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Tier des Jahres 2007: Der Elch - ein Koloss unter den Hirschen

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Tier des Jahres 2007: Der Elch - ein Koloss unter den Hirschen

Viele halten ihn für ein Sinnbild Skandinaviens. Dabei ist der Elch auch in unseren Breitengraden anzutreffen. Wie seine Vorgänger Wolf und Braunbär ist auch das Tier des Jahres 2007 seit geraumer Zeit wieder dabei, in seine deutsche Heimat zurückzukehren. Nach dem Zweiten Weltkrieg völlig aus unseren Wäldern verschwunden, wurde die größte Hirschart der Erde bereits in Brandenburg sowie im Dreiländereck Deutschland - Österreich -Tschechien gesichtet.

Das Schicksal ausgerottet zu werden, drohte dem majestätischen Geweihträger in der Vergangenheit schon mehrfach. Durch gezielte Jagd hatte man die Elche in Deutschland  Mitte des 19. Jahrhunderts bis auf wenige Exemplare fast zum Aussterben gebracht. Nur durch spezielle Schonzeiten konnte sich der Bestand wieder erholen. Anfang des 20. Jahrhunderts sorgten dann zusätzlich Überschwemmungskatastrophen für einen drastischen Rückgang.



Einzelgängerischer Riese

Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild hofft, dass sich der Elch wieder dauerhaft bei uns ansiedelt. Die Chancen dafür stehen gut. Denn der als Einzelgänger umherstreifende Riese mit zwei Metern Schultermaß und einem bis zu zwei Metern ausladenden Geweih ist ein Wanderer und kümmert sich nicht um Grenzen. Da bei uns die Besiedelung aber hoch ist und der Elch Menschen meidet, müssen wir uns wohl nicht auf einen Massenansturm gefasst machen.

Vielfraß
  
Ein besonderes Merkmal des Elchs im Vergleich zu anderen Hirscharten ist seine gewölbte  Oberlippe, die ihm beim Äsen hilft. Der Wiederkäuer, der sich ausschließlich von pflanzlicher Kost ernährt, lebt am liebsten in lichten Wäldern mit großen Freiflächen. Dass er bis zu 15 Kilogramm Grün am Tag verputzt, könnte für hiesige Waldbesitzer zum Problem werden. In Skandinavien gibt es für Elchschäden schon lange spezielle Ausgleichfonds.



Schwergewicht


Wegen seiner imposanten Größe sind in Nordeuropa und den USA außerdem Wildunfälle mit der größten aller Hirscharten gefürchtet. Kein Wunder schließlich bringen Elche locker 800 Kilogramm auf die Waage. Und da möchte man bei einem Zusammenstoß besser nicht im Auto sitzen. Wer schon einmal in Schweden, Norwegen oder Finnland im Urlaub war, hat vielleicht gesehen, dass dort an den Straßen viele Schilder stehen, die vor allem an wenig befahrenen Landstraßen vor Elchen warnen.

Hart im Nehmen

Weil Elche außer dem Menschen kaum natürliche Feine haben, können sie es in freier Wildbahn auf ein stolzes Alter von 15 Jahren bringen. Angepasst an raues Klima und unwirtliche Natur gelten sie als überaus robust. Selbst in härtesten Wintern sind sie es gewohnt Hunderte von Kilometern auf der Suche nach Nahrung und Lebensraum zurückzulegen. Dabei schließen sie sich in der kalten Jahreszeit manchmal zu losen Gruppen zusammen, die sich aber im Frühjahr wieder auflösen.



Brunft im Spätsommer


Wie auch bei anderen Hirscharten beginnt die Brunftzeit der Hirsche im Spätsommer. Nach der Paarungszeit ist die Elchkuh neun Monate trächtig bevor sie ein bis zwei Kälber zur Welt bringt. Bis es zur neuen Geburt kommt, darf das Kalb für gewöhnlich bei der Mutter bleiben. Erst dann muss es lernen selbständig Füßen zu überleben

Nic 20.12.2006 / Fotos: NABU  

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