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"Kakadu" hilft Kindern auf allen Kontinenten

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"Kakadu" hilft Kindern auf allen Kontinenten

Armen Kindern auf allen Kontinenten helfen - das hat sich der Verein Kinderhilfe Kakadu e.V. auf die Fahnen geschrieben. Wir haben uns mit Mitarbeiterin Nicola Ostermeier unterhalten, die den Neubau eines Waisenhauses in Sri Lanka mitorganisiert. In dem von Bürgerkrieg und Tsunami gebeutelten Land brauchen besonders viele Kinder Hilfe.

Liebe Frau Ostermeier, würden Sie sich unseren Lesern bitte vorstellen?
Gerne! Ich bin 44 Jahre alt, verheiratet und Mutter von drei schulpflichtigen Kindern im Alter von 6, 10 und 12 Jahren. Seit 2007 bin ich wieder als Ärztin an der Uniklinik in Erlangen tätig. Für die Kinderhilfe Kakadu e.V. arbeite ich seit  18 Jahren ehrenamtlich. Seit 1996 habe ich die Kooperation mit meinem Projektpartner Father Neville Cooghe und seiner Ladani-Organisation in Sri Lanka aufgebaut.


Was macht die Kinderhilfe Kakadu e.V. genau?

Die Kinderhilfe Kakadu e.V. ist eine kleine Organisation mit ca. 130 Mitgliedern, davon ca. 20 aktive. Sie hat sich zur Aufgabe gemacht hat, in ihren Projekten möglichst schnell, unbürokratisch und direkt Hilfe zu leisten. Kakadu steht dabei für "Kinder aller Kontinente aus Deutschland unterstützt", wobei wir derzeit nur auf drei Kontinenten - Asien, Afrika und Lateinamerika - tätig sind.  

Foto: Schulklasse in Togo, Afrika


Es gibt so viel Armut auf der Welt. Wie wählen Sie die Länder aus, in denen Sie mit Kakadu Hilfsprojekte fördern?
Bisher war es immer so, dass es jemanden aus dem Verein gab, der einen persönlichen Bezug zu dem jeweiligen Land oder dem Projekt hatte.
In Sri Lanka zum Beispiel hat unsere 2. Vorsitzende vor 20 Jahren ein Praktikum gemacht. Die Schule in Togo wurde ermöglicht, weil der Leiter des Projekts, ein Togonese, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt, den Traum hatte, den Kindern aus seinem Dorf den langen Fußmarsch in die nächste überfüllte staatliche Schule zu ersparen. Für viele Kinder war das ein Hindernis, die Schule regelmäßig zu besuchen, weil sie auch zu Hause gebraucht wurden.

Wie kam es dazu, dass Sie sich selbst für notleidende Kinder einsetzen?
Die Anfänge liegen schon weit zurück. Als Jugendliche haben wir uns im Freundeskreis mal Gedanken gemacht, was wir in der Welt gerne bewegen würden, wenn wir könnten. Damals hab ich den tiefen Wunsch verspürt, etwas für Kinder zu tun, die es nicht so gut haben. Mein Traum war irgendeinen Beitrag dazu zu leisten und ich habe daran geglaubt. Es hat ca. 10 Jahre gedauert, bis ich auf die Kinderhilfe Kakadu e.V. gestoßen bin. Bei dieser Organisation hatte ich sehr schnell den Eindruck, willkommen zu sein und mich nützlich machen zu können.



Was sagen Ihre eigenen Kinder dazu, dass Sie arme Kinder in einem fremden Land unterstützen?
Sie finden es nicht nur gut, dass ich mich für Hilfsbedürftige einsetze, sondern engagieren sich selbst und helfen mir bei Vorbereitungen z.B. von Plakaten oder Präsentationen.
Ihr möchtet wissen, warum in Sri Lanka gerade die Mädchen auf Hilfe angewiesen sind? Dann schaut doch morgen wieder rein. In Teil 2 unseres Interviews erzählt Nicola Ostermeier mehr über das geplante Mädchen-Waisenhaus, das gerade gebaut wird. Wer Spenden und damit hilfsbedürftige Kinder in Sri Lanka unterstützen möchte, kann sich schon mal vorab auf www.kinderhilfe-kakadu.de informieren. Auch Kinder-Patenschaften sind möglich.
15.12.2011 / Das Interview führte Nicola Frommhold /Fotos: kinderhilfe-kakadu.de

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