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Birma Basiswissen über Land und Leute

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Birma Basiswissen über Land und Leute

Myanmar ist ältestes Kulturland und gehört seit je zum indischen Einflussbereich. Bereits um 200 v. Chr. war der Buddhismus von Indien her eingedrungen. Myanmars erste Könige sollen der Legende nach Buddhas Familie entstammen.

Das Land hieß bis 1989 Birma, benannt nach der größten Volksgruppe des Landes, den Birmanen. Myanmar liegt in Südostasien und ist mit einer Fläche von 676.578 qkm hinter Indonesien das zweitgrößte Land dieser Region (knapp doppelt so groß wie Deutschland). Es grenzt im Süden an den Indischen Ozean, im Westen an Bangladesch und Indien, im Norden an die Volksrepublik China, im Osten an Laos und Thailand.

Das Klima

In Myanmar gibt es drei Jahreszeiten - die heißeste Jahreszeit liegt zwischen Februar und Mai mit geringem Niederschlag. Die Monsunzeit dauert von Mai bis Oktober. Von Oktober bis Februar herrscht trockenes, kühleres Wetter.

Die Bevölkerungsstruktur

Rund 45,6 Millionen Menschen leben in Myanmar, ein Großteil davon im zentralen Tiefland, nur knapp ein Viertel in den Städten. Einzige Millionenmetropole ist die Hauptstadt Yongon (Rangun) mit ca. 3,5 Millionen Einwohnern.
In Myanmar leben rund 70 verschiedene Volksgruppen. Größte Gruppe mit einem Anteil von rund 69% sind die Birmanen, die mit den Tibetern verwandt sind. Rund 89% der Bevölkerung gehören dem Buddhismus an. Die Amtssprache ist Birmanisch, Englisch ist als Handelssprache von Bedeutung.

Die Schulbildung

Die geschätzte Analphabetenquote gilt mit rund 15% im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern als niedrig, die vielen buddhistischen Klosterschulen ermöglichen für die Anhänger dieser Religion eine Grundausbildung. Doch die politische Situation führt dazu, dass die Universitäten nur noch teilweise geöffnet sind und Teile der gebildeten Bevölkerung das Land verlassen haben. Durch den jahrzehntelang anhaltenden Bürgerkrieg in Myanmar ist auch das früher sehr gut ausgebildete Gesundheitssystem nur noch mangelhaft: vier von zehn Kindern gelten als unterernährt. Heute muss das Land, das einmal größter Reisexporteur der Welt war, für die Versorgung der Bevölkerung Nahrungsmittel importieren. Die Lebenserwartung liegt für Frauen bei 61 Jahren, bei Männern bei 58 Jahren.

Die Religion

Die Religion der Birmanen ist der Buddhismus. Die Priester sind Mönche, deren Klostergebäude meist in großen Gärten bei den Städten liegen. Die birmanischen Tempelgebäude haben eine eigentümliche Bauart. Die Sprache der Birmanen ist eine einsilbige, die Schrift zeigt runde Formen. Eigentliche Schulen bestehen nur in den Klöstern. Unterrichtsanstalten für Mädchen fehlen völlig.

Schlechte Versorgung, trotz reicher Bodenschätze

Die Versorgungslage der Bevölkerung ist katastrophal, aber auf dem Schwarzmarkt ist für wenige Privilegierte noch fast alles zu haben. Myanmar ist mit Bodenschätzen reich gesegnet, aber noch fehlt es Straßen und Technologie sie zu bergen. Nur die üppigen Edelsteinvorkommen sind erschlossen. Zwei Drittel Myanmars waren einst mit Wald bedeckt, aber das begehrte Teakholz wurde und wird schonungslos gerodet. Die ökologischen Schäden als Folge von Raubbau und Brandrodung bedrohen die Reisernten, die heute kaum noch die Birmanen selbst ernähren, während sie früher fast den Gesamtbedarf der britischen Kolonien in Asien deckten.

30.7.03/ sw Fotos: Istock.com, Destination Asia

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