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Hat jeder Delfin einen Lieblingspfleger?

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Hat jeder Delfin einen Lieblingspfleger?

Jeden Tag verbringen die Tierpfleger des Nürnberger Delfinariums mit ihren Schützlingen. Sie putzen die Anlage, füttern die Tiere, trainieren täglich mehrmals mit den Delfinen. Natürlich hat man da einen Liebling. Tierpflegerin Christiane Thiere erklärt uns, ob die Delfine sich auch einen Lieblingspfleger aussuchen.

Das ist natürlich schwer zu beurteilen, aber ich denke schon. Das hängt auch von vielen Klei-
nigkeiten ab, die zeigen, wie man sich selbst um ein einzelnes Tier bemüht. Man hat selbst einen Liebling und diese besondere Aufmerk-
samkeit, die man einem bestimmten Tier widmet, kriegt man dann auch wieder von den Tieren zurück. Aber dennoch entscheidet auch jedes Tier selbst: "Den Trainer mag ich am liebsten, denn der beschäftigt sich viel mit mir. Das gefällt mir." Ich glaube, die Delfine haben garantiert auch Vorlieben.

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Häufig ist es so, dass Menschen gerne Tiere im Verhalten mit sich vergleichen. Sie versuchen Parallelen zu ziehen und sagen dann: Oh, der ist besonders lustig, der sehr komisch oder der Delfin ist immer trotzig. Aber: Haben Tiere tatsächlich so einen eigenen Charakter und kann man den mit dem menschlichen vergleichen?

Christiane Thiere
Man sollte es ja eigentlich nicht tun, aber es drängt sich bei den Delfinen einfach auf. Ich möchte euch ein paar Beispiele geben: Also wir haben einen weiblichen Delfin. Die Dame stimmt im Alter mit den anderen überein und trotzdem würde ich von ihr sagen, dass sie unsere Oma ist. Bei ihr herrscht immer Ruhe und Muse. Wenn ein anderer Delfin seine Ruhe haben will, dann kommt er zu ihr. Wenn etwas Aufregendes passiert, schwimmt sie hin und schaut, ob alles in Ordnung ist.

Und dann haben wir einen Delfin, der ist sechs Jahre alt und ist in der Pubertätsphase, denn die gibt es auch beim Delfin. Der Delfin ist genau so, wie man sich einen Menschen in der Pubertät vorstellt: Eigenwillig, schnell beleidigt und alles muss immer nach seinem Kopf gehen. Wenn die Sache dann nicht so läuft, wie er sich das vorstellt, ist er trotzig und geht. Dann schmollt er ein bißchen, bis er dann doch wieder kommt und alles wieder in Ordnung ist.
Bei so einem Verhalten drängt sich der Vergleich mit einem Jugendlichen einfach auf. Man sollte zwar nicht vergleichen, das weiß ich, aber es ist einfach so.

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