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Was war eine Kohorte?

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Was war eine Kohorte?

Mitentscheidend für die Macht und die Größe des alten Rom, war auch sein Militär. "Kohorte" ist ein Begriff aus der Militärsprache - aber was bedeutet er? Die Frage kommt von Sascha aus Emmenbrücke.

Die römischen Soldaten hießen Legionäre. Sie trugen einen Helm mit Nackenschutz und Wagenklappen, Brustpanzer und Sandalen. Bewaffnet waren sie mit einem Speer, Dolch, Schwert und einem Schild. Sie mussten gute Handwerker sein, weil sie ihre Lager selbst errichten mussten. Und sie mussten körperlich fit sein, weil sie oft lange marschieren mussten, mit über 30 Kilo Marschgepäck.

Die Kohorte war eine altrömische Truppeneinheit von Soldaten in der gut organisierten Militärordnung. 

Zunächst, nach Augustus' Militärreform im 1. Jahrhundert nach Christus hatte die römische Armee etwa 30 Legionen. Jede Legion bestand wiederum aus zehn Kohorten. Eine Kohorte wiederum, wurde aus sechs Zenturien gebildet, mit jeweils ca. 80 Mann. Eine Zenturie wurde von einem Zenturio geführt. Diese Begriffe sind euch sicher nicht nur aus dem Lateinunterricht, sondern auch aus "Asterix"- Episoden bekannt!

Später erweiterte man die 1. Kohorte zu einer Spezialeinheit mit den besten Kämpfern und Soldaten auf die doppelte Stärke. Zehn Kohorten, von denen jede 480 bis 500 Mann stark war, nannte man, wie oben schon erwähnt Legion. Das Wort Kohorte selbst kommt von dem lateinischen Begriff "cohors", der so viel bedeutet wie "Schar" oder "Gefolge".

Esgab abwer noch weitere Aufteilungen: die kleinste Einheit = Zenturie = 80 Mann, 2 Zenturien = Manipel, 6 Zenturien = Kohorte, 10 Kohorten = 1 Legion mit bis zu 6.000 Soldaten.
 
Der Zenturio kommandierte die Zenturie, also etwa 80 Mann. Die Zenturionen waren bei Schlachten wichtigste Offiziere, denn sie mussten in vorderster Front kämpfen. Damit man sie im Getümmel auch erkennen konnte, trugen sie in der Schlacht einen quer gestellten Helmbusch.
 
Das römische Heer war auf seinen vielen Kriegszügen sehr erfolgreich und eroberte viele Länder. Unter anderem auch wegen seiner ausgefeilten Kriegstaktik, wie der Schildkrötenformation. Dabei rückten die Soldaten so zusammen, dass sie mit ihren Schildern sozusagen einen Panzer bildeten. Dadurch waren die einzelnen Soldaten vor Angreifern besser geschützt.

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