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Eismassen am Südpol bedrohen Pinguine

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Eismassen am Südpol bedrohen Pinguine

Die Antarktis steht vor einer Tragödie: 20.000 Pinguinküken drohen im Nest zu verhungern, weil ihre Eltern durch treibende Eisberge von ihren Brutplätzen abgeschnitten sind. Für die Tiere ein verzweifelter Kampf um das Leben ihrer Jungen.

Das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde bekannt, als die US-Raumfahrtbehörde kürzlich neue Satellitenbilder des 1999 gestarteten Terra-Satelliten auswerten ließ. Anhand dieser Aufnahmen entdeckten die Wissenschaftler, welch lebensbedrohende Situation vielen Pinguinen der Antarktis bevorsteht.

Unüberwindbare Barriere

Momentan ist die Lage folgendermaßen: Vor der Ross-Insel, die etwa 1500 Kilometer vom Südpol entfernt ist, liegen zwei gigantische Eisberge. Die Blöcke waren bereits im März 2000 von einer großen Eismasse abgebrochen und sind nun zwischen dem Eiland und der 150 Kilometer weiter nördlich gelegenen Franklin-Insel eingeklemmt. Sie bilden für die Pinguine eine unüberwindbare Barriere und zwingen sie zu kräftezehrenden Umwegen.

Tod durch Erschöpfung

Die Tiere müssen eine bis zu 50 Kilometer längere Distanz überwinden als sonst, um zu ihren Futterstellen im offenen Meer zu gelangen und die für ihre Brut nötige Nahrung heranzuschaffen. Viele Vögel sind mehrere Tage unterwegs. Das kostet Zeit und vor allem unendlich viel Kraft. Manche sterben an Erschöpfung, weil ihnen auf dem langen Hin- oder Rückweg die Energiereserven ausgehen. Damit ist auch ihr Nachwuchs verloren. Die kleinen Pinguine müssen qualvoll verhungern.

Schwimmen zwecklos

Zusätzlich machen den Tieren in diesem Jahr Unmengen von Teibeis zu schaffen. Deshalb können die meisterhaften Schwimmer ihren Weg auch nicht, wie gewohnt, im Wasser zurücklegen, sondern müssen auf den unbequemen Watschelgang ausweichen. Für die selbe Strecke brauchen sie dadurch fünfmal so lang.

Fast 150.000 Tiere betroffen

Von der ausweglos erscheinenden Situation sind momentan etwa 12.000 Paare der stattlichen Kaiserpinguine sowie 130.000 Männchen und Weibchen der kleinen, nur fünf Kilo schweren Adéliepinguine betroffen. Die beiden Vogelarten haben ohnehin Probleme, ihre Jungen durchzubringen: Nur zehn Prozent der Jungen erreichen normalerweise das Erwachsenenalter. In diesem Jahr werden voraussichtlich nur fünf Prozent der kleinen Pinguine überleben. Inwiefern der Bestand der beiden Arten gefährdet ist, ist momentan noch nicht absehbar.

Pinguine im Netz

Wenn du mehr über Pinguine und ihren Lebensraum erfahren willst, dann schau doch mal hier nach. Auf dieser Seite sind eine Menge nützlicher Infos zusammengestellt.

Nic 15. Januar 2002

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