im Nichtstun.


Mit all diesen rekordverdächtigen Anstrengungen kann das südamerikanische Faultier nichts anfangen. Alles an ihm ist langsam und zwar immer. Wenn es sich beeilt, legt es in einer Minute fünf Meter zurück. An guten Tagen. Doch die haben beim Faultier nur vier Stunden, denn ganze zwanzig Stunden pro Tag schläft es tief und fest. Damit ist das Faultier klarer Champion im Müßiggang, einem Wettbewerb, der allerdings noch - nicht als olympische Disziplin anerkannt wurde.

Noch mehr Rekorde

Du interessierst dich für weitere tierische Rekorde? Dann hol dir unser Quiz Rekorde der Tierwelt. Welcher Fisch kann auf Bäume klettern? Welche Frösche sind am giftigsten? Wie tief kann ein Pottwal tauchen? Wie viele Bienen leben in einem Bienenstock? Oder: Wie schwer waren die größten bisher bekannten Dinosaurier? Spiel dich schlau!  

6.8.2012 / Text: WWF / Nic  Fotos: Faultier/Basilisk: pd, Gepard: Creative Commons Lizenz, Rob Qld, Gorilla: Creative Commons Lizenz, Raoul654

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