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"Weil wir Mädchen sind..."

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"Weil wir Mädchen sind..."

Bis 23. Juli kann man im Historischen Museum Hannover auf eine Reise durch fremde Kulturen gehen. Im Mittelpunkt steht das Leben von drei Mädchen, die beispielhaft dazu auffordern, über das eigene Leben, über unser Rollenverständnis, über Gleichberechtigung und Gewalt nachzudenken. Die Ausstellung, die von der Kinderhilfsorganisation Plan International organisiert wird, richtet sich besonders an Kinder, Jugendliche und Familien.

Die Ausstellung bietet spannende Einblicke in das Leben und den Alltag von Mädchen und Frauen in uns oft fremden Kulturen....

3 Mädchen - 3 Welten

Wie lebt man in den Anden? Oder wie in der afrikanischen Sahelzone oder in Indien? Wie leben Mädchen dort? Anders als bei uns? Und haben sie dieselben Rechte, wie Mädchen in Europa? Bei uns ist es mittlerweile in vielen Bereichen so, dass Mädchen und Jungs die gleichen Chancen haben. Sie werden medizinisch in der selben Art versorgt, können unabhängig von ihrem Geschlecht auf dieselben Schulzweige gehen oder bekommen das gleiche Essen. Das erscheint uns ganz selbstverständlich, doch im Vergleich zu anderen Kulturen ist es das nicht.

Asha aus Indien

Asha, Djenebu und Yoselin

Anhand von drei Mädchen aus Afrika, Südamerika und Asien macht die Ausstellung klar, was es heißt in den Anden, in der Sahelzone oder in Indien als Mädchen zu leben. Die drei werden in ihrer Familie, in der Schule, mit ihren Freundinnen und bei der täglichen Arbeit gezeigt.

Die 13-jährige Asha erklärt, was es heißt, in Indien als Mädchen geboren zu werden und was ein Ehemann in Indien kostet. Der Besucher kann hier die traditionelle Kunst der Tatoo-Malerei mit Henna testen.

Djenebou aus der Sahelzone

Als nächstes wartet die 13-jährige Djenebou aus der Sahelzone, um dem Besucher ihr Dorf zu zeigen und wie man in einer Rundhütte lebt. Ob du die Möbel einer Drei-Zimmer-Wohnung darin unterbringst? Du kannst es versuchen.

Yoselin aus Ecuador

Und schließlich begleitet die 14-jährige Yoselin per Video die Besucher in die Höhen der Anden. Dort, wo die Luft dünn wird, erklären sie und ihre Freunde, was Hochzeit und Ehe in Ecuador für eine Bedeutung haben. Man erfährt mehr über das typische Marktleben und wie es mit Gewalt an Frauen in dem südamerikanischen Land aussieht.

Ein Marktstand aus den Anden verdeutlicht ein wenig das alltägliche Leben in Südamerika

So lernt man den Alltag der Mädchen kennen. Was ihre Sorgen und Nöte sind - und wie sich diese von unseren unterscheiden. Oder überlegt ihr, wo ihr Wasser zum Trinken bekommt und wie lange es dauert, bis ihr an eine Quelle kommt? Welche Rolle spielt Gewalt im Leben dieser Mädchen? Werden sie unterdrückt, einfach nur weil sie Mädchen sind?

Mehr über die Ausstellung und die Geschichten der Mädchen könnt ihr auf der eigens zur Ausstellung eingerichteten Homepage www.weil-wir-maedchen-sind.de/ erfahren. Dort könnt ihr auch ein Quiz zum Thema machen und das Schicksalsrad drehen, um zu erfahren, was es bedeuten würde, wenn ihr als Mädchen in Mali, Indien, dem Senegal oder einem anderen Entwicklungsland geboren worden wäret.

Plan International

Zusammengestellt wurde die Ausstellung von der Hilfsorganisation Plan International Deutschland e.V., die dazu beitragen will, dass sich Kinder auf der ganzen Welt frei entfalten können, keine Armut leiden und sich gesund entwickeln. Plan hilft vor allem Kindern und Familien in Entwicklungsländern. Finanziert wird die Arbeit durch freiwillige Patenschaften, die Menschen für Kinder und Familien übernehmen, die Hilfe benötigen. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat die Schauspielerin Senta Berger übernommen.

Und wie wird in Indien gekocht? Auch das erfahrt ihr in der Ausstellung!

Die Ausstellung "Weil wir Mädchen sind..." ist besonders geeignet für Menschen zwischen acht und 18, Familien und alle, die sich für das Leben in anderen Kulturen interessieren.

Historisches Museum Hannover
Pferdestraße 6
30159 Hannover
Telefon: 0511 / 168-43052
Fax: 0511 / 168-45003
E-Mail:Historisches.Museum@Hannover-Stadt.de
Website: http://www.hannover-museum.de
Geöffnet: 15.01.2006 bis 23.07.2006; Di und Do 10.00 - 19.00 Uhr / Mi bis So und an Feiertagen 10.00 - 17.00 Uhr.

-ab-10.01.2006 Text / Fotos: Mit freundlicher Unterstützung von Plan International Deutschland e.V..

Hinweis: Im Archiv wurden alle Bilder und Links entfernt