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Tag des Meeres

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Tag des Meeres

Zum dritten Mal findet dieses Jahr der Tag des Meeres statt. Auf dem Erdgipfel der Vereinten Nationen 1992 in Rio wurde die Einführung dieses Tage beschlossen. Damit soll ein Bewusstsein für die große Bedeutung der Meere geschaffen werden.

1992 fand in Rio de Janeiro der Erdgifpel statt. Auf dieser Zusammenkunft von Regierungschefs und Organisationen wurde beschlossen von 2009 an jedes Jahr den Tag des Meeres zu begehen. Dieser Tag soll den Menschen klarmachen, wie wichtig für das Leben und das Überleben nicht nur der Menschen saubere Meere sind.

Die Meere und das Leben

Am 8. Juni jeden Jahres wird nun der Tag des Meeres gefeiert. Immerhin sind 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt. Zum Teil weiß man mehr über die Planeten des Sonnensystems als über die Tiefsee.

Dabei spielen die Meere eine wichtige Rolle auch für das Leben an Land. Denn die Weltmeere binden riesige Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid, das ansonsten in der Atmosphäre zur Erwärmung des Planeten beitragen würde.


Rund 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Viele Regionen sind dem Menschen noch völlig unbekannt und immer wieder werden unbekannte Tierarten entdeckt.

Ozeane als Müllkippe

Doch wir danken es den oft nicht so stillen, dafür aber sehr tiefen Wassern der Ozeane nur schlecht. Bedenkenlos wird das Meer als Müllkippe genutzt, Mehr als 6 Millionen Tonnen Müll landen jährlich auf den Böden der Ozeane. Es gibt den so genannte pazifischen Müllstrudel, ein Gebiet größer als Belgien und die Niederlande zusammen, in denen es stellenweise mehr Müll als Lebewesen gibt.

Und chemische und radioaktive Abfälle werden ebenfalls einfach hinein geschmissen. Oft werden Tanker und ihre Tanks auch bedenkenlos auf hoher See gereinigt und das oftmals giftige Abwasser einfach ins Meer gespült.

Fischers Fritze

Riesige Fangflotten mit kilometerlangen Netzen fangen alles, was sich zwischen deren Maschen befindet. Dabei gibt es tonnenweise Beifang, der, oft tot, wieder ins Meer geworfen wird. Der große Hunger des Menschen nach Fisch hat dazu geführt, dass viele Fischbestände vom Aussterben bedroht sind, was wiederum verheerende Auswirkungen auf andere Tiere hat. Viele Nahrungsketten sind bis zum zerreißen gespannt und können nicht mehr lange den Belastungen der übermäßigen Nutzung standhalten.

Und die die großen Mengen an CO2 führt auch zur Übersäuerung der Meere. Wissenschaftler vermuten, dass dies mit ein Grund für das vielerorts zu beobachtende Korallensterben ist. Und es weiten sich auch so genannte Todeszonen aus, in denen keinerlei höheres Leben mehr möglich ist.


Ein so genannter "Schwarzer Raucher" auf dem Meeresgrund. Hier strömt mehrere hundert Grad heißes Wasser aus dem Boden, dass durch tiefer liegendes Magma erhitzt wurde. Dieses Wasser ist sehr nährstoffreich und in den lichtlosen Tiefen nutzen Lebewesen die Mineralien und Energie, die diese Quellen bereitstellen. Das Meer steckt voller Geheimnisse.

Umso mehr ist es also wichtig, den Menschen endlich klar zu machen, mit der Verschmutzung und Ausbeutung der Weltmeere aufzuhören, bevor schließlich auch der Mensch ganz direkt von den negativen Folgen betroffen ist.

Denn, um Mahatma Gandhi zu zitieren: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

Text: -jj- 8.6.2009//Bilder: Küste: Hedwig Storch/cc-by-sa 3.0; Ozeankarte: Pinpin/cc-by-sa 3.0; Schwarzer Raucher: P.Rona/PD

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